Archiv der Kategorie: blauer Polo

Die Reparatur meines DKF Getriebes

September 2015.

Seit einiger Zeit vernahm ich am blauen Alltagspolo beim Fahren ein leises Surren vom Getriebe, welches sich als Lagerschaden im Getriebe herausstellte.
Genau wie bei der Reparatur meines DKE Getriebes meines schwarzen Polos im Juli 2011, benötigte das DKF Getriebe meines blauen Alltagspolos nach 18 Jahren und 142000 km nun ebenfalls eine solche Reparatur.
Also habe ich wieder Kontakt mit meinem Getriebespezi und meiner Werkstatt aufgenommen und alles terminiert.
Den blauen Polo brachte ich in die Werkstatt und später am Tag holte ich das ausgebaute Getriebe ab, und brachte es direkt nach Kassel, 200 km eine Strecke.
Eine Woche später konnte ich es dort wieder abholen und direkt zur Werkstatt bringen.
Zwei Tage später war der Polo mit einem mit neuen Lagern ausgestatteten und komplett neu abgedichteten Getriebe abholbereit.
In der Woche Wartezeit organisierte ich noch einen neuen Sachs-Kupplungssatz und drei Liter neues VW Getriebeöl.
Jetzt ist der Polo mit einem revidierten Getriebe unterwegs und ich hoffe dass der Polo insgesamt noch lange hält, damit diese Reparatur nicht umsonst war.
Zusätzlich habe ich die Gewissheit dass ich MEIN Getriebe wieder verbaut habe, und nicht ein anderes bei dem ich nicht weiss was damit jemals war.

Angefallene Kosten:

  • Getriebeausbau, Kupplungstausch, Getriebeeinbau = 300 €
  • 2 x Transportfahrt, Getriebe bringen und holen Essen <-> Kassel = 80 €
  • Getriebeinstandsetzung = 300 €
  • neuer Kupplungssatz = 160 €
  • 3 Liter Getriebeöl = 30 €
    macht in der Summe 870 €

So stand der Polo eine Woche auf der Bühne, mit von oben gehaltenem Motor.

bl_getriebe_01 bl_getriebe_02 bl_getriebe_03

Das komplett mit neuen Lagern ausgestattete und komplett neu abgedichtete DKF Getriebe.

bl_getriebe_04 bl_getriebe_05 bl_getriebe_06

Der neue Sachs-Kupplungssatz.

bl_getriebe_07 bl_getriebe_08 bl_getriebe_09 bl_getriebe_10 bl_getriebe_11

Drei Liter neues VW Getriebeöl.

bl_getriebe_12

Der Übeltäter war wie beim DKE Getriebe auch hier das defekte Lager der Triebwelle.

bl_getriebe_13 bl_getriebe_14 bl_getriebe_15

Danken möchte ich erneut dem Hanno für die absolut kompetente Hilfe.
DANKESCHÖN!

Neue Gasdruckfedern für die Heckklappe(-n)

Bei manchen Sachen ist es so dass durch den schleichenden Verschleiß dieser nicht oder erst spät auffällt. Das ist beim Auto z.B. bei den Stoßdämpfern so, und auch bei den Heckklappendämpfern, also den Gasdruckfedern wie sie korrekt heissen.
Ich hatte schon seit langer Zeit bemerkt dass beim Schließen der Heckklappen an beiden Polos (19 und 20 Jahre alt) die Klappen richtig mit Wucht in die Schlösser fallen und Probleme damit haben beim Öffnen komplett auf zu gehen. Ich schob das immer auf die Kälte oder irgendetwas anderes. Nun nahm ich mich dieses Problems endlich an.
Leider bietet VW nur eine Sorte Gasdruckfedern für den Polo 6N an, und nicht wie z.B. beim T4 mehrere verschieden starke Ausführungen für verschieden ausgestattete Fahrzeuge/Heckklappen. Das liegt wohl daran dass alle 6N Heckklappen immer gleich ausgestattet sind, bzw. die 3. Bremsleuchte und ein Zentralverriegelungsschloss gewichtsmäßig keinen großen Unterschied machen. Wie viel Schubkraft die werksmäßigen Dämpfer im Neuzustand boten, ist mir leider unbekannt weil nicht aufgedruckt.
Nach etwas Belesen im Internet, kaufte ich bei ebay zwei Sätze Gasdruckfedern vom Hersteller Stabilus. Diese bieten eine Schubkraft von 330 N, was in etwas einer Schubkraft von 33 kg entspricht. Für ein Paar zahlte ich 25 Euro.
Ich kann diese wirklich empfehlen, nach leichtem Öffnen fahren sie den größten Teil bis zur kompletten Öffnung von alleine auf. Dazu kommt dass die Heckklappen nicht mehr so stark ins Schloss fallen, dass mir fast die Dashcams von den Heckscheiben abfallen.
Also eine Kaufempfehlung bei altersschwachen Gasdruckfedern beim Polo 6N.

IMG_6492 IMG_6493

Tempomat für den Alltagspolo

September 2015.

Nachdem ich im schwarzen Polo bereits seit einigen Jahren einen Tempomaten verbaut habe, vermisste ich ihn immer öfter auf längeren Fahrten mit dem Alltagspolo.
Im Keller hatten sich in den letzten Jahren mehrere solche „VDO Compact Tempostaten“ mit Zubehör aus ebay und co. angesammelt. Einen davon wollte ich nun auch im blauen Polo verbauen.

tempomat_blauer_polo_51 tempomat_blauer_polo_01tempomat_blauer_polo_02 tempomat_blauer_polo_03

Ich brauchte ihn nach einem kurzen Funktionstest im schwarzen Polo nur richtig zu säubern.

tempomat_blauer_polo_04 tempomat_blauer_polo_05

Bei ebay gab’s einen neuen originalen VW T4 Blinkerhebel mit GRA-Funktion…

tempomat_blauer_polo_06

und beim VW Händler gab’s den Kupplungspedalschalter vom Polo6N1 Diesel.
Er schaltet bei Betätigung genau andersherum als der Bremspedalschalter, er hat einen Öffnerkontakt, nicht wie der Bremslichtschalter einen Schließerkontakt.

tempomat_blauer_polo_07

Der „VDO Compact Tempostat“ bietet drei Eingänge/Funktionen:

  • „Set ↑“: bei kurzer Betätigung Geschwindigkeit setzen, bei längerer Betätigung Erhöhung der Geschwindigkeit.
  • „Resume“: bei kurzer Betätigung Wiederaufnahme der zuletzt gespeicherten Geschwindigkeit nach Regelabbruch durch Betätigung des Bremspedals oder des Kupplungspedals oder durch Ausschalten der GRA seit letztem Einschalten der Zündung.
  • „Set ↓“: bei kurzer Betätigung Geschwindigkeit setzen, bei längerer Betätigung Verringerung der Geschwindigkeit.

