Archiv der Kategorie: Allgemein

vacation – thru the highlands to the islands, a roadtrip to the edge

Ach manchmal hören sich Sachen in englischer Sprache einfach besser an.
Wie ließt sich das denn, „Urlaub – Durch das Hochland zu den Inseln, ein Roadtrip an den Rand“, ne dann lass ich das lieber so auf englisch stehen.

April bis Juli 2025.

Im Vorjahr war ich, bis auf die vier Wochen im Herbst auf dem üblichen Campingplatz an der Ostsee, nicht mit meinem Gespann auf Reisen.
Das lag zum größten Teil an der Teilrestaurierung meines Alltagspolos, ich berichtete.
Nun wollte ich dieses Jahr wieder raus, für mehrere Wochen raus aus dem System.
So etwas wie den Wild Atlantic Way, auf dem ich 2022 unterwegs war, wollte ich wieder „erfahren“.
Mittlerweile hatte ich in unserem Wohnwagenforum so viel über die inneren und äußeren Hebriden gelesen, dass ich da richtig Lust drauf bekam.

Die Hebriden sind laut Wikipedia: „eine Inselgruppe, bis zu 50 Kilometer vor der Nordwestküste Schottlands gelegen. Der Archipel teilt sich morphologisch wie politisch in die Äußeren Hebriden (auch bekannt als Western Isles) und die Inneren Hebriden, getrennt durch den Little Minch und den North Minch sowie die Barrapassage.“


Lizenzhinweis: KelisiHebridesmapCC BY-SA 3.0

Da viele Inseln auch viel Wasser, und viel Wasser auch viele Fähren bedeutet, war hier noch mehr Planung notwendig, als auf allen meinen vorhergegangenen Touren.
Und wenn ich Inselhopping betreibe, muss ich auch auf jeder Insel für einen Campingplatz sorgen. Deswegen begann die Planung bereits im November 2024.
Ich nahm meinen ganzen Jahresurlaub und plünderte wieder mein Gutstundenkonto.
Heraus kamen wieder genau zehn Wochen weg von der Arbeit, etwas über neun davon, genauer gesagt 65 Tage, weg von Zuhause auf Achse.
Den zeitlichen Anfang und das Ende gab der Dienstplan vor, es gab keinen örtlichen oder zeitlichen Fixpunkt, da die PoloShow nicht mehr existent, und daher kein Ziel mehr für mich war.
Ergebnis der Planung: 13 Fähren und 17 Campingplätze insgesamt.
Für solch eine Tour ist mein Eriba-Touring genau das richtige.
Vorsorglich hatte ich für diese lange Zeit genug Werkzeug und Ersatzteile für den Polo eingepackt, Drosselklappe, Zündanlagenteile, diverse Relais und Sensoren, Fühler etc. …

Ende Mai ging es dann, wie sonst auch, morgens ganz früh los in Essen-Überruhr.

Im Amsterdam’er Fährterminal wurde die DFDS Fähre „Princess Seaways“ bereits für die Überfahrt nach Newcastle in England vorbereitet.

So wartete ich mit meinem Gespann zusammen mit hunderten anderer Fahrzeuge, Gespanne, Wohnmobile und LKW darauf, an Bord fahren zu dürfen.

Für eine Nacht OK, im meinem Eriba ist es aber gemütlicher.

Stunden später ging es dann raus aus dem Hafen auf die Nordsee.

Alle an Deck um den Sonnenuntergang zu beobachten.

Ankunft in Newcastle.

Die nächste Fuhre von Passagieren wartete bereits darauf nach Amsterdam zu fahren.

Direkt wieder raus aus England, rein nach Schottland.

Mein iPad auf dem A-Brett fungierte bei diesem Roadtrip als Navi und Unterhaltungsquelle, der Ton wird über Bluetooth aufs Autoradio übertragen, und somit von den Fahrzeuglautsprechern ausgegeben.

Die „Strathclyde Campsite“ liegt bei Glasgow, auf halber Strecke in die Highlands.
Dieser „Zwischenstop“ diente rein dem Ankommen im Urlaub, der elektrischen Inbetriebnahme des Wohnwagenkühlschrankes (der braucht immer etwas) und dem Auffüllen der Vorräte, der Inbetriebnahme des Chemieklo’s… etc., einfach langsam den Urlaub starten und sich für die nächsten Wochen vorbereiten.

Und Glasgow City wollte ich auch mal erkunden…

Nach zwei Nächten ging’s weiter…

… in die Highlands,…

… die immer wieder faszinierend sind.

Glen Coe.

Die Portnadoran Caravan Site liegt an der schottischen Westküste…

… mit Blick auf die Inseln Eigg, Rum und Skye.

Einen Nachmittag ging es nochmal zurück zum Glen Coe und Glen Etive.

Pures „Fahrgnügen“.

Die Sonne ging zwischen der Isle of Rum, links, und die Isle of Skye, rechts, unter.
Einer von drei Sonnenuntergängen, die ich hier erleben durfte.

Erstmal frühstücken…

… um danach vom Mallaig Harbour aus mit Western Isles Cruises ein „1 Hour Wildlife Cruise “ zu erleben.

Die „Fisherman and Child“ Statue.

Meine ersten Fish&Chips seit Jahren.

Auch von hier aus steuern CalMac Fähren verschiedene Inseln an.
(CalMac = Reederei Caledonian MacBrayne)

Diese schöne Zeit war nach drei Nächten rum, und weiter ging’s…

… nochmal zum Mallaig Fährhafen zur gebuchten Fähre.
Ich hätte auch über die Skye-Bridge auf die Isle of Skye fahren können, aber das hätte einen Umweg von 140 km bedeutet. Dann lieber bequem auf einer Fähre in kurzer Zeit.

Na der riesige Wohnwagen vor mir ist fast so lang wie mein Gespann.

Auf diesen offenen Fähren darf man sogar im Fahrzeug sitzen bleiben.

Eine Delfinschule begleitete die Fähre.

Die Isle of Skye, die beliebteste und meistbesuchte Insel der inneren Hebriden.

Ich musste fast über die gesamte Insel…

… um zur Kinloch Campsite, am Loch Dunvegan, zu gelangen.

Der erste Tagesausflug ging an den westlichsten Punkt der Isle of Skye.

Ein Schiff der „Mein Schiff“ Flotte.
EINE Art zu Reisen, ich hab MEINE Art zu Reisen und die Freiheit erleben zu dürfen, 2017 gefunden.

Und eh man sich versieht, hat man wieder einige km zu Fuß zurückgelegt.

Blick auf Loch Pooltiel, abseits der Touristenhotspots.

Um möglichst viel von der Isle of Skye zu sehen, durfte ich mich nicht zu lange am Wohnwagen rumlümmeln.

Auch Westküste, …

… nur etwas weiter südlich.

Wer Müll und Unrat am Strand findet, kann ihn hier ablegen.

Am Horizont die Isle of South Uist, eine der äußeren Hebriden.
Sie ist auch Teil meines Roadtrips, dauert aber noch.

Ab und an trifft man sogar andere Menschen an diesen sonst so leeren Orten.

„Fahrgnügen“ auf dem Weg zum Old Man of Storr.

Der Old Man of Storr.

Die Cliffs der Ostküste der Isle of Skye vom Old Man of Storr aus gesehen.

Diese CalMac Fähre verlässt gerade das Fährterminal von Uig auf der Isle of Skye…

… nach Tarbert auf der Isle of Harris oder Lochmaddy auf der Isle of North Uist.

Eine Empfehlung, der ich nachgehen musste.

„Iss“ mal was anderes.

Das Ziel, bzw. hier geht’s nicht weiter, Elgol Beach.

Coral Beach etwas südlich vom CP.

Loch Dunvegan.

Ein Besuch der Burg Dunvegan durfte nicht fehlen.
Auch hier hört sich Dunvegan Castle auf englisch besser an.

Logischerweise auch Loch Dunvegan.

Diese beiden Bilder entstanden, als ich im Ort gegenüber bei „The Misty“ auf die Fertigstellung einer Pizza wartete.

Ich glaube die helleren Stückchen waren Haggis.

Der letzte von 5 Sonnenuntergängen hier, denn am nächsten Morgen…

… ging’s weiter…

… über die Skye Bridge,…

… northbound, sofern Straßen vorhanden waren,…

… am Loch Broom und an Ullapool vorbei…

… am Loch Lurgainn entlang,…

… sowie an Loch Bad a‘ Ghaill, Loch Osgaig und Loch Ra vorbei, zu den Summer Isles,…

… zur Port a Bhaigh Campsite.

Erstmal frühstücken.

Dann die nähere Umgebung zu Fuß erkunden,…

… und die fernere Umgebung natürlich mit’m Polo.

Das Stoer Lighthouse kann man mieten,…

… und es gibt etwas entfernt den senkrecht stehenden Felsen „Old Man of Stoer“, nicht zu verwechseln mit dem „Old Man of Storr“ auf der Isle of Skye.

Das Stoer Lighthouse aus der Ferne.

Da ich bei den Tagesausflügen recht große Entfernungen zurück lege, ist es nicht immer ganz so einfach am WW selber Mittag- oder Abendessen zu machen.
Da kam mir das „Delilah’s“ in Lochinver gerade recht. Im Urlaub darf das so.

Nach drei Nächten ging’s wieder weiter…

… weiter nördlich nach Scourie, ebenfalls an der Westküste, zum Scourie Caravan Park.
Von hier aus ist man schnell in Durness am Sango Sands Oasis Campingplatz, wo ich bereits 2018 auf einem kleinen vierwöchigen Schottland- und Südengland-Roadtrip war,
ich berichtete.
Somit dürfte ich die „North Coast 500“ innerhalb zweier Urlaube unbewusst ganz nebenbei zum Großteil mit abgeklappert haben.

Drei solche Sunsets durfte ich mir anschauen.

Die Kylesku Bridge, die zwei Landarme miteinander verbindet, die vorher durch eine Fähre miteinander „verbunden“ waren. Ohne diese Flußüberquerung müsste man fast 200 km Umweg in Kauf nehmen.

Drumbeg.

Fußläufig vom CP aus zu erreichen, Crofter’s Kitchen.

Einfach genial.

Bootsausflug mit „Kylesku Boat Tours“, neben zur „Wildlife & Wilderness“ auch zum höchsten Wasserfall des vereinigten Königreichs.

Unglaublich wo überall, von der Infrastruktur abgeschnitten, Menschen leben.

Etwas weiter weg, der bereits erwähnte „Eas a’Chual Aluinn“ Wasserfall.

Auf dem Rückweg zum Pier ging’s auch an den alten Fährterminals vorbei, die bis zur Eröffnung der Kyselku Bridge die Landesarme miteinander verbunden hatten.

Und einmal unter der Brücke durch.

Der Campingplatz hat einen eigenen Supermarkt mit angeschlossenem Pub.
Die machen da auch lecker Pizza.

Nützt alles nichts, die Uhr ändert sich sekündlich und der Kalender sich täglich, nach drei Nächten ging’s wieder weiter.

Vorbei an nie fertig gestellten Prestigebauten,…

… an wunderschönen Szenerien vorbei…

… zum Ardmair Point Holiday Park nahe Ullapool.

Ein Tipp für den Besuch Ullapools, „The Seafood Shack“.

„Iss“ mal was anderes, frittierter Schellfisch im Wrap.

Vom CP aus kann man die aus- und einfahrenden CalMac Fähren vom und zum Ullapool Fährhafen sehen. Diese hier kommt gerade aus Stornoway auf der Isle of Lewis.

Das Rhue Lighthouse, hier öffnet sich Loch Broom ins offene Meer.
Hier müssen alle Schiffe vorbei, die nach Ullapool fahren.

Nach nur zwei Nächten an diesem Ort gings auch schon wieder weiter, wieder…

… nach Ullapool, dieses mal rein in den Fährhafen.

Ich konnte in aller Ruhe die Ankunft und das Einparken der „Loch Seaforth“, von Stornoway auf der Isle of Lewis kommend, mitverfolgen, denn zuerst werden alle niedrigeren Fahrzeuge geladen.

Ja was soll ich sagen, zuhause gibt’s das in dieser Form nicht, und im Urlaub kann man das ja mal machen. Bestimmt zum letzten Mal.

Am Rhue Lighthouse vorbei geht es auf das offene Meer raus Richtung äußere Hebriden.

Einfahrt in den Hafen von Stornoway auf der Isle of Lewis.

Vom Drauffahren auf die Fähre bis zum Rausfahren waren es ziemlich genau drei Stunden.

Ich musste noch 55 km fahren, bis zur Ankunft an einem der schönsten Orte auf diesem Roadtrip.

Jetzt links ab, dann über den Hügel,…

… und ich war angekommen am Traigh na Beire Campsite.
Der wird, wie vieles andere in der Umgebung auch, von der Community betrieben, damit alle was davon haben, und nicht nur einzelne Personen. Hier leben alle vom Tourismus.

So sollte mir meine Wohndose die nächsten acht Nächte ein Zuhause bieten.

Leider gab es von diesem Stellplatz (mit Strom) aus keinen direkten Blick aufs Meer.

100 Meter entfernt hat man dann aber diese Sicht.

Der König der Uig-Schachmänner.

Teil der Westküste der Isle of Lewis.

Was hier alles so rumliegt.

Hier wird noch Torf gestochen.

Der CP aus der Ferne.

Die andere Seite von diesem Standort.

Erstmal frühstücken.

An dem Tag ging es nach Harris.

Der Scarista Bus am Scarista Beach.
Der hat eine Geschichte, einfach mal googeln.

Das südliche Ende der Insel.

Von hier aus ging es an der Ostküste Harris‘ wieder zurück.

Ab hier ist alles nur Stein und Felsen, quasi Polo on the Rocks.

Tarbert mit seinem Fährhafen. Von hier aus fahren CalMac Fähren nach Uig auf der Isle of Skye.

Hatte tatsächlich eine Quelle für richtiges Brot gefunden.

An der Nordspitze des östlichen Nebenarms von Lewis.

Hier wird verschiedensten Dingen eine Widmung gegeben für verstorbene Personen.

Nobody here – kein Körper hier.

Wirklich mitten auf Lewis.

Am CP fand ich meine nächste Frühstücksquelle.

Eine rollende Sauna war auch vorhanden.

Am Bosta Beach ging es in eine kleine Senke, wo rundherum die Schafe auf einen schauten bzw. gefühlt über einen wachten.

Am nördlichen Ende von Lewis.

„The Hebridean Way“. Sowas wie der „Wild Atlantic Way“ Schottlands, nur in sehr viel kleiner und für Leute die die äußeren Hebriden einmal komplett zu Fuß oder mit dem Fahrrad von einem Ende zum anderen Ende überqueren.

Ab und zu hatte ich auch Schmuddelwetter.

Aber mein Polo hat ja ein Dach.

Nach Stornoway selber wollte ich auch mal.

Lews Castle. (Das ist so korrekt geschrieben, da fehlt kein i)

Dieses Hochlandrind befreite ich aus seiner Gefangenschaft, es lebt ab jetzt auf meiner Hutablage.

Die haben schön still gehalten für ein Foto.

Im Nachbarort vom CP. Nur der Briefkasten ist noch in Betrieb.

Erstmal frühstücken.

Gallan Head,…

… hier hatte einst die RAF, die Royal Air Force, einen Stützpunkt.

Hier gießt und bemalt jemand kleine Chessmen Figuren, die standen wettergeschützt einfach so rum.

Ein Observationspunkt der Royal Navi aus dem ersten Weltkrieg.

Ein Teil der Uig Bay.

Das waren lange acht Nächte, und so machte ich mich auf, über zwei Stunden mit der Wohndose am Haken,…

… zum Leverburgh Fährhafen am südlichen Ende von Harris.

Da kommt die „Loch Portain“, im Dauerpendelverkehr zwischen Leverburgh auf der Isle of Harris und Berneray auf der Isle of North Uist. Und genau da ging es jetzt hin.

Jede Menge Radfahrer die dem „Hebridean Way“ folgen, vom Südende zum Nordende.
Dann haben die den Wind meistens auf Ihrer Seite, von hinten statt von vorne.

Ohne Buchung wäre für mein Gespann kein Platz mehr an Bord gewesen.

Auf der Isle of North Uist angekommen, ging es direkt zum CP.

Die Balranald Hebridean Holidays Campsite am westlichen Zipfel von North Uist.

Meine neuen Nachbarn.

Erstmal auf die Isle of Berneray.

Überall stehen hier defekte und seit Jahren nicht mehr genutzte Fahrzeuge herum, ohne Achsen und Räder…

Wenn man beim Waschen mit anschließendem Trocknen erst merkt, dass der Trockner ein reiner Tumbler ist, und keinerlei Hintze entwickelt, bedarf es einer pragmatischen Lösung.


Ziemlich mittig auf der Isle of North Uist gelegen, die Langass Woods.

Mit dieser Treppe über den Zaun gelangte ich ins umliegende Gebiet…

mit der besten Sicht über die Insel.

Von Lochmaddy aus kommt man mit der Fähre nach Uig auf der Isle of Skye.

Burger im Airfryer? Klappt.

Erstmal frühstücken.

Hier war ich für vier Nächte, bis es bei schlechtestem Regenwetter weiterging.

Ohne Fähre über den North Ford Causeway auf die Isle of Benbecula…

… zum Otters Edge Campground, dem windigsten Ort auf dem ganzen Roadtrip.
Hier war es so windig, dass ich nachts immer, und teilweise auch tagsüber, das Dach vom WW unten hatte, denn der Wohnwagen wurde dermaßen durchgeschüttelt und -gerüttelt, dass ich kaum Schlaf fand. Und im Dachstoff macht der starke Wind laute Geräusche.
An einem Nachmittag ging ich zum 3 km entfernten Co-op um Kleinigkeiten zu kaufen.
Als ich aus dem Laden kam, fing es richtig an zu schütten und ich wurde durch die Hose nass bis auf die Haut. Es hörte schnell wieder auf zu regnen, als ich wieder am WW ankam, war die Hose komplett trocken durch den Wind.

Aber vom Wind lasse ich mir die Laune oder gar den Roadtrip nicht verderben.

Hier gibt es eine große Dichte an Destillerien.

Das östliche Benbecula.

Viel „Fahrgnügen“, und kein anderer hier außer mir.

Wie im Bilderbuch…

… mit einer eigenen kleinen Brücke.

Gebucht war eine Wildlife Cuise Bootstour, die leider wetterbedingt ausfiel, wie man mir bei Ankunft im Kallin Harbour mitteilte. Und dafür fuhr ich extra wieder zurück auf die Isle of North Uist.

Also ging es wieder auf die Isle of Benbecula und direkt weiter auf die Isle of South Uist.

Hier wird noch mit Torf geheizt.

Und ratz fatz waren weitere vier Nächte rum.

Nun ging es dauerhaft über den Causeway auf die Isle of South Uist,…

… zur Kilbride Campsite.

Von wo aus ich am Folgetag endlich an der Wildlife Cruise Bootstour auf North Uist teilnehmen konnte. Es ging mit „Lady Anne Wildlife Cruises“ raus aus dem Kallin Harbour auf die Gewässer u.a. rund um die Insel Ronay, an zerklüfteten Klippen, unbewohnten Ufern, verborgenen Buchten und an einst bewohnten Buchten vorbei, um auf kleinsten Inseln lebende Rehe (sollen super Schwimmer sein) und frei fliegende Adler zu sehen.
Seehunde sowieso, die hat man ja überall an der Küste.

Die „Lady Anne“.

Mittagessen auf dem Heimweg auf Benbecula.

Hab auch mal gutes Wetter gehabt zum Ausspannen.

Blick aus dem Kilbride Cafe.

Ja was soll ich sagen, zuhause gibt’s das in dieser Form nicht, und im Urlaub kann man das ja mal machen. Bestimmt zum letzten Mal.

Die etwas andere Art einer Honesty Box, die auf Ehrlichkeit beim Bezahlen beruht.

Proviant für die nächsten Tagestouren.

Ja ne is klar.

Von South Lochboisdale aus kann man die große CalMac Fähre im Lochboisdale Ferryterminal sehen.

Die CalMac App hatte mir in der Zeit auf den Hebriden immer zuverlässig angezeigt, ob meine Fähren fahren oder komplett ausfallen.
Ich hatte Glück dass alle meine gebuchten Fähren auch fuhren.
Meine klare Empfehlung bei jeglicher Art der CalMac Fährnutzung.

Der Causeway von North Uist zur Isle of Eriskay.

Das Fußballfeld des Eriskay Football Club.

Die Flug- und Rollrichtung beim Schießen zu bestimmen, wird nicht so einfach sein.

Im Eriskay Community Shop fand ich Leckereien für den Airfryer.

Ja was soll ich sagen, zuhause gibt’s das in dieser Form nicht, und im Urlaub kann man das ja mal machen. Bestimmt zum letzten Mal.

So gestärkt ging es nach vier Nächten…

… zum Eriskay Fährhafen, um zur letzten äußeren Hebride auf diesem Roadtrip überzusetzen.

Ankunft am Aird Mhor Barra Ferry Terminal auf der Isle of Barra.

Angekommen auf der Insel hätte ich nur 10 km entgegen dem Uhrzeigersinn auf der Ringstraße zum CP gehabt, aber auf Grund einer Baustelle, musste ich die Ringstraße rund um die Insel im Uhrzeigersinn mit 7 mehr-km fahren. Es gibt schlimmeres. 😉

Castlebay, Hauptort der Insel.
Castle = Burg, Bay = Bucht, Castlebay = Bucht mit Burg.
Das ist mir nachher so aufgefallen. 🙂

Die Wavecrest Campsite liegt an der Westküste der Insel, und ist relativ neu.
Wer an solch einem Ort lebt, kann ganz einfach Geld verdienen, indem man eine Wiese am Meer in Parzellen aufteilt, Strom und Steckdosen verlegt und für Facilities sorgt, ruckzuck steht ein Campingplatz. Die Camper kommen ganz von alleine.

Bei Ankunft Fishburger.

Was hier an Schrott rumliegt, erzählt Geschichten.

Die A888 führt einmal komplett rund um den Mittelteil der Insel.

Die nehmen das hier sehr genau, hier wird nicht gerundet.

Tagestour auf die Isle of Vatersay, südlich von Barra.

Ein kleiner Hügel mit Stränden auf beiden Seiten.

An der Honesty Box konnte ich meine Vorräte an Leckereien wieder auffüllen.

Kühe am Strand?

Ja, Kühe am Strand. Die wollen auch mal Sonnenbaden.

Zurück auf der Isle of Barra.

well, that’s dedication.

An meinem Ankunftsfährhafen durfte ich miterleben, wie ein zu langer LKW nicht mitgenommen werden konnte, weil er für den verbliebenen Platz einfach zu lang war.

Auf dem Weg zur Nordspitze der Insel kommt man unweigerlich am Barra Airport vorbei.
Die Landebahn ist dessen Strand bei Niedrigwasser, weswegen sich der Flugplan täglich ändert.

Vom Cafe Kisimul in Castlebay gab es Organic Barra Lamb in Dansak mit Garlic Naan.
(Bio-Barra-Lamm mit Linsen geschmort mit Knoblauch Fladenbrot)
Man kann es dem Essen leider nicht ansehen wie lecker es war.

Die Burg in der Bucht, zu der man sich mehrfach täglich kostenlos mit einem kleinen Boot übersetzen lassen kann.

Hatte mal geschaut wie das am Hafen von Castlebay so abläuft, von hier aus verlasse ich die äußeren Hebriden wieder.

Dieser kleine Eriba Touring wird 20 bis 30 Jahre älter sein als mein 96er Eriba.

Die Fähre geht jetzt in den Schlafmodus, denn erst morgen früh wird sie den Hafen wieder verlassen.

Inzwischen kam ich an einen Flugplan des Barra Airport, und schaffte es, einem Start beizuwohnen.
Die Propeller laufen mit maximaler Leistung bei Stillstand der des Flugzeuges, wenn der Pilot die Bremsen löst, hebt die Maschine nach gefühlt 100 Metern ab. Der verursachte „Sand Blast“ wehte auf die sich hinter der Düne befindliche Straße. Da sollte man in diesem Moment besser nicht herfahren.

Castlebay Town.

Bin wieder an vernünftiges Brot gekommen.

Unterwegs bei Greim at Grinn.

Hier ging es nach fünf Nächten weiter, der Check-In in Castlebay endete um 6:10 Uhr.
Das Foto entstand um 5:22 Uhr.

Während die Fähre aufgeweckt wird, füllen sich die Wartespuren im Fährhafen von Castlebay.

Um 6:30 Uhr rollte mein Gespann auf die „Isle of Lewis“.

Langsam verschwand die Isle of Barra im Nebel.

Ja was soll ich sagen, zuhause gibt’s das in dieser Form nicht, und im Urlaub kann man das ja mal machen. Bestimmt zum letzten Mal.

Drei-3/4 Stunden nach dem Befahren der Fähre, kam diese im Sound of Mull, der Meerenge zwischen der Isle of Mull und dem schottischen Festland, an.
Weitere mehr als anderthalb Stunden fuhr die Fähre durch den Sound of Mull,…

… den Loch Linnhe,…

… den Firth of Lorn,…

… den Sound of Kerrera,…

… bis in die Oban Bay,…

… zum Oban Ferry Terminal.

Hier wollte ich direkt auf die nächste Fähre Richtung Isle of Mull.
Dafür plante ich den Fährhafen zu verlassen, draußen in einem Roundabout zu drehen, und zurück in den Hafen zu kommen.
Aber auf Anfrage stellte man mich netterweise in eine Stand-by Lane. Denn eine Fähre früher zur Isle of Mull kam gerade an und löschte ihre Ladung. Man versuchte mich auf diese frühere Fähre zu bekomme. Da rief ein netter CalMac Mitarbeiter von der Fähre rüber und frug nach der Länge meines Gespanns. Als ich mit „7,30 Meter“ antwortete, wurde tatsächlich mit einem Maßband der verbleibende Platz hinten auf der Fähre gemessen, leider kamen die nicht mehr auf 7,30 Meter, und die Fähre fuhr ohne mich.

30 Minuten später konnte ich in die reguläre Lane für meine gebuchte Fähre wechseln, und man teilte mir mit dass ich jetzt 90 Minuten Zeit hätte, den Hafen verlassen und den Ort Oban besuchen könnte. Das tat ich dann auch.

Endlich stand mein Gespann auf der Fähre.
Wieder aus der Oban Bay heraus…

… durch den Sound of Kerrera, den Firth of Lorn, den Loch Linnhe und den Sound of Mull…

… zum Craignure Mull Ferry Terminal auf der Isle of Mull.

Mein gebuchter CP war natürlich wieder am andere Ende der Insel.
Das bedeutete fast 60 km über diese…

… wunderschöne Insel. Nur Single-Track-Roads. Keine zweite Spur, alle paar hundert Meter ein „Passing Place“ um andere vorbei zu lassen. Das schraubt die Fahrzeit hoch.

Die Fidden Farm Campsite am Westende der Insel bietet sehr viele Stellplätze die nicht parzelliert sind, man soll nur aus Feuerschutzgründen selber auf sechs Meter Abstand zwischen den Fahrzeugen achten.
Das war der einzige CP auf diesem Roadtrip, auf dem man keinen Stellplatz buchen kann.

Bei meiner frühabendlichen Ankunft war die erste Reihe zum Wasser schon voll, so parkte ich mein Gespann auf der weiten Wiese,…

… bis ich am nächsten Vormittag in die erste Reihe umziehen konnte.

Auf dem Zufahrtsweg zum CP lagen die beiden am Straßenrand rum.

Fionnphort, der Hauptort an diesem Inselende, mit Pier für Fähren zur gegenüberliegenden Isle of Iona, Ausflugsbootsfahrten zur Isle of Staffa und diversen anderen Ausflugsbootsfahrten.

Fingal’s Rock am Fionnphort Beach.

Die Isle of Iona gegenüber, durch den Sound of Iona getrennt.

Auf der einzigen Straße zum Hauptteil der Isle of Mull, der A849, ging es Richtung Osten, um dann den nördlichen Teil erkunden zu können.

Ja ne is klar.

Zum Defibrillator-Stützpunkt umfunktioniert.

Der Eas Fors Waterfall.

Die Sicht auf die Isle of Ulva aus dem Croft3 bei einem Stück… ok, zwei Stückchen Schokokuchen und einer heißen Schokolade.

Tobermory, der Hauptort der Insel.

Seine farbenprächtige Häuserzeile am Hafen kann man vom Sound of Mull aus erkennen, siehe Bilder weiter oben von der Fährfahrt von der Isle of Barra nach Oban.

Eine Kirche umfunktioniert zum Restaurant.

Was manche so hinterm Haus rumstehen haben…

Ich hatte es geahnt,…

die Hörner sind als Touristenattraktion nur aufgesteckt, das eine hatte sich verdreht.
So fällt das eben auf. 🙂

Zelten mit dem Aston Martin bedeutet Zelten mit Stil.

Dieser Bock määäähte den halben Tag lang.

Auf diesem Roadtrip war dieser CP der einzige CP ohne Strom, mit dem ich den WW heizen, den Kühlschrank kühlen und alles andere mit runtergesetzten 12V betreiben würde.
Also Licht, USB-Steckdosen und Lüftung.
Da ich das bei der Planung ab Nov. 24 bereits wusste, schleppte ich vorne im Gaskasten extra eine 5 kg Gasflasche mit, die hier endlich zum Heizen des WW und Kühlen des KS zum Einsatz kam. Da die 12 V Batterie des WW nach einigen Tagen auch an Ihre Kapazitätsgrenzen kommt, lud ich diese vorsorglich zwischendurch nach.
Beim Verkabeln der AHK am Polo, verdrahtete ich auch Klemme 30 (Dauerplus) sowie 15 (Zündung) und jeweils eine dazugehörige 31 (Masse)(also zwei mal) jeweils in 4 qmm von der Starterbatterie über Sicherungen und einem Relais (für Klemme 15) zur 13 poligen Dose an der AHK.
Im Wohnwagen verdrahtete ich diese vier Leitungen vom 13 poligen Stecker zur WW-Elektrik in 2,5 qmm.
Sobald ich nun im Polo die Zündung eingeschaltet habe, bekommt die WW Elektrik die Spannung der Batterie/Lichtmaschine über zwei Leitungen mit jeweils eigener Masse.
Damit bekommt der Kühlschrank 12 V fürs Kühlen während der Fahrt, und ein Ladebooster hebt die ankommende Spannung auf 13,8 V an, und lädt damit mit bis zu 8 A Strom die Wohnwagenbatterie nach.
Deswegen brauchte ich nur den WW am Polo anschließen und die Zündung einschalten (und den 12 V Modus des Kühlschranks ausgeschaltet lassen, denn der lief ja auf Gas) und die WW-Batterie wurde nachgeladen. Für eine Stunde am Tag kann man das machen, ich fahre hier jeden Tag so viel, die Starterbatterie ist immer voll.

Die Parkplatzwächter von Fionnphort, wer nicht zahlt, bekommt Löcher in die Stoßstange. 😉

Ein Grund für die Wahl dieses Campingplatzes war der Hafen von Fionnphort nebenan.
Ich wollte schon seit langem zur Isle of Staffa mit ihrem Fingal’s Cave.
Die erste gebuchte Tour mit Staffa Trips fiel aus, auf Grund eines Seils in der Schraube. Man wurde umgebucht zur Konkurrenz Staffa Tours, die fast dieselbe Tour macht.

Mit Vollgas ging es raus, durch dem Sound of Iona auf den offenen Atlantik.

Zuerst war auch alles schön und gut, aber dann schlug die Seekrankheit bei mir zu.

Als wir vor Ort ankamen, war mir bereits dermaßen schlecht und übel, dass ich gerade noch ein paar Bilder und Videos machen konnte, um mich dann in die Horizontale zu begeben…. während alle anderen Gäste an Bord ihren Spaß hatten. Das hatte ich mir anders vorgestellt.
Normalerweise wird auch an einem Pier angelegt und man kann die Insel zu Fuß erkunden, und auch in die Höhle gehen. Da dieser Pier gerade ausgebessert wurde, fiel das Anlegen aus.
Gerne hätte ich mich auf der Insel im Gras liegend erholt, so wimmerte ich weiter von meiner Jacke bedeckt an Bord des auf und ab schaukelnden Ausflugbootes.

Dieser Anbieter auf den ich umgebucht wurde, fuhr auf dem Rückweg nicht zum Pier Fionnphort auf der Isle of Mull, sondern zum Pier der Isle of Iona.
Kotzübel dort angekommen, schaffte ich es, mir ein Ticket für über den Sound of Iona zu kaufen. Beim Laufen von Fionnphort zurück zum WW gings mir schon wieder besser, weil das Schaukeln ja weg war.

Am nächsten Tag waren vier Nächte rum, und es ging weiter.

Wieder fast 60 km zum Craignure Fährhafen über Single-Track-Roads. Die Fähre hat einen Fahrplan an den sie sich hält, und ich komme kaum vorwärts, vor allem wegen des häufigen Aussteigens zum Fotos schießen. 😉

Als der Zahlmeister im Hafen dann bei meiner leicht verspäteten Ankunft meinte „You are late“, erwiderte ich nur „I blame it on your Single-Track-Roads“. Da musste er grinsen, und das Thema war abgehakt. Die Fähre war dabei bereits beim Entladen.

Also wieder durch den Sound of Mull, den Loch Linnhe, den Firth of Lorn,…

… durch den Sound of Kerrera bis in die Oban Bay zum Oban Ferry Terminal.

Dann auf eigener Achse 120 km zur Killegruer Caravan Site auf der Halbinsel Kintyre.

Schnell gemachtes Essen nach Ankunft und Aufbau, mit Nudeln vom Vortag.

Bei meiner Planung dieses Roadtrips ließ ich den schottischen Polokollegen Andrew dieses wissen. Weil ausser dem CP bei Glasgow kein anderer CP näher war, unternahm er an diesem Tag zusammen mit seinem über 80 Jahre alten Vater ebenfalls einen Roadtrip, um mich auf der Kintyre peninsula (Halbinsel) besuchen zu kommen. Vielen Dank dafür Euch beiden.

Am nächsten Tag wollte ich die 1978 von den Wings besungene Mull of Kintyre besichtigen.
Was ein Ritt dahin zu kommen.

An diesem Parkplatz endete die öffentliche Zufahrt zum Mull of Kintyre Lighthouse.
Die restlichen 2 km ging es zu Fuß weiter.

Am Horizont kann man Rathlin Island (Nordirland) sehen, wo ich 2019 bereits war, und von wo aus ich diese Halbinsel, auf der ich hier bin, sehen konnte. Ich berichtete.

Rechts von der Mitte ist Rathlin Island, links daneben nordirisches Festland.

Das Nebelhorn.

Das ist die südöstliche Seite der schottischen Isle of Islay.
Sie ist auch Teil meines Roadtrips, dauert aber noch.

Erstmal frühstücken.

Dann habe ich auf dem Weg zur Burg Skipness, oder besser Skipness Castle, am Claonaig Ferry Terminal eine Fähre von der Isle of Arran (im Hintergrund) kommend beobachtet, wie sie über das absolut ruhige Wasser tuckert.

Der Scheißhausturm, zumindest um 1300 herum.

Durch das „Gateway“ ist die Isle of Arran zu sehen.
Sie ist auch Teil meines Roadtrips, dauert aber noch.

Das Pförtnerhäuschen.

Der letzte Tag auf dieser Halbinsel neigt sich dem Ende zu.

Hier blieb ich auch vier Nächte bevor es weiterging,…

… zum Kennacraig Ferry Terminal am West Loch Tarbert.

Was für eine alte Gurke, der typische Seelenverkäufer. Eine der älteren CalMac Fähren.

Ja was soll ich sagen, zuhause gibt’s das in dieser Form nicht, und im Urlaub kann man das ja mal machen. Bestimmt zum letzten Mal.

Die Isle of Islay voraus.

Mc Arthurs Head.

Zur Rechten die Isle of Jura.

Beinn an Oir, der höchste Gipfel auf der Isle of Jura.

Auf der anderen Seite der Insel liegt die Port Mòr Campsite.
Naja es ist eine große Wiese mit einem riesigen Football Feld, neben dem eine große Wiese für Camping ohne Strom, und hinter dem einige sehr enge vorgegebene Schotterstellplätze (Schotterkorngröße 6-8 cm) für Camping mit Strom aber ohne wirklichen Platz vorhanden sind.
Nachdem ich dort zwischen die großen Wohnmobile gequetscht wurde und aus Platzmangel nicht mal meinen Tisch neben dem WW aufbauen konnte, einigte ich mich nach einer Beschwerde mit der Empfangsperson darauf, dass ich auf einer anderen freien Wiese ohne Strom stehe und meine dreißig Pfund oder so für den Strom wieder bekomme. Es war noch Restgas in der Gasflasche. Das mit dem Strom wieder wie auf Mull.

Das Südende der Westseite der Isle of Islay.

Auch hier findet man so manche Widmung.

An der Westküste.

Dunyvaig Castle. Da der Zugang bereits eingefallen war, gibt es keine weiteren Bilder.

Die fast östlichste Stelle von Islay, rechts im Hintergrund die Isle of Jura.

Jura View Point. Auf der anderen Seite des Sound of Mull wieder die Insel Jura.

Gas war alle, jetzt alles schnell essen bevor es vergammelt. 🙂

Nach drei Nächten verließ ich bei nassestem Regenwetter auch diese Insel.

Allerdings über Port Ellen im Süden der Insel.

Da kommt der selbe Seelenverkäufer wie auf der Hinfahrt.

Noch auf dem West Loch Tarbert, kurz vor dem Anlegen der Fähre am Kennacraig Ferry Terminal entstand dieses Bild um 12:09 Uhr.

Dieses Bild im 9,2 km entfernten Claonaig Ferry Terminal entstand exakt 20 Minuten später.
Ich wusste wann ich hier sein musste und dass es knapp wird, also gab ich Vollgas.
9 km Berge hoch und runter, mehrfach in Passing Places gewartet, und das mit der Wohndose am Haken. Ich war minimal stolz, denn die nächste Fähre kam gerade an.

Mr. Bean war auch an Bord.

Die Isle of Arran. Das Sylt Großbritanniens.

Das Lochranza Ferry Terminal im Norden der Insel,…

… was bedeuten muss, dass ich einen CP am anderen Ende der Insel gebucht hatte.
Wo ich erstmal hin musste.

Angekommen am Seal Shore Campsite mit deutscher Empfangsdame.

Brodick am Firth of Clyde, größere Geschäfte, Supermärkte, Fährhafen usw…

Natürlich fuhr ich auch einmal um die Insel.

Hab’s auch mal vegetarisch versucht.

In dem Ort an dem ich ankam, in Lochranza, steht auch eine Burg, also ein Castle,
Lochranza Castle, am Loch Ranza. Das hängt doch bestimmt alles miteinander zusammen…

Eine pragmatische Lösung der fehlenden Sitzmöglichkeiten am Bus Stop.

Einfach so am Straßenrand.

Wortspielerklärung:
hedgehog = Igel
hug = Umarmung

Schwupps sind vier Nächte rum. Auf zum Brodick Ferry Terminal…

… zur letzten CalMac Fähre auf diesem Roadtrip.

Die sehr moderne Glen Sannox, benannt nach dem nördlichen Tal auf der Isle of Arran, welches ich auf der Hinfahrt durchfahren hatte, verschlang sehr viele Fahrzeuge.
Denn von hier aus geht’s zum Festland südlich, und somit außerhalb der Highlands, sogar südlich von Glasgow, mit richtig ausgebauten Straßen.

Auf einer Seite war die zweite Etage für niedrige Fahrzeuge fast voll, und wurde hochgefahren.

Ja was soll ich sagen, zuhause gibt’s das in dieser Form nicht, und im Urlaub kann man das ja mal machen. Bestimmt zum letzten Mal.

Die Inselzeit war hiermit vorbei, jetzt kommt nur noch Festland.
Mein Trost, Großbritannien ist ja auch eine Insel. 😉

Das MV (Motorvessel=Motorschiff) Alfred der Pentland Ferries.
Die schippert eigentlich oben bei den Orkneyinseln rum.

Troon Ferry Terminal, der letzte britische Fährhafen an dem ich auf diesem Roadtrip anlege.

120 km entfernt liegt die New England Bay Campsite.
Hab mir einen schönen Stellplatz ergattert.

Als Abendessen gabs nen Salat.

Fast nebenan das Museum.

Das wollte ich in den 1990ern auch mit VDO Instrumenten im Polo machen.
Mir gingen aber die zu messenden Größen aus.

Auf geht’s zum südlichsten Punkt Schottland’s…

… der Mull of Galloway,…

… mit ihrem Mull of Galloway Lighthouse.

Der Ehrenamtliche erklärte mir die Anlage zur Drucklufterzeugung für das Nebelhorn.
Drei Luftpresser (zwei laufen, einer als Reserve) pressen die Luft zusammen zu Pressluft.

Der riesige Kühlwasserbehälter.

Die Drucklufttanks.

Das Nebelhorn viel weiter unten.
Es trötet Richtung Süden. Man sagte mir, dass wenn der Wind richtig steht, das Nebelhorn noch auf der Isle of Man zu hören sei.

Hier hängen mehrere Kameras die die Vogelwelt im Auge behalten.

Blick nach Westen, zu sehen Schottland und England.
Von diesem Ort aus kann man Schottland, England, Wales und Irland mit einem Dreh des Kopfes sehen.

Der linke Monitor zeigt Livebilder der unten angebrachten Kameras.

Eine Stena Line Fähre auf dem Weg nach Belfast in Nordirland.

Zurück zum CP.

Wieder drei Nächte rum, tschüss Schottland. 🙁

308 km in Richtung englische Ostküste.

Zur Lower Wansleydale Campsite, östlich vom Lake Distrikt, wo ich 2023 war,
ich berichtete.

Dieser CP diente der reinen Wiedererlangung der Fahrtüchtigkeit und der Außerbetriebnahme des Chemieklos (letzte Leerung und Reinigung) sowie der Außerbetriebnahme (Trockenlegung) des Kühlschranks. Es war die letzte Nacht im Wohnwagen auf diesem Roadtrip.

Nach dieser Nacht ging es noch weitere 166 km zum P&O Hull Ferry Terminal am Humber.
Von dort beendete ich auch 2023 meinen England/Wales Urlaub, ich berichtete.

Auch hier reine Zweckmäßigkeit, die Bequemlichkeit und Gemütlichkeit vom Eriba ist nun vorbei.

Interessant zu beobachten, wie in mehreren Stunden viele hunderte PKW, LKW und einzelne Container an Bord fahren und gefahren werden.

Um 20:45 Uhr legte die Pride of Hull dann ab, mit Zielhafen Rotterdam.

Nun wirklich zum letzten Mal.

Gegen 14 Uhr war ich wieder zurück in Essen-Überruhr.

Der trip-Zähler zeigte 6697 km an als ich den Polo zuhause in die Garage stellte nach neun Wochen Schottland Westküste und innere und äußere Hebriden.
Neun Wochen die wunderschön waren, und keinerlei gesundheitliche Ausfälle meinerseits, oder pannenbedingte Ausfälle seitens des Gespanns hatten.

Auf den 6697 km verbrauchte mein Polo 545,74 Liter Premium Unleaded (Super ROZ 95, teilweise 97 weil 95 nur als E10 verfügbar) im Wert von 930,30 Euro.
Der Durchschnittsverbrauch von 8,15 Litern ist nur in der zweiten Nachkommastelle niedriger als beim letzten Urlaub mit dem Gespann 2023.
Ich finde den Wert klasse, wenn man bedenkt dass das komplette Gespann mit mir, der vollen Dachbox, dem vollen Kofferraum und dem vollgepackten Wohnwagen wieder an die zwei Tonnen heran kommt, und ich mein Zuhause über neun Wochen durch Schottland und über die inneren und äußeren Hebriden gezogen hatte.

Das war meine 2025er „vacation – thru the highlands to the islands, a roadtrip to the edge“.
Danke für’s Durchhalten.

Teilrestaurierung Alltagspolo 2024

Warnung!
Der hier gezeigte Inhalt kann auf 6N-Fahrer verstörend wirken.
Wenn’s zu schlimm und unerträglich wird, einfach an was schöneres denken, Darmspiegelung, Wurzelbehandlung etc….

Winter/Frühling/Sommer 2024.

2023. Mein Alltagspolo wird dieses Jahr 26 Jahre alt, und von bisherigen Hauptuntersuchungen ist mir bekannt, dass ich mich so langsam auch mal um die nicht immer sichtbaren Teile kümmern muss. Das hatte ich bisher erfolgreich vor mir hergeschoben.
Nächstes Jahr im Sommer ist die 13te Hauptuntersuchung, und ich spürte, die würde er, ohne dass ich am Polo richtig was mache, nicht bestehen.
So tat ich was völlig bescheuertes, wo ich im Nachhinein froh bin, es getan zu haben.
Ich gab den Polo in die Nachbarstadt zum Eisstrahlen von unten, um eine Bestandsaufnahme zu machen, ob er löchrig ist, bzw. wie löchrig er ist.
Und das eine Woche vor meinem Urlaub mit dem anderen Polo und dem Wohnwagen in England und Wales.
Nachdem der Eisstrahlmensch sein Gerät ansetzte, dauerte es nicht lange, und er hörte auf damit, um mich herbei zu rufen.
Ich mit einem Schrauberkumpel als psychischen Beistand hin… uns fiel beiden die Kinnlade runter.
Was sich da für Löcher unter dem Schmutz und dem ausgehärteten und bröckelnden Unterbodenschutz auftaten, war jenseits meiner schlimmsten Albträume.
Nichtsdestotrotz ließ ich die Arbeiten komplett beenden, um den gesamten Unterboden, sowie die Radhäuser freizulegen.
Dann fuhr ich den Polo nach Hause, stellte ihn in die Garage, und bereitete mich auf meinen Urlaub vor, mit der Gewissheit dass bis nächstes Jahr im Sommer etwas mit dem Polo geschehen muss, ich mich kümmern muss.

Jetzt ist es so, dass wenn man bei Kleinanzeigen oft genug nach etwas wie „Schrauberhalle“ sucht, man es irgendwann öfters automatisch vorgeschlagen bekommt.
Ich saß kurze Zeit später in meinem Liegestuhl auf dem Campingplatz in Oxford, als ich einen Vorschlag zu einem Angebot „Schrauberhallenbeