Archiv der Kategorie: schwarzer Polo

Der Polo 6N1 als Zugfahrzeug

Juli 2017.

Nachdem ich beim PoloSocial in England während Nieselregen und Wind mein Zelt auf- und abbauen musste, machte ich mir Gedanken ob mit dem Zelt zu Treffen und in den Urlaub zu fahren, noch Sinn ergibt für mich.
Die Antwort war nein.
Ich machte mich schlau was es sonst noch für Alternativen gab, die mich zwar vom Zelten, aber nicht vom Campen abbringen könnten.
Anhänger mit Klappzelt? Wohnwagen? Wohnmobil? Oder was ganz anderes?
Naja zwei Wochen später fuhr ich morgens mit meinem Vater in seinem T4 „mal eben“ von Essen nach Berlin Spandau.
Dort stand das Objekt der Begirde.
Ein Eriba Touring PanT von 10/1996, also gerade mal einen Monat jünger als der schwarze Polo.
Der Wohnwagen wurde bereits ab Werk aufgelastet, und darf statt der werksmäßigen 750 kg nun maximal 850 kg wiegen.
Meine beiden Polo 6N dürfen jeweils gebremste 800 kg ziehen.
Passt exakt, denn wenn ich den Wohnwagen bis 850 kg belade  müssen 50 kg davon auf die Anhängerkupplung drücken, diese Last wird dann nicht gezogen, sie wirkt auf die Hinterachse und zählt dann zum Fahrzeuggewicht, die verbleibenen 800 kg ziehe ich dann. Die Rechnung geht also voll auf.

Schnell noch zwei abnehmbare Anhängerkupplungen besorgt und die erste beim schwarzen Polo montiert. Natürlich unter der Stylingheckschürze her und nicht mitten durch. Nun kommen die ganzen zusätzlichen Steckerverbindungen in den Lampenträgern der Rückleuchten endlich mal zum Einsatz. Dort findet der Leitungssatz für die 13polige Steckverbindung nämlich via Plug&Play Verwendung.
Zusätzliche Spiegel lagen dem Wohnwagen bei.

 

Die erste Testfahrt war erfolgreich, der Polo schafft es wirklich problemlos den leeren Wohnwagen (Leerzustand 640 kg laut Prospekt und selber gewogen) zu ziehen, und das sogar recht flott.

 

Nachdem der TÜV noch seinen Segen zur 100er Zulassung des Wohnwagen gab (wegen vorhandener Stoßdämpfer, Antischlingerkupplung und Reifenalters unter 6 Jahren), und das Straßenverkehrsamt diese 100er Zulassung in die Papiere eintrug, darf ich nun mit beiden Polos diesen Wohnwagen mit 100 km/h auf BAB’en und Landstraßen ziehen. Denn das ziehende Fahrzeug muss als Auflage nur mit ABS ausgerüstet sein, und das haben meine beiden Polos ja.

Im August ging es dann auf die erste Reise mit dem Gespann.
Der Polo hatte auf dem Dach die volle Dachbox sowie das Fahrrad.
Das Wohnwagengewicht stieg mit dem Zubehör wie Vorzelt und anderer Zusatzausstattung auf 655 kg auf der Achse an die der Polo zieht, und 50 kg auf der Deichsel die zum Fahrzeuggewicht zählen. Gesamtgewicht also 705 kg, 145 kg dürfte ich noch zuladen.
Ich bin die fast 400 km von Essen zum Stover Strand (Polotreffen Hamburg) wo es ging mit 100 km/h (mit Tempomat) auf der Mittelspur an den LKWs vorbei gezogen, und das mit eingeschalteter Klimaanlage.
Der AEE hat das alles locker weggesteckt.
Der Polo 6N1 ist nun sehr weit entfernt das perfekte Zugfahrzeug zu sein, aber diesen kleinen und leichten Wohnwagen zieht er mit Bravur.
Genehmigte sich der Polo bisher voll beladen auf langen Reisen immer knapp unter 8 Liter auf 100 km, so schluckt er mit dem Wohnwagen gerade mal weiniger als zwei Liter mehr. Nach dem ersten Tanken errechnete ich 9,31 Liter/100 km.

Ich denke der Wohnwagen ist ein adäquater Ersatz für das Zelt, ich freue mich schon auf das Polosocial in England nächstes Jahr, wenns dort wieder regnet wie aus Eimern und ich es richtig schön gemütlich habe im Wohnwagen.  🙂


August 2017.

Auch in den Urlaub an die Ostsee zog der Polo den Wohnwagen zuverlässig.

Neue Gasdruckfedern für die Heckklappe(-n)

Bei manchen Sachen ist es so dass durch den schleichenden Verschleiß dieser nicht oder erst spät auffällt. Das ist beim Auto z.B. bei den Stoßdämpfern so, und auch bei den Heckklappendämpfern, also den Gasdruckfedern wie sie korrekt heissen.
Ich hatte schon seit langer Zeit bemerkt dass beim Schließen der Heckklappen an beiden Polos (19 und 20 Jahre alt) die Klappen richtig mit Wucht in die Schlösser fallen und Probleme damit haben beim Öffnen komplett auf zu gehen. Ich schob das immer auf die Kälte oder irgendetwas anderes. Nun nahm ich mich dieses Problems endlich an.
Leider bietet VW nur eine Sorte Gasdruckfedern für den Polo 6N an, und nicht wie z.B. beim T4 mehrere verschieden starke Ausführungen für verschieden ausgestattete Fahrzeuge/Heckklappen. Das liegt wohl daran dass alle 6N Heckklappen immer gleich ausgestattet sind, bzw. die 3. Bremsleuchte und ein Zentralverriegelungsschloss gewichtsmäßig keinen großen Unterschied machen. Wie viel Schubkraft die werksmäßigen Dämpfer im Neuzustand boten, ist mir leider unbekannt weil nicht aufgedruckt.
Nach etwas Belesen im Internet, kaufte ich bei ebay zwei Sätze Gasdruckfedern vom Hersteller Stabilus. Diese bieten eine Schubkraft von 330 N, was in etwas einer Schubkraft von 33 kg entspricht. Für ein Paar zahlte ich 25 Euro.
Ich kann diese wirklich empfehlen, nach leichtem Öffnen fahren sie den größten Teil bis zur kompletten Öffnung von alleine auf. Dazu kommt dass die Heckklappen nicht mehr so stark ins Schloss fallen, dass mir fast die Dashcams von den Heckscheiben abfallen.
Also eine Kaufempfehlung bei altersschwachen Gasdruckfedern beim Polo 6N.

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Dashcams für beide Polos

Februar 2014.

Seit einem kleinen Unfall mit dem blauen Polo vor einigen Jahren, bei dem man zum Glück die Schuldfrage noch vor Ort klären konnte, dachte ich immer öfter über die Verwendung einer Dashcam nach. Auch wenn die rechtliche Frage in Deutschland nicht endgültig und eindeutig geklärt ist, so halte ich eine Dashcam zum eigenen Schutz für sinnvoll und legitim.
Nur für den Fall eines Unfalls, nicht zum Aufzeigen von Fehlverhalten anderer.
Seit einiger Zeit hatte ich mich nun im Internet schlau gemacht über Dashcams. Die Preise gehen los bei unter 20 Euro, und gehen hoch bis in den mittleren dreistelligen Bereich.
Ich wollte eine vernünftige Dashcam die ordentliche Qualität, Ausstattung und Bildqualität bietet, und sich dabei schön versteckt verbauen lässt.
Ich stieß bei meinen Recherchen u.a. auf die englische Seite techmoan.com, auf der eine Privatperson u.a. Dashcams testet, und die wirklich ausführlichen Tests als Videos auf seiner Seite online setzt.
Zum Zeitpunkt als diese Dashcam „iTracker mini0801“ dort getestet wurde, war diese die beste jemals dort getestete Dashcam.
In Deutschland bot die norddeutsche „Adam GmbH“ diese Dashcam über Amazon an.
Die Menüführung und die Bedienungsanleitug waren bei diesem Anbieter sogar in deutscher Sprache.
Da ich wechselweise zwei Polos fahre, und ich an jedem Polo eine Dashcam jeweils vorne und hinten haben wollte, musste ich also vier dieser Dashcams kaufen, dazu jeweils eine 32GB MicroSD Karte.

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Die Ausstattung ließ bei mir keine Wünsche offen.
Die Größe ist sehr gut geeignet für den versteckten Einbau,
FullHD 1920×1080 bei 30 Bildern pro Sekunde, Aufnahmewinkel 135°, Speicherformat mp4 mit H264 Codec und und und. Viel zu viel um es hier aufzulisten.
Die aufgezeichneten mp4 Videodateien kann man sich entweder ganz normal im Videoplayer anschauen, oder mit spezieller Software weiter auswerten.
In der mp4 Datei sind zusätzlich noch die GPS Daten, die vom GPS Empfänger im Dashcamsockel während der Fahrt empfangen werden, gespeichert.
Selbst die Uhrzeit wird via GPS aktuell gehalten, man muss nur die Zeitzone einmalig einstellen (+/- 1, 2, 3, 4 Std. etc.), beim ersten GPS Empfang geht die Uhr dann sofort richtig. Somit gehen dann zwei in einem Fahrzeug verbaute Dashcams von der Zeitanzeige her direkt synchron.

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Meine favorisierten und durch Rumprobieren für mich am besten empfundene Einstellungen sind unter anderem: Loopaufzeichnung in 5 Minutenblöcken, höchstmögliche Bildauflösung, Tonaufzeichnung deaktiviert, Anzeige der Geschwindigkeit ausgeblendet, automatischer Aufnahmebeginn bei Motorstart (bei Anlegen der Betriebsspannung) nach 10 Sekunden, Aufnahmestop bei Motorstop (bei Wegnahme der Betriebsspannung) nach 30 Sekunden, Einblendung von Datum und Uhrzeit, Displayabschaltung nach einer Minute, und diverse weitere sinnvolle Einstellungen.
Dies sind nur einige wenige von sehr vielen Einstellungen die man in der iTracker mini0801 vornehmen kann.

Da ich alle Cams fest verbauen wollte, hielt ich einen festen Anschluss für besser als den über die mitgelieferten Kabel mit wuchtigen Mini USB Steckern.
So zerlegte ich den Sockel mit der Kontaktplatine und der GSP-Platine, und führte die Anschlüsse für die 5V- Spannungsversorgung durch eine extra gebohrte Öffnung heraus.

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Da beide Polos über die Polo 6N2 Windschutzscheibe mit Regensensor und automatisch abblendbarem Innenspiegel verfügen, liegt vom Innenhimmel zum Spiegelfuß bereits ein kleiner Kabelkanal, den ich mitnutzen konnte. Außerdem ist der Spiegelfuß beidseitig mit Abdeckungen verkleidet statt massiv ausgeführt.
An diesen Abdeckungen montierte ich kleine V2A Winklelblechstreifen zur Montage der Dashcamsockel.
Normalerweise wird der Sockel mit dem integrierten GPS Empfänger von innen an die Windschutzscheibe geklebt.
Ich wollte vermeiden dass man die Montage von außen erkennen kann. Klebt etwas von innen an der Oberfläche der Scheibe, so kann man dieses von außen leider hervorragend erkennen, außerdem bleiben Luftbläschen zwischen Doppelklebeband und Scheibe nicht aus.
Zusätzlich war das mitgelieferte Doppelklebeband hellgrau, das sähe man dann erst recht sehr gut von außen.
So ließ ich mir diese Lösung mit berührungsfreier Montage mit wenigen mm Entfernung zur Windschutzscheibe, und trotzdem weiterhin freier Sicht in den Himmel einfallen.

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Etwas professioneller Klebstoff und ein weiteres zusätzliches Loch…

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und der Dashcamsockel hat seinen Halter und die Spannungsversorgung von außen nicht sichtbar an der Innenspiegelfußabdeckung.

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Beim schwarzen Polo sieht das so aus, falls man von außen auf den ersten Blick überhaupt etwas erkennen kann.

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Und so sieht es am blauen Polo aus. Hier spiegelt die Scheibe weniger weil der Himmel weniger bewölkt ist.

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Das Dreierpack aus Dashcam, Regensensor und dem automatisch abblendbaren Innenspiegel.
Da der Regensensor sich logischerweise im Wischbereich der Scheibenwischer befindet, hat die daran angebrachte Dashcam somit auch immer freie Sicht.

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Die Dashcams vorne sind schön vor bzw. vom Fahrersitz aus hinter dem Innenspiegel versteckt.
An der Spiegelung des Sockels in der Windschutzscheibe kann man den Abstand zwischen Sockel und Scheibe gut erkennen.

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Die einzige Einschränkung ist dass der Innenspiegel sich nun nicht mehr großartig nach rechts einstellen lässt. Aber damit kann ich mehr als gut leben, weil außerdem der Innenspiegel auch sonst mit der rechten Sonnenblende in Berührung kommt wenn diese heruntergeklappt wird.

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Keine herumbaumelnden Leitungen oder sichtbaren Saugnäpfe, noch nicht mal die Dashcam selber ist vom Fahrersitz aus zu sehen.

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Für die Heckscheiben musste ich mir etwas anderes einfallen lassen.
Ich ließ mir aus schwarzer Klebefolie Streifen ausplotten die so breit sind wie der Dashcamsockel breit ist.

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Ich musste auch hier die Dashcam im Wischbereich des Heckscheibenwischers plazieren, von der Höhe her so, das die Kamera genau zwischen den untersten beiden Heizdrähten hindurch filmt. Das ist die niedrigste Höhe im Wischfeld, ohne einen Heizdraht direkt vor der Linse zu haben.
Da die Dashcam sich leider nur um 90 Grad drehen lässt, und zwar so dass der Sockel sich entweder genau vor oder genau über der Dachcam befindet, mit mehreren Arretierungen dawischen, kam eine direkte Klebemontage auf der oberen Fläche der Heckklappeninnenverkleidung leider nicht in Frage. Auch andere Lösungen wie z.B. ein Blech von der Heckklappeninnenverkleidung hoch bis über die Dashcam, kam aus Vibrationsgründen nicht in Frage.
So blieb mir nichts anders als diese Lösung, bei der der Sockel nun von innen auf die Scheibe geklebt wird, und die schwarze Klebefolie den Sockel und das helle Doppelklebeband verdeckt und auch die Leitungen von der Dashcam herunter bis hinter die Heckklappeninnenverkleidung verdeckt.
Diese Folie ist hier das einzige was auf der Innenseite der Scheibe klebt, und somit von außen sichtbar ist. Die Dashcam selber ist wie vorne nur sehr schwer auf den ersten Blick zu erkennen.

Hier beim schwarzen Polo.

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Viele Luftbläschen verschwanden mit der Zeit von alleine.

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Auch hier keine herumbaumelnden Leitungen oder sichtbaren Saugnäpfe.

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Und hier beim blauen Polo.

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Die Spannungsversorgung sieht folgendermaßen aus.
Die Spannungswandlerplatine von 12V- auf 5V- im Anschlussstecker kam extern in Schrumpfschlauch. Selbstverständlich beidseitig mit VW Steckern steckbar gemacht für z.B. den Reparaturfall. In der Zuleitung zu der Spannungswandlerplatine ist eine „fliegende“ Sicherung mit 500 mA verbaut.

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Nun wollte ich nicht nur bei eingeschalteter Zündung die Dashcams laufen lassen.
Ich wollte ebenfalls die Möglichkeit haben die Dashcams komplett aus zu schalten, sowie sie dauerhaft ohne eingeschaltete Zündung, zum Beispiel auf einem Parkplatz, laufen zu lassen.
Im Betrieb wenn das Display nach einer Minute ausgeschaltet ist, hat diese Dashcam eine Leistungsaufnahme von, von mir selbst gemessenen, 3 Watt.

Beim Polo 6N1, egal ob alte ZE oder neue ZE, befindet sich an der A-Säule auf der Fahrerseite ein 4 poliger Anschlussstecker für die Innenleuchte (alte ZE = T4d, neue ZE = T4b).
An diesem Stecker ist Dauerplus (alte ZE = 15A, neue ZE = 5A abgesichert), Zündungsplus (alte ZE = 15A, neue ZE = 5A abgesichert), Masse und Türkontakt vorhanden (nur Dauerplus, Masse und Türkontakt gehen hoch zur Innenleuchte).
An diesem 4poligen Stecker griff ich Dauerplus und Zündungsplus für die Dashcams ab.
Masse gibt’s vorne am Innenhimmel vom Schiebedach und in der Heckklappe vom Scheibenwischermotor.

Diese kleinen Wippschalter von Marquardt boten mit ihren drei Stellungen genau die Funktionen die ich wollte.

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Beim blauen Polo mit neuer ZE baute ich die Schalter für beide Dashcams, wie die Dashcams selber, versteckt ein.
In der Verkleidung vor der Zentralelektrik montierte ich diese, mit einem Plastikgehäuse rückseitig isoliert…

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und mit einem VW Stecker steckbar gemacht, sieht man die Schalter erst…

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wenn man weiß wo sie sind.

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Trotz der Montage an diesem Ort vor der kleinen Serviceklappe zur ZE hin, kann diese Klappe ganz normal geöffnet werden, ohne damit an die Schalter zu kommen.

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Beim schwarzen Polo mit alter ZE sieht es im Bereich vor der Zentralelektrik komplett anders aus. Auch hier wollte ich die Schalter versteckt einbauen.
Ich nahm ein Leergehäuse, die gleichen Schalter, den gleichen VW Stecker…

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etwas Klettband…

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und nun sieht man auch hier die Schalter erst wenn man weiß wo sie sind.

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Ich denke dass ich diesen Einbau der vier Dashcams in meine beiden Polos recht clever und elegant gelöst habe.
Eine spurlose Rückrüstung würde mich nur zwei neue Abdeckungen für die Innenspiegelfüße, sowie eine neue Verkleidung für vor der Zentralelektrik beim blauen Polo kosten.

Ich hoffe dass ich nie wirklich in die Situation komme, die Aufzeichnungen der Dashcams auswerten zu müssen.

Fertigstellung Verdrahtung VDO Compact Tempostat

Oktober 2014.

Vor längerer Zeit verbaute ich den VDO Compact Tempostaten in meinem Polo.
Die Montage kann man hier sehen, die Funktionsweise hier.
Die Verdrahtung geschah einige Jahre zuvor beim Umbau des Motorraumkabelbaums auf einen mit werkseitiger Klimaanlagenverdrahtung und anderen Sachen die ab Werk nicht im Polo verbaut waren.
Die Verbindungen zum Tachosignal, zur Masse, zum Brems- und Kupplungspedalschalter wurden noch im Motorraumkabelbaum hergestellt, alle anderen gingen als Einzelleitungen zur (alten) Zentralelektrik.
Den Kabelbaumlänge zur GRA schätzte ich damals nur grob, nach dieser Länge verbaute ich die GRA letztendlich.

Was nun die letzten Jahre fehlte, und was mich tierisch nervte, behob ich heute nach vielen Jahren endlich. Die frei liegenden Leitungen vom Wasserkasten zur GRA unter Einbeziehung aller bereits vorhandenen Leitungen anderer Systeme.
Das ganze mit originalem Material.
Nicht wirklich der Rede wert, aber für mich wieder ein Detail.

So sah es jetzt viele Jahre aus. Nicht schön.
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Das Suchen und Finden einer Quelle für die ganzen Schläuche (mit Zubehör wie T- und Y- Verteilern, Endkappen, Haltern für Gewindebolzen und Löcher) nahm dabei ein vielfaches an Zeit in Anspruch als das Verbauen der Teile im Polo.
Nun habe ich auch erst mal genug Teile für die Zukunft, sollte ich noch mal in einem Motorraum etwas verdrahten oder eine Verdrahtung ändern.
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So sieht nun das Ergebnis aus, wesentlich ordentlicher und sauberer als vorher.
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Pimp my Flipkey / Klappschlüsselumbau (2)

September 2014.

Da ich ja am schwarzen Polo die seit 1997 verbauten originalen britischen Revolution Wheels fahre, dessen Emblem ich ja schon in einer besonderen Art und Weise auf den Felgendeckeln habe, kam ich nun auf die Idee das Revolution Wheels Emblem auf den VW Klappschlüssel des Polo zu bringen. Am liebsten mit 3D Effekt wie bei den originalen VW Klappschlüsselemblemen.

Einen originalen Felgendeckelaufkleber gescannt und einfach mit Paint Kratzer und Macken entfernt.
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Dann zum Aufklebermacher mit der Datei.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Mit einer transparenten Schutzschicht versehen und somit gegen Kratzer geschützt, trudelten die Aufkleber kurz darauf bei mir ein.
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Vorher und Nachher.
Fertig ist ein Einzelstück von Klappschlüsselemblem.
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Link zum Klappschlüsselumbau Nummer 1.

Happy Birthday – Jetzt ist er volljährig

Happy Birthday!

Heute (18.09.2014) vor genau 18 Jahren rollte mein Polo aus der Produktion in Wolfsburg.
Eine Woche später wurde er vom Händler auf mich erstzugelassen, am Folgetag holte ich ihn als Neuwagen ab und war stolz wie Oskar.
In 18 Jahren und 193 tkm hat mich der Polo nicht wirklich oft im Stich gelassen, wenn, dann wegen dem üblichen was als Polo6N-Krankheit bezeichnet werden kann, Brücke vorm Thermostat weggebrochen, Zündtrafo N152 defekt, Kühlmitteltemperaturgeber G62 defekt.
Mittlerweile habe ich sehr viele Sachen nachgerüstet, die ich entweder nicht ab Werk bestellen konnte oder wollte, oder die es beim Polo einfach nicht gab.
Ich lege viel Wert darauf dass er so aussieht wie er schon in den 90ern aussah, und dass das Zubehör auch aus dieser Zeit und OEM oder OEM+ ist.
Viel von dem was ich dem Polo angetan habe (legales und illegales) habe ich schon wieder rückgängig gemacht, das waren Dummheiten aus Unwissenheit und jugendlichem Leichtsinn.
Mal sehen ob das Benzin noch weiterhin so halbwegs bezahlbar bleibt, dass ich mit diesem Polo noch ein H-Kennzeichen ergattern kann. 🙂
Ich habe es nie bereut diesen Kleinwagen gekauft zu haben.
Auf Grund dieses Polo haben sich meine Schwester und meine Eltern ja auch einen 6N gekauft.
Auf die nächsten 18 Jahre.

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Einbau einer 6N2 GTI Leuchtweitenregulierung im 6N1

Juli 2014.

Schon lange, genauer gesagt seit Anfang des Jahrtausends, als Rene sich den 6N2 GTI mit zu den Xenonscheinwerfern gehörender automatischer Leuchtweitenregulierung gekauft hatte, war ich heiß auf diese Art von Leuchtweitenregulierung.
Als nettes Gimmick und als kleine Herausforderung das bei meiner normalen Halogenbeleuchtung mit Werksscheinwerfern und manueller Leuchtweitenregulierung auch mal nachzurüsten.
Der Sensor selber mit Gestänge und komplettem ALWR-Kabelbaum lag nun auch schon einige Jahre im Keller herum.

Halter, Aufnahme, Abschirmblech und Gestänge gesandstrahlt und ab zum Pulverbeschichten.
Argh *hmpf* … nicht an die Plastiklager im Gestänge gedacht, diese zerflossen beim Einbrennen der Beschichtung.
Neues Gestänge her von VW (36 €). Dieses Mal von einem Halterahmen aus Schweißdraht gehalten, so dass kein Teil an den Plastiklagern zerrt mit dem eigenen Gewicht.
Wieder argh *hmpf* … naja jetzt wusste ich das mit den Plastiklagern zwar, aber ich weiß auch nicht was ich mir da gedacht habe.
Neues Gestänge her von VW (36 €). Dieses Mal mit Acryllack lacken lassen.
Alle Schrauben aus VA genommen, weil da unten unterm Auto gerne mal alles verrottet.
Einen Lichtschalter ohne LWR aber mit den von mir benötigten Anschlüssen für Nebelscheinwerfer, Tagfahrlicht und Scheinwerferreinigungsanlage sowie roter Beleuchtung besorgte ich mir auch schon vor Jahren für kleines Geld bei ebay.

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Ein Bild das mir die Position des Lochs unter der Rückbank im 6N2 GTI zeigt, kam vom Marc.
Aus selbstklebendem Etikettenpapier am Computer eine exakte Bohrschablone angefertigt, und an der geeignetsten Stelle aufgeklebt …

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… mit dem Schälbohrer die beiden größten Löcher gebohrt und den Rest gefeilt.
Entgratet, die Kanten versiegelt und den originalen Kabelbaum durchgezogen.
Die Gummitülle passt perfekt und das von außen kommende Kabel brauchte ich nur noch am achtpoligen Stecker einstecken. (bereits 2010 im Innenraumkabelbaum an das Bordnetz angeschlossen, musste nur noch hinter der Zentraleketrik gegen den Kabelbaum vom LWR-Regler im Lichtschalter am vierpoligen roten Stecker hinter der Zentralelektrik umgestöpselt werden)

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Da ich weder eine Bühne, noch eine Grube zur Verfügung habe, musste ich mir eben mit zwei Wagenhebern und Sicherungsböcken behelfen.
Dass ich zum Einbau der Aufnahme (das Metalldingen mit den beiden Gewindebolzen) die Hinterachse an der linken Aufnahme aushängen musste, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Die Achse ist einfach im Weg um die Aufnahme von hinten durch die beiden Löcher zu stecken.
Schön dass selbst der 6N1 Polo die Aufnahmelöcher an der Hinterachsaufnahme und die Halteösen an der Hinterachse hat.
Diese zeugen noch von der Zeit in der der 6N1 Polo mit lastabhängigem Bremskraftregler ausgeliefert wurde bei Fahrzeugen ohne ABS. Das hat VW dann einfach so beibehalten, und beim Polo 6N2 GTI konnte man diese Halterungen super weiter verwenden.

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Als dann alles fertig verbaut war und der Polo wieder auf allen vieren stand, bemerkte ich nur einen zeigefingerdicken Abstand zwischen dem oberen Ende des Gestänges und dem Blech unter der Rücksitzbank.
Klar, der Polo ist ja auch schon tiefergelegt.
Das kann man zwar alles im Niveausensor ausgleichen indem man die jetzige Höhe als „Normal Null“ – Höhe programmiert, aber sobald ich den Polo weiter belade oder er stärker einfedert, kommt das Gestänge an das Blech unter der Rückbank.
Das wiederstrebte mir, das ALWR Gestänge hat kein Blech zu berühren.
Neues Gestänge her von VW (36 €). Ca. 2,5 cm gekürzt, mit der Spraydose lackiert und gegen das normal lange Gestänge ausgetauscht.
Nun kann der Polo noch richtig beladen werden und auch weiter einfedern, ohne dass das Gestänge irgendwo dran kommt.

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In der Garage mit dem LWR Regler im Lichtschalter die Scheinwerfer auf höchste Position gefahren, Hell-Dunkel-Grenze auf Pappe angezeichnet, vierpoligen roten LWR Kabelbaum hinter der Zentralelektrik auf ALWR-Kabelbaum umgestöpselt und von diesem Moment an waren die Stellmotoren der Halogenscheinwerfer an den Niveausensor angeschlossen.
Adresse 55 für Leuchtweitenregulierung –> Funktion 04 für Grundeinstellung –> Anzeigegruppennummer 001 für Grundposition der Stellmotoren –> Scheinwerfer manuell auf angezeichnete Positionen verstellt –> Anzeigegruppennummer 002 fürs Lernen dieser Position als „Normal Null“ – Höhe –> fertig.
Messwerteblock 1 zeigt die Spannungsversorgung am Niveaugeber über Klemme 15, Spannung der Leitung fürs Abblendlicht Klemme 56b, und die Spannung an den Stellmotoren (Signalleitung vom Niveaugeber zu den Stellmotoren, je kleiner die Spannung umso tiefer die Scheinwerfer) an.
Messwerteblock 2 zeigt den Winkel des Niveaugebers hinten, den Neigungsgrad und die Geschwindigkeit an.
Wird das Fahrzeug nun auf der Hinterachse beladen, verändert sich der Winkel des Niveaugebers, der Neigungsgrad wird errechnet und erst nach einer größeren mehrsekündigen Verzögerung (Dämpfung) an den Stellmotoren kompensiert.
Diese quasistatische LWR korrigiert eben Neigungsänderungen nur aufgrund von lang anhaltenden Karosserieneigungen durch Beladungsänderungen, nicht aufgrund von Straßenunebenheiten, kurzzeitigen Ein- oder Ausfederns.

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Dieses Kabelbäumchen vom LWR-Regler im Lichtschalter zum vierpoligen roten Stecker (zum Motorraumkabelbaum –> Frontendzentralstecker –> Stellmotoren) hinter der Zentralelektrik, hat nach 18 Jahren nun ausgedient.
Der dort nun eingesteckte Kabelstrang vom achtpoligen Stecker unter der Rückbank kommend, versorgt die 6N2 ALWR nun mit Masse, 56b und der Anschlussleitung zu den Stellmotoren.

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Alten Lichtschalter mit manueller LWR raus und neuer ohne LWR rein.
Die rote Beleuchtung und die Funktionen für Nebelscheinwerfer, Tagfahrlicht und Scheinwerferreinigungsanlage bleiben erhalten.

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Nun ja, jetzt hat mein Polo die schwedische Scheinwerferreinigungsanlage, und eine automatische Leuchtweitenregulierung.
Mal sehen auf was für Dummheiten ich als nächstes komme. Hella bietet so schöne Nachrüstscheinwerfer in Xenon- und LED Technik an…… und der Polo ist ja erst 18 Jahre alt….

Funktion 03 Stellglieddiagnose mit Senken und anschließendem Anheben der Scheinwerfer.


Zum Schluß noch Innenansichten des Niveaugebers:

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Pimp my Flipkey / Klappschlüsselumbau (1)

Juli 2014.

Seit vielen Jahren hatte ich am Lamborghiniklappschlüsselvorderteil eine originale Audi 4 Tasten-Sendeeinheit, durch Austausch der Platine (315 MHz gegen 434,42 MHz) mit Übernahme des 4ten Tasters + SMD Widerstand, komplett und voll funktionstüchtig mit allen vier Kanälen im schwarzen Polo in Betrieb.

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Nun habe ich A die komplette Elektrik durch Umbau der Kabelbäume im schwarzen Polo umgebaut, weswegen ich nur noch die Funktionen AUF und ZU benötige… und B habe ich an der Elektrik meiner Wohnung ebenfalls vieles umgebaut, wofür ich nun die 4 Kanal Fernbedienung brauche (AUF = Haustürsummer, ZU = Treppenhauslicht an, Kofferraum = Wohnungstür verschließen und Panik = Wohnungstür öffnen (Schnapper einziehen) über ELV KeyMatic IQ+ Interface mit Wohnungstürschlüsselbart  (Abus Flachwendeschlüssel) im Klappschlüssel für Wohnungstür und zwei Kellerräume (Schließungsangleichung)

Also Ersatz mit 2 Tasten gesucht, ob mit oder ohne Paniktaste (da keine Alarmanlage vorhanden, geht beim Betätigen der Paniktaste nur die Warnblinkanlage für 20 Sekunden an) war mir eigentlich egal, die neue Sendeeinheit sollte nur richtig und vernünftig zum Vorderteil passen.

Der erste Versuch bei ebay mit einem Nachbau eines 2 Tasters mit Paniktaste schlug in sofern fehl, dass die Passgenauigkeit für meine Begriffe zu Wünschen übrig ließ.

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Der zweite Versuch bei ebay mit einer als Originalteil angepriesener 2 Kanal Sendeeinheit ohne Paniktaste schlug aus dem selben Grund fehl.
Ich wusste gar nicht dass China nun auch schon die Sendeelektronik nachmacht.

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Der dritte Versuch (mal nicht bei ebay) mit einer wirklich originalen und sehr seltenen 2 Kanal Sendeeinheit mit Paniktaster aus dem Hause Audi war endlich erfolgreich.
Meine 4 Kanal Sendeplatine mit abgelötetem Kofferraumtaster rein, und statt der für diese 315 MHz Platine benötigten zwei 3 V (CR1620) Batterien eine 1 Cent-Münze zusammen mit nur einer 3 V (CR1620) Batterie rein (in die 433,92 MHz und 434,42 MHz Sender kommt normal immer eine 3 V Batterie (CR2032) rein), und endlich war auch dieser Umbau erledigt.
Die Passgenauigkeit ist wie bei VW/Audi etc. gewohnt sehr gut.

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Schön dass das Baukastenprinzip auch hier angewendet werden kann, alle Typen von Sendeplatinen passen in alle Typen von Klappschlüsseln, man kann sehr gut OEM Klappschlüssel nachrüsten/umbauen/pimpen, egal ob VW, Audi, Seat, Skoda oder Lamborghini.

Link zum Klappschlüsselumbau Nummer 2.

Zweiter Test 6N2 Schiebedach im 6N1

Nachdem der erste Test mit dem 6N2 Schiebedach in meinem 6N1 erfolgreich verlief, nun der zweite Test in Verbindung mit den 6N2 Fensterhebern nach komplett umgestrickter Elektrik im Polo.
Hier nun mit der Komfortschließung via ZV bzw. FFB.