Der VW T4 GRA Hebel bietet aber nur zwei Funktionen, einmal die „Set“-Taste am Ende des Hebels, und den „Res“-Ziehschalter.
Ich wollte die „Set ↑“-Funktion auf die „Set“-Taste am Ende des Hebels, und die „Resume“-Funktion sowie die „Set ↓“-Funktion auf den „Res“-Ziehschalter legen.
Und zwar so dass bei kurzer Betätigung  des „Res“-Ziehschalters (<1sek.) die Resume-Funktion ausgelöst, und somit die letzte gespeicherte Geschwindigkeit wieder aufgenommen wird, und bei längerer Betätigung (>1sek.) die „Set ↓“-Funktion ausgelöst, und die Geschwindigkeit verringert wird.
Das geht nur mit Hilfe eines Zeitrelais, welches bei Betätigung durch den „Res“-Ziehschalter die Spannung nach eingestellter Zeit von ca. einer Sekunde von dem „Resume“-Eingang des Tempomaten auf den „Set ↓“-Eingang umschaltet, solange man den Ziehschalter betätigt.
Somit habe ich alle drei Funktionen mit nur zwei Schaltern des GRA Hebels abgedeckt.

Bei Conrad gab’s das Zeitrelais als Bausatz…

tempomat_blauer_polo_08 tempomat_blauer_polo_09tempomat_blauer_polo_10

In einem Leergehäuse sicher verpackt und mit einem VW Stecker steckbar gemacht.

tempomat_blauer_polo_11 tempomat_blauer_polo_12

Im Keller fertigte ich anhand eines 6N1 Kabelbaums mit neuer ZE einen eigenen GRA Kabelbaum an, damit der Einbau im Polo an die ZE einfacher wird.

tempomat_blauer_polo_13 tempomat_blauer_polo_14tempomat_blauer_polo_15

Ich benötigte Zündungsplus, Masse (vom Gewindebolzen links unter dem Amaturenbrett), Geschwindigkeitssignal, zwei Sicherungen (wie von VDO vorgesehen), die Leitungen zum Bedienhebel hoch, die Leitungen zum Tempomaten hin, und die Leitungen zum Zeitrelais.
Zündungsplus griff ich unter der ZE am Gewindebolzen ab. Dort liegt Potential 503, also Klemme 75x an. Das ist die X-Klemme, also Zündungsplus außer während des Motorstarts. Diese Spannung nahm ich einfach als Zündungsplus.

tempomat_blauer_polo_16

Ich nahm einen 12poligen VW Stecker, um die Verdrahtung an der ZE vom Tempomatzuleitungskabelbaum komplett trennbar zu machen.
Ausserdem brauchte ich so nach dem Einbau des GRA Kabelbaums den von vorne kommenden Tempomatzuleitungskabelbaum ganz einfach nur mit einem 12poligen Steckergehäuse zu versehen und an dem 12poligen Steckergegenstück einzustecken, und nicht kompliziert die einzelnen Leitungen an die ZE anzuschließen.

tempomat_blauer_polo_17

Der fertige selbstgebaute GRA Kabelbaum für alle nötigen Anschlüsse im Polo, die Leitungen für Masse und zum Bedienhebel hoch wurden erst beim Einbau auf die richtige Länge gebracht.

tempomat_blauer_polo_18

Das selbstgebaute Y-Kabel für die Abgriffe vom Bremspedalschalter und Kupplungspedalschalter für schnelle und einfache Montage im Polo hinter und über der Pedalerie.
Vom Bremspedalschalter wurde der Stecker abgezogen, beide Leitungen ausgedrückt, in ein neues 2poliges Steckergehäuse eingeführt, und zwischen Bremspedalschalter und diesem Steckergehäuse kam mein Y-Kabel.
Ein Ende geht rüber zum Kupplungspedalschalter, das andere geht zum 12poligen Stecker vom GRA Kabelbaum.
Somit bekommt der „VDO Compact Tempostat“ die benötigte Spannung von vor dem Bremspedalschalter, sowie die beim Schaltwagen benötigte Bremslichtspannung von hinter dem Bremspedalschalter über den Kupplungspedalschalter geschaltet.
Mit diesen beiden Leitungen wird überwacht, ob eines der beiden Pedale betätigt wird, um die Geschwindigkeitsregelung abzubrechen.

tempomat_blauer_polo_19 tempomat_blauer_polo_20

Das Geschwindigkeitssignal wurde ebenfalls via selbstgebautem Y-Kabel vom Stecker T10b Pin 3 abgegriffen.
Alles wurde schön hinter der ZE verbaut und verstaut.

tempomat_blauer_polo_21

Aus Pappe fertigte ich eine Schablone für die Halterung des Tempomaten.

tempomat_blauer_polo_22 tempomat_blauer_polo_23

Diese baute ich aus 2mm V2A Blech nach, mit einer kleinen Verstärkung gegen Vibrationen.
Gesandstrahlt…

tempomat_blauer_polo_24 tempomat_blauer_polo_25tempomat_blauer_polo_26 tempomat_blauer_polo_27

und schwarz matt lackiert…

tempomat_blauer_polo_28 tempomat_blauer_polo_29

verbaute ich diese am Motorhalter…

tempomat_blauer_polo_30 tempomat_blauer_polo_31

mit genug Abstand zum Motorhalter.

tempomat_blauer_polo_32

Der fertig verbaute VDO Compact Tempostat.
Sitz, passt, wackelt nicht, und hat Luft…

tempomat_blauer_polo_33 tempomat_blauer_polo_34tempomat_blauer_polo_35

zu den Schläuchen…

tempomat_blauer_polo_36

und der vibrierenden Ansaugluftverrohrung.

tempomat_blauer_polo_37

Der Bowdenzug geht von der Beifahrerseite aus, von alten Bremsleitungshaltern auf nicht genutzten Gewindebolzen gehalten,…

tempomat_blauer_polo_38 tempomat_blauer_polo_39

hinter dem Motor her Richtung originalen Gaszug.

tempomat_blauer_polo_40 tempomat_blauer_polo_41

Dort parallel zum originalen Gaszug, an diesem via Doppelschelle befestigt, zur Drosselklappe.

tempomat_blauer_polo_42 tempomat_blauer_polo_43

Das VDO Klemmstück ist fest am originalen Gaszug befestigt.
Der VDO Bowdenzug gleitet durch ein Loch im Klemmstück, hinter dem Klemmstück ist der Klemmnippel (die Teile heißen in der VDO Anleitung wirklich so) fest auf dem VDO Bowdenzug befestigt.
Somit zieht der VDO Bowdenzug den originalen Gaszug, der originale Gaszug aber nicht den VDO Bowdenzug.

tempomat_blauer_polo_44

Die beiden VDO-Sicherungen mit 4 und 10 Ampere in originalen VW Sicherungssockeln auf der ZE. Die 4A Sicherung als Absicherung der Spannung von vor dem Bremslichtschalter, die 10A Sicherung als Absicherung der Spannungsversorgung des „VDO Compact Tempostaten“.

tempomat_blauer_polo_45 tempomat_blauer_polo_46

Der T4 GRA Hebel im 1997er Alltagspolo.

tempomat_blauer_polo_47 tempomat_blauer_polo_48

Beim Polo 6N1, egal ob alte oder neue ZE, müssen wegen des im Bereich des Lenkstockschalters anders geformten Blinkerhebels des T4 die Verkleidungen etwas weiter ausgeschnitten werden.

tempomat_blauer_polo_49 tempomat_blauer_polo_50

Ich denke dass ich diesen Einbau des VDO Tempomaten in meinen Alltagspolo recht clever und elegant gelöst habe.
Sogar eine spurlose Rückrüstung ist möglich, da ich keine originale Leitung beschädigt habe, sondern mit selbstgebauten Plug&Play Y-Kabeln gearbeitet habe.

Dashcams für beide Polos

Februar 2014.

Seit einem kleinen Unfall mit dem blauen Polo vor einigen Jahren, bei dem man zum Glück die Schuldfrage noch vor Ort klären konnte, dachte ich immer öfter über die Verwendung einer Dashcam nach. Auch wenn die rechtliche Frage in Deutschland nicht endgültig und eindeutig geklärt ist, so halte ich eine Dashcam zum eigenen Schutz für sinnvoll und legitim.
Nur für den Fall eines Unfalls, nicht zum Aufzeigen von Fehlverhalten anderer.
Seit einiger Zeit hatte ich mich nun im Internet schlau gemacht über Dashcams. Die Preise gehen los bei unter 20 Euro, und gehen hoch bis in den mittleren dreistelligen Bereich.
Ich wollte eine vernünftige Dashcam die ordentliche Qualität, Ausstattung und Bildqualität bietet, und sich dabei schön versteckt verbauen lässt.
Ich stieß bei meinen Recherchen u.a. auf die englische Seite techmoan.com, auf der eine Privatperson u.a. Dashcams testet, und die wirklich ausführlichen Tests als Videos auf seiner Seite online setzt.
Zum Zeitpunkt als diese Dashcam „iTracker mini0801“ dort getestet wurde, war diese die beste jemals dort getestete Dashcam.
In Deutschland bot die norddeutsche „Adam GmbH“ diese Dashcam über Amazon an.
Die Menüführung und die Bedienungsanleitug waren bei diesem Anbieter sogar in deutscher Sprache.
Da ich wechselweise zwei Polos fahre, und ich an jedem Polo eine Dashcam jeweils vorne und hinten haben wollte, musste ich also vier dieser Dashcams kaufen, dazu jeweils eine 32GB MicroSD Karte.

dashcams_01 dashcams_02

Die Ausstattung ließ bei mir keine Wünsche offen.
Die Größe ist sehr gut geeignet für den versteckten Einbau,
FullHD 1920×1080 bei 30 Bildern pro Sekunde, Aufnahmewinkel 135°, Speicherformat mp4 mit H264 Codec und und und. Viel zu viel um es hier aufzulisten.
Die aufgezeichneten mp4 Videodateien kann man sich entweder ganz normal im Videoplayer anschauen, oder mit spezieller Software weiter auswerten.
In der mp4 Datei sind zusätzlich noch die GPS Daten, die vom GPS Empfänger im Dashcamsockel während der Fahrt empfangen werden, gespeichert.
Selbst die Uhrzeit wird via GPS aktuell gehalten, man muss nur die Zeitzone einmalig einstellen (+/- 1, 2, 3, 4 Std. etc.), beim ersten GPS Empfang geht die Uhr dann sofort richtig. Somit gehen dann zwei in einem Fahrzeug verbaute Dashcams von der Zeitanzeige her direkt synchron.

dashcams_03 dashcams_04

Meine favorisierten und durch Rumprobieren für mich am besten empfundene Einstellungen sind unter anderem: Loopaufzeichnung in 5 Minutenblöcken, höchstmögliche Bildauflösung, Tonaufzeichnung deaktiviert, Anzeige der Geschwindigkeit ausgeblendet, automatischer Aufnahmebeginn bei Motorstart (bei Anlegen der Betriebsspannung) nach 10 Sekunden, Aufnahmestop bei Motorstop (bei Wegnahme der Betriebsspannung) nach 30 Sekunden, Einblendung von Datum und Uhrzeit, Displayabschaltung nach einer Minute, und diverse weitere sinnvolle Einstellungen.
Dies sind nur einige wenige von sehr vielen Einstellungen die man in der iTracker mini0801 vornehmen kann.

Da ich alle Cams fest verbauen wollte, hielt ich einen festen Anschluss für besser als den über die mitgelieferten Kabel mit wuchtigen Mini USB Steckern.
So zerlegte ich den Sockel mit der Kontaktplatine und der GSP-Platine, und führte die Anschlüsse für die 5V- Spannungsversorgung durch eine extra gebohrte Öffnung heraus.

dashcams_06 dashcams_07

Da beide Polos über die Polo 6N2 Windschutzscheibe mit Regensensor und automatisch abblendbarem Innenspiegel verfügen, liegt vom Innenhimmel zum Spiegelfuß bereits ein kleiner Kabelkanal, den ich mitnutzen konnte. Außerdem ist der Spiegelfuß beidseitig mit Abdeckungen verkleidet statt massiv ausgeführt.
An diesen Abdeckungen montierte ich kleine V2A Winklelblechstreifen zur Montage der Dashcamsockel.
Normalerweise wird der Sockel mit dem integrierten GPS Empfänger von innen an die Windschutzscheibe geklebt.
Ich wollte vermeiden dass man die Montage von außen erkennen kann. Klebt etwas von innen an der Oberfläche der Scheibe, so kann man dieses von außen leider hervorragend erkennen, außerdem bleiben Luftbläschen zwischen Doppelklebeband und Scheibe nicht aus.
Zusätzlich war das mitgelieferte Doppelklebeband hellgrau, das sähe man dann erst recht sehr gut von außen.
So ließ ich mir diese Lösung mit berührungsfreier Montage mit wenigen mm Entfernung zur Windschutzscheibe, und trotzdem weiterhin freier Sicht in den Himmel einfallen.

dashcams_08 dashcams_09

Etwas professioneller Klebstoff und ein weiteres zusätzliches Loch…

dashcams_10 dashcams_11

und der Dashcamsockel hat seinen Halter und die Spannungsversorgung von außen nicht sichtbar an der Innenspiegelfußabdeckung.

dashcams_12 dashcams_13

Beim schwarzen Polo sieht das so aus, falls man von außen auf den ersten Blick überhaupt etwas erkennen kann.

dashcams_33 dashcams_34

Und so sieht es am blauen Polo aus. Hier spiegelt die Scheibe weniger weil der Himmel weniger bewölkt ist.

dashcams_35 dashcams_36

Das Dreierpack aus Dashcam, Regensensor und dem automatisch abblendbaren Innenspiegel.
Da der Regensensor sich logischerweise im Wischbereich der Scheibenwischer befindet, hat die daran angebrachte Dashcam somit auch immer freie Sicht.

dashcams_37 dashcams_38 dashcams_39

Die Dashcams vorne sind schön vor bzw. vom Fahrersitz aus hinter dem Innenspiegel versteckt.
An der Spiegelung des Sockels in der Windschutzscheibe kann man den Abstand zwischen Sockel und Scheibe gut erkennen.

dashcams_40 dashcams_41

Die einzige Einschränkung ist dass der Innenspiegel sich nun nicht mehr großartig nach rechts einstellen lässt. Aber damit kann ich mehr als gut leben, weil außerdem der Innenspiegel auch sonst mit der rechten Sonnenblende in Berührung kommt wenn diese heruntergeklappt wird.

dashcams_42 dashcams_43

Keine herumbaumelnden Leitungen oder sichtbaren Saugnäpfe, noch nicht mal die Dashcam selber ist vom Fahrersitz aus zu sehen.

dashcams_44 dashcams_45

Für die Heckscheiben musste ich mir etwas anderes einfallen lassen.
Ich ließ mir aus schwarzer Klebefolie Streifen ausplotten die so breit sind wie der Dashcamsockel breit ist.

dashcams_46

Ich musste auch hier die Dashcam im Wischbereich des Heckscheibenwischers plazieren, von der Höhe her so, das die Kamera genau zwischen den untersten beiden Heizdrähten hindurch filmt. Das ist die niedrigste Höhe im Wischfeld, ohne einen Heizdraht direkt vor der Linse zu haben.
Da die Dashcam sich leider nur um 90 Grad drehen lässt, und zwar so dass der Sockel sich entweder genau vor oder genau über der Dachcam befindet, mit mehreren Arretierungen dawischen, kam eine direkte Klebemontage auf der oberen Fläche der Heckklappeninnenverkleidung leider nicht in Frage. Auch andere Lösungen wie z.B. ein Blech von der Heckklappeninnenverkleidung hoch bis über die Dashcam, kam aus Vibrationsgründen nicht in Frage.
So blieb mir nichts anders als diese Lösung, bei der der Sockel nun von innen auf die Scheibe geklebt wird, und die schwarze Klebefolie den Sockel und das helle Doppelklebeband verdeckt und auch die Leitungen von der Dashcam herunter bis hinter die Heckklappeninnenverkleidung verdeckt.
Diese Folie ist hier das einzige was auf der Innenseite der Scheibe klebt, und somit von außen sichtbar ist. Die Dashcam selber ist wie vorne nur sehr schwer auf den ersten Blick zu erkennen.

Hier beim schwarzen Polo.

dashcams_47 dashcams_48 dashcams_49

Viele Luftbläschen verschwanden mit der Zeit von alleine.

dashcams_50

Auch hier keine herumbaumelnden Leitungen oder sichtbaren Saugnäpfe.

dashcams_51 dashcams_52

Und hier beim blauen Polo.

dashcams_53 dashcams_54 dashcams_55 dashcams_56 dashcams_57

Die Spannungsversorgung sieht folgendermaßen aus.
Die Spannungswandlerplatine von 12V- auf 5V- im Anschlussstecker kam extern in Schrumpfschlauch. Selbstverständlich beidseitig mit VW Steckern steckbar gemacht für z.B. den Reparaturfall. In der Zuleitung zu der Spannungswandlerplatine ist eine „fliegende“ Sicherung mit 500 mA verbaut.

dashcams_05 dashcams_14

Nun wollte ich nicht nur bei eingeschalteter Zündung die Dashcams laufen lassen.
Ich wollte ebenfalls die Möglichkeit haben die Dashcams komplett aus zu schalten, sowie sie dauerhaft ohne eingeschaltete Zündung, zum Beispiel auf einem Parkplatz, laufen zu lassen.
Im Betrieb wenn das Display nach einer Minute ausgeschaltet ist, hat diese Dashcam eine Leistungsaufnahme von, von mir selbst gemessenen, 3 Watt.

Beim Polo 6N1, egal ob alte ZE oder neue ZE, befindet sich an der A-Säule auf der Fahrerseite ein 4 poliger Anschlussstecker für die Innenleuchte (alte ZE = T4d, neue ZE = T4b).
An diesem Stecker ist Dauerplus (alte ZE = 15A, neue ZE = 5A abgesichert), Zündungsplus (alte ZE = 15A, neue ZE = 5A abgesichert), Masse und Türkontakt vorhanden (nur Dauerplus, Masse und Türkontakt gehen hoch zur Innenleuchte).
An diesem 4poligen Stecker griff ich Dauerplus und Zündungsplus für die Dashcams ab.
Masse gibt’s vorne am Innenhimmel vom Schiebedach und in der Heckklappe vom Scheibenwischermotor.

Diese kleinen Wippschalter von Marquardt boten mit ihren drei Stellungen genau die Funktionen die ich wollte.

dashcams_15

Beim blauen Polo mit neuer ZE baute ich die Schalter für beide Dashcams, wie die Dashcams selber, versteckt ein.
In der Verkleidung vor der Zentralelektrik montierte ich diese, mit einem Plastikgehäuse rückseitig isoliert…

dashcams_16 dashcams_17

und mit einem VW Stecker steckbar gemacht, sieht man die Schalter erst…

dashcams_18 dashcams_19

wenn man weiß wo sie sind.

dashcams_20 dashcams_21

Trotz der Montage an diesem Ort vor der kleinen Serviceklappe zur ZE hin, kann diese Klappe ganz normal geöffnet werden, ohne damit an die Schalter zu kommen.

dashcams_22

Beim schwarzen Polo mit alter ZE sieht es im Bereich vor der Zentralelektrik komplett anders aus. Auch hier wollte ich die Schalter versteckt einbauen.
Ich nahm ein Leergehäuse, die gleichen Schalter, den gleichen VW Stecker…

dashcams_23 dashcams_24 dashcams_25 dashcams_26 dashcams_27

etwas Klettband…

dashcams_28 dashcams_29

und nun sieht man auch hier die Schalter erst wenn man weiß wo sie sind.

dashcams_30 dashcams_31 dashcams_32

Ich denke dass ich diesen Einbau der vier Dashcams in meine beiden Polos recht clever und elegant gelöst habe.
Eine spurlose Rückrüstung würde mich nur zwei neue Abdeckungen für die Innenspiegelfüße, sowie eine neue Verkleidung für vor der Zentralelektrik beim blauen Polo kosten.

Ich hoffe dass ich nie wirklich in die Situation komme, die Aufzeichnungen der Dashcams auswerten zu müssen.

GSM Fernbedienung für Webasto Standheizung über Zeitschaltuhr 1533

Für die Webasto Standheizung in meinem Alltagspolo wollte ich schon seit längerer Zeit neben der bereits verbauten Zeitschaltuhr 1533 und der ebenfalls bereits verbauten Funkfernbedienung T80, eine GSM Handyfernbedienung haben.
Dafür legte ich mir bereits vor längerer Zeit mein altes Siemens S35 Handy zurück, welches sich für diesen Zweck unter Zuhillfenahme von Zusatzmodulen aus dem Internet als eine Universalfernbedienung nutzen lässt, mit der man schalten kann was man will.
Das einzige was mich störte, waren die aufwendige Verdrahtung und der relativ große Platzbedarf all dieser Lösungen.
Nun habe ich mich schlau gemacht, und bei ebay den Verkäufer „spatzi0587“ mit seinen Lösungen gefunden, und diese GSM Fernbedienung für genau meinen Zweck gekauft.
Die Fernbedienung besteht nur aus dem Nötigsten, auf ein Display und eine Tastatur wird verzichtet, die Betriebsspannung beträgt bordnetzfreundliche 12 Volt. Die bereits mitgelieferte und eingesetzte SIM-Karte kann in einem normalen Handy konfiguriert werden. Dann ist mein zurückgelegtes S35 wohl doch nicht über.
In die SIM-Karte gibt man einmalig im Telefonbuch die Telefonnummern ein, die berechtigt sind die GSM Fernbedienung schalten zu lassen.
Auf einem Platz im Telefonbuch gibt man den Modi ein den man möchte.
In meinem Fall Aktivierung durch Anruf (auch durch eine SMS möglich) mit monatlicher Lebenszeichen-SMS (auch täglich, wöchentlich und zweiwöchentlich möglich)
Die Lebenszeichen-SMS hilft die SIM-Karte vor dem Deaktivieren durch den Netzbetreiber auf Grund fehlenden Umsatzes zu bewahren (ein abgelehnter Anruf zum Schalten verursacht keine Kosten).
Die GSM Fernbedienung funktioniert folgendermaßen:
Wird die GSM Fernbedienung von einem berechtigten Telefon angerufen, lehnt die GSM-Fernbedienung nach ca. zwei Mal Klingeln das Gespräch ab, und lässt für einen kurzen Moment ein Relais anziehen.
Dessen potentialfreier Kontakt schaltet dann ein Potential durch, in meinem Fall Masse zur Zeitschaltuhr, dort geht die Masse hinter den Schalter der Sofortheizen-Taste, und die Zeitschaltuhr wird aktiviert oder deaktiviert, je nachdem ob sie aus ist oder bereits läuft.
Man kann durch eine SMS in der GSM Fernbedienung auch eine Rückruffunktion aktivieren und deaktivieren. Ist sie aktiviert, ruft die GSM Fernbedienung nach jedem erfolgten Schalten kurz zurück, Guthaben vorausgesetzt. Man darf halt nur nicht dran gehen, sonst kostet der Anruf ja Geld.
Zum Lieferumfang gehörte neben der GSM Fernbedienung noch ein Y-Kabel mit
Webasto-Stecker und -Kupplung. Dieses kommt Plug&Play zwischen das vorhandene Anschlusskabel und die Zeitschaltuhr. Eine einzeln ausgeführte und ebenfalls steckbare Einzelleitung aus diesem Y-Kabel, wird in die Zeitschaltuhr geführt und an den Taster „Sofortheizen“ gelötet.
So sieht dieses Modul aus, und hier zeige ich wie ich dieses Modul in meinem Alltagspolo verbaut habe.

gsm_fernbedienung_01 gsm_fernbedienung_15gsm_fernbedienung_02

Die Brücke vor der Anschlussklemmleiste leitet die Betriebsspannungs-Masse zum Relais, das Masse dann durchschaltet.

gsm_fernbedienung_03

Erst mal einen eigenen 3poligen VW Stecker dran gemacht nach meinen Bedürfnissen.

gsm_fernbedienung_04

In meinem Fall schaltet das Relais ja nur einen kurzen Moment (1 Sekunde) die Masse durch.
Mit der GSM Fernbedienung simuliere ich einen Druck auf die Sofortheizen-Taste meiner Webasto 1533 Zeitschaltuhr. Diese Taste schaltet nämlich auch nur Masse auf der Platine durch.
Die Vorteile dieser Lösung sind u.a. dass ich mit der GSM Fernbedienung die Uhr einschalte, und die darin voreingestellte Zeit dann nach Ablauf die Standheizung wieder ausschaltet, und dass ich mit einem Druck auf die Sofortheizen-Taste eine laufende Zeit in der Uhr, und somit die Standheizung, sofort wieder ausschalten kann. Das Benutzen der GSM-Fernbedienung ist also nichts anderes als ein Druck auf die Sofortheizen-Taste der Zeitschaltuhr.
Meine Vorstellung war, die GSM Fernbedienung direkt und nur an die Zeitschaltuhr anzuschließen.
Also mit dünnen Leitungen Plus, Masse und das Potential nach der Sofortheizen-Taste nach außen verlängert, und durch einen 3poligen Stecker steckbar gemacht.

gsm_fernbedienung_05 gsm_fernbedienung_06

Auf der Plastikgehäuserückseite herausgeführt und durch ein Loch im Halteblech zum Stecker.

gsm_fernbedienung_07 gsm_fernbedienung_08 gsm_fernbedienung_09

Im Handschuhfach etwas Klett an die Oberseite, auf das Anschlusssteckergehäuse ebenfalls…

gsm_fernbedienung_10 gsm_fernbedienung_11

… und zusammen mit einem Verlängerungskabel hat die GSM Fernbedienung ein neues Zuhause an das ich schnell heran komme, und sie schnell von der Uhr trennen und herausnehmen kann.
Das Sacklock im Stopfen für die Kabeldurchführung ist mit einem 4 mm Boher von Hand schnell durchgebohrt 🙂

gsm_fernbedienung_12 gsm_fernbedienung_13

Ein kurzer Anruf bei der GSM Fernbedienung schaltet nun kurz Masse zur Zeitschaltuhr, diese schaltet die Standheizung für die voreingestellte Zeit ein. 🙂

gsm_fernbedienung_14

Rote GTI Gurte für den Alltagspolo (5türer)

Januar 2015.

Seit einer gefühlten Ewigkeit war ich auf der Suche nach einem Satz roter Gurte vom Polo 6N1 GTI limited für meinen 5 türigen Alltagspolo.
Für meinen 3 türigen Polo kaufte ich einen kompletten Satz neu bei VW. Das war im Jahr 2000, aber soviel Geld wie diese damals neu bei VW gekostet hatten, wollte ich nicht mehr ausgeben.

Man muss wissen dass die Gurtbandbefestigungen der vorderen Gurte beim 3- und 5- türer komplett unterschiedlich, und nicht umbaubar sind. Man kann also nicht aus einem 5 türer Gurt einen 3 türer Gurt machen, zumindest nicht ohne dass man es hinterher noch sieht.
Dazu kommt dass der Polo GTI schon sehr selten war, als 5 türer noch seltener, und obwohl man die roten Gurte ohne Aufpreis ordern konnte, viele Leute sich trotzdem für die schwarzen Gurte entschieden hatten. Ich persönlich habe schon gut ein Dutzend originale 5 türige GTI gesehen, aber nie mit roten Gurten.

Dann endlich dank der ebay App für das iPad (die alte, noch gut funktionierende App) fand ich plötzlich einen kompletten Satz dieser roten Gurte aus einem 5 türigen Polo GTI limited.
Hier das Originalbild der Auktion. Naja sie sehen auf den ersten Blick gut aus.
Naja nur ein Bild bei ebay und das auch recht klein…

rote_gurte_5türer_01

99 Euro plus 10 Euro Versand.
Da überlegte ich nicht lange, und eine Woche später lagen die Gurte vor mir.
Bestandsaufnahme:
Die vorderen Gurte, da besonders der Fahrergurt, ließen zu Wünschen übrig.
Der Vergleich zeigt ein Stück Gurtband (unten) vom Ende der Rolle (hat quasi nie Tageslicht gesehen, somit Neuzustand) gegen ein Stück Gurtband (oben) vom ersten Meter, welchen man ja immer anfasst.
Seltsame kleine Flecken im Nylon und sehr dreckiger Allgemeinzustand.
Daher auch wohl der „günstige“ Preis.
Der Schlacht-GTI war wohl ein Baustellen-/Handwerkerfahrzeug oder ähnliches.
Außerdem fehlten zwei Knöpfe, die verhindern sollen dass die Gurtschnapper zu weit nach unten rutschen können.

rote_gurte_5türer_02 rote_gurte_5türer_03 rote_gurte_5türer_04

Was nun? So wollte ich die Gurte keinesfalls in den Alltagspolo einbauen, bah pfui, wer weiß was sich da noch alles zwischen den Nylonfäden befindet.
Zur Reinigung habe ich die Gurtbänder erst einmal aus den Automaten entfernt um danach zu überlegen wie genau ich die Gurtbänder sauber bekommen könnte.

rote_gurte_5türer_05 rote_gurte_5türer_06 rote_gurte_5türer_07

Nach dem Abrollen und Ausbau der Gurtbänder habe ich die Rollen mit Kabelbindern gegen Einrollen gesichert.

rote_gurte_5türer_08

Nun hatte ich alle Gurtbänder ausgebaut und ich überlegte wie diese unproblematisch und schonend zu reinigen sind.
Da wie schon erwähnt ein Gurtband aus vielen kleinen hauchdünnen Nylonfäden besteht, wollte ich auf scharfe Reinigungsmittel verzichten.
Im anderen Keller nebenan steht doch eine Waschmaschine…

rote_gurte_5türer_09

Ich entschied mich für 30°C und normales Vollwaschmittel im Vollwaschprogramm mit
1100 U/min Schleudern und allem PiPaPo.


Alle Metallteile wie die Haltelaschen, die Gurtschnapper und die Umlenker umwickelte ich doppelt mit Isolierband, damit diese nicht all zu viel Schaden in der Waschtrommel anrichten können.
Äh ja von Wegen. Die Waschtrommel hatte trotz des Isolierbandes arg gelitten und ist nun total verbeult. Aber da es sich um eine über 20 Jahre alte Matura mit Edelstahltrommel handelt, ist das nur halb so wild. Sie verrichtet weiterhin ihren Dienst sehr gut.
Nach zwei Tagen Trocknungszeit war das Ergebnis noch nicht zufriedenstellend, einige wenige kleine Flecken waren weiterhin im Gurtband.
Also folgte ein identischer zweiter Waschgang.
Danach war das Ergebnis mehr als zufriedenstellend.
Den hinteren mittleren Gurt reinigte ich von Hand im Spülbecken mit etwas Waschpulver in warmem Wasser aufgelöst, denn ich wollte ungerne das komplette am mittleren Gurt fest befestigte Gurtschloss mitwaschen. Ich hätte es nie 100%ig gegen Wassereinbruch abgeklebt bekommen.

rote_gurte_5türer_10 rote_gurte_5türer_11 rote_gurte_5türer_12

Sauber waren die Gurte nun, die Knöpfe gabs für 1,99 bei ebay, und sie waren auch ruck zuck ersetzt.

rote_gurte_5türer_13 rote_gurte_5türer_14 rote_gurte_5türer_15 rote_gurte_5türer_16

Nach dem Luftdruck- und Pinselentstauben aller Gurtautomaten habe ich alle Gurte in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammengebaut.
Das ist alles sehr einfach und selbsterklärend, die Bilder zeigen eigentlich alles.
Man sollte allerdings auf den Gurtautomaten vor dem Ausbau der Gurtbänder den letzten Teil der auf den Gurtbändern aufgebrachten VW Teilenummern aufschreiben, damit hinterher auch die richtigen Gurte in die richtigen Automaten kommen.

rote_gurte_5türer_17 rote_gurte_5türer_18 rote_gurte_5türer_19 rote_gurte_5türer_20 rote_gurte_5türer_21 rote_gurte_5türer_22 rote_gurte_5türer_23

So habe ich für relativ kleines Geld wirklich seltene rote Gurte vom 5 türigen Polo 6N1 GTI bekommen und auf Vordermann gebracht. 🙂

rote_gurte_5türer_24 rote_gurte_5türer_25 rote_gurte_5türer_26 rote_gurte_5türer_27 rote_gurte_5türer_28 rote_gurte_5türer_29

Voltmeter für den Alltagspolo

Februar 2015.

Da ich schon länger ein fest verbautes Voltmeter für die Anzeige der Bordspannung im blauen Alltagspolo haben wollte, weil mich die Handhabung der Steckvariante für die 12V- Steckdose mit der Zeit ziemlich nervte, ging es zunächst an die Auswahl der Bauteile.
Die LED Anzeige sollte so klein wie möglich ausfallen, denn ich wollte diese in einen Blindstopfen unterm Warnblinkschalter einbauen.
Bei neuer ZE hat man dort ja mindestens einen Blindstopfen, dieser Platz ist prädestiniert für eine solche Anzeige.
Ein Fertigmodul mit sehr kleiner LED-Anzeige kam für 5,99 Euro aus China.

voltmeter_01 voltmeter_02 voltmeter_03

Nach dem Öffnen musste ich feststellen, dass auf Grund der Höhe der Platine, ich das LED-Modul von der Platine trennen musste.
Somit blieb nichts anderes übrig als die Anschlüsse des LED-Moduls mit Flachbandkabel zu verlängern.

voltmeter_04 voltmeter_05

Mit Nadelfeilen gab ich alles, um das entsprechende Loch passgenau und exakt zu feilen.
Dort hinein musste ich das LED-Modul nur noch klemmen, es hält durch die Passgenauigkeit.

voltmeter_06 voltmeter_07

Leider hatte das LED-Modul ab Werk keinen Farbfilter, die Lesbarkeit der Anzeige war somit sehr schlecht.
Aber ich hatte noch rote Durchleuchtfolie vom Tachoumbau am Anfang des Jahrtausends.
Transparentes Doppelklebeband hält nun die rote Folie flächig auf dem LED-Modul und dient somit als Farbfilter. Der Kontrast und somit die Lesbarkeit sind nun sehr gut.

voltmeter_08 voltmeter_09

Den Schalter besorgte ich mir bei Conrad für 1,69 Euro, es ist so ziemlich einer der kleinsten Wippschalter die man bekommen kann von Marquardt, die Oberflächenstruktur passt auch sehr gut zu der des Blindstopfens.
Ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen.

voltmeter_10 voltmeter_11 voltmeter_12

Am Netzgerät mit regelbarer Ausgangsspannung parallel zum Fluke-Multimeter angeschlossen, wollte ich wissen wie genau das China-Voltmeter ist. Dazu habe ich mehrere Spannungen eingestellt und die Anzeigen verglichen.
Ich finde die Genauigkeit ist mehr als ausreichend für meinen Zweck.

voltmeter_13 voltmeter_14 voltmeter_15


Eine fliegende Sicherung zwischen Anschlussstecker und Schalter…

voltmeter_16 voltmeter_17

… sowie Komplettisolierung aller Teile durch Schrumpfschlauch, und fertig war das Voltmeter für den Alltagspolo.
Und das komplett mit Steckkontakten, Steckkontaktgehäusen und sonstigen Ge- und Verbrauchsmaterial für um die 10 Euro.

voltmeter_18

Den Anschluss wollte ich komplett rückrüstbar gestalten.
Als geeigneten Abgriffsort der Spannung (Dauerplus) sah ich die 12V- Steckdose.
Somit baute ich mir einen Adapter für zwischen den Anschlussleitungen für die Steckdose und der Steckdose selber.
Im Keller schon mal alles vorbereitet…

voltmeter_19 voltmeter_20 voltmeter_21

… und bei 12° Grad Außentemperatur im Polo die Anschlussleitungen der Steckdose aus dem Steckergehäuse ausgepinnt, und in meinen Zwischenadapter umgeschwenkt.

voltmeter_22 voltmeter_23

Nun habe ich eine unauffällige Spannungsanzeige im Amaturenbrett, wo sonst eh nur ein Blindstopfen gewesen wäre.

voltmeter_24 voltmeter_25 voltmeter_26 voltmeter_27 voltmeter_28 voltmeter_29

Endlich weg mit dem ollen Steckervoltmeter.

voltmeter_30

Was passiert nach 25 Erdumrundungen mit dem Tacho ?

Oktober 2014.

Beim Polo 6N1 Tacho alter ZE weiß man ja, dass dieser nach 299999 km wieder bei 0 km anfängt.
Nur was passiert beim Tacho bei neuer ZE? Na der macht bei 300000 km weiter, was sonst?
Aber wann fängt der wieder bei 0 km an?
Na ich bin mal in meinen Alltagspolo (neue ZE) gestiegen, und insgesamt 25 mal um die Erde gefahren, das Ergebnis sieht so aus:


Tilt, Error, Override.
Das erinnert mich etwas an den Golf2 Digifiztacho nach dem ersten Leben von 299999 km, der Polo 6N1 Tacho der neuen ZE hält hier drei mal so lang.

Schiebedachtest blauer Polo

Juli 2014

Das 6N2 Schiebedach ist erfolgreich in meinem blauen Alltagspolo eingebaut.
Bei eingeschalteter Zündung lässt es sich prima über den Drehschalter bedienen.
Komme ich an meinem Fahrziel an und schalte den Motor und somit die Zündung aus, ist das Schiebedach nicht mehr bedienbar, und somit nicht mehr elektrisch zu schließen.
Im 6N2 mit elektrischen Fensterhebern lässt sich das Schiebedach über die Türschlösser beim Abschließen durch längeres Halten des Schlüssels in ZU-Stellung aus allen Stellungen heraus schließen. Das funktioniert weil die Türschlösser +12V auf die ZU-Leitung (und AUF-Leitung) der Zentralverriegeung schalten, an dem im 6N2 auch die Fensterheber hängen für Öffnen und Schließen per Schlüssel.
Und über zwei Leitungen ist das elektrische Schiebedach mit dem Beifahrerfensterheber verbunden, das bei Schließen der Fenster durch Schlüsseldreh im Türschloss auch das Schiebedach mit schließt.
In meinem blauen Alltags 6N1 habe ich zwar diese beiden AUF- und ZU-Leitungen der ZV wie im 6N2 Polo, aber ich habe in diesem Polo keine 6N2 Fensterheber die mit dem Schiebedach verbunden werden könnten. Das habe ich nur im schwarzen Polo.
Somit musste ich mir etwas einfallen lassen, wie ich das 6N2 Schiebedach nach Ausschalten der Zündung doch noch schließen kann.
Ich fand heraus dass sich das Schiebedach vollständig schließt, wenn Pin 2 des Schiebedachs keine Zündung mehr hat, aber dafür auf Pin 3 Masse anliegt. Dann fährt es so lange zu, bis man diese Masse weg nimmt.
Wie bekomme ich es nun hin dass dort an Pin 3 Masse geschaltet wird, wenn ich am Klappschlüssel die ZU-Taste drücke, und das solange ich die ZU-Taste drücke, und wenn ich ein Türschloss nach ZU drehe, und das solange ich es nach ZU drehe…. hmmmmmmm mal überlegen.

Mein Funkempfänger gibt nur ca. ein Sekunden lange Impulse auf die ZU- und AUF-Leitungen der ZV. Und diese Leitungen haben keinerlei Verbindungen zum 6N2 Schiebedach.
Im Empfänger habe ich aber diese beiden Leitungen ankommend, also wenn ich die Türschlösser nach ZU drehe, habe ich auf einem PIN +12V Rückspannung solange ich den Schlüssel drehe.
Zusätzlich habe ich noch inoffizielle Transistorausgänge die nicht benötigt werden im Spenderfahrzeug meiner Funkfernbedienung. Diese zwei Ausgänge geben +12V heraus solange ich die ZU- oder AUF-Taste am Klappschlüssel gedrückt halte.
Diese Transistorausgänge, so nenne ich diese mal, können nur einige wenige mA aufbringen, daran kann ich also keine Last anschließen.
Also nahm ich ein kleines Reed-Relais welches sich durch die geringe Leitungsaufnahme durch hohen Spulenwiderstand und eine eingebaute Freilaufdiode auszeichnet.
Am besten auf den freien Platz der Sendeplatine damit.
Schnell eine Bohrschablone auf selbstklebendem Etikettenpapier gedruckt und mit 0,8 mm und 1,0 mm Bohrern die Löcher für das Relais und die beiden Trenndioden gebohrt. Nur doof wenn kein Bohrfutter des Billigdrehelnachbaus solch kleine Bohrer halten kann.

IMG_8230 IMG_8232 IMG_8234

Danach die Bauteile mit ein paar Tropfen 2-Kompo-Kleber fixiert,

IMG_8241

und auf der Lötseite direkt verbunden.

IMG_8242

Der Anschlußpin für den Ausgang Zentralverriegelung ZU ist nun über eine der beiden Trenndioden ebenso mit der Relaisspule verbunden, wie der inoffizielle Transistorausgang der nur leicht belastbare Spannung bereitstellt so lange man die ZU Taste am Klappschlüssel gedrückt hält.
Der Arbeitskontakt des Relais bekommt Masse, und schaltet diese Masse an einen potentialfreien Anschlusspin des Empfängers. Eine weitere Leitung vom Anschlußstecker des Funkempfängers zum Schiebedach Pin 3, und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
So sieht das ganze dann im Betrieb aus:

TÜV zum Achten (2)

So wie beim schwarzen Polo letztes Jahr die achte HU dran war
http://www.vwpolo6n.de/christian/2013/09/05/tuv-zum-achten/ ,
so hatte heute auch der blaue Polo nach 17 Jahren seine achte HU.
Kurz zuvor den Motor und das Getriebe von unten mit einer halben Dose Bremsenreiniger von Öl und Schmiere befreit, und auf den drei km zur Dekra die Bremsen warm gefahren.
Auch hier wieder: Rein-Rauf-Runter-Raus.
Ohne Mängel bestanden.
Yippie.

tueff_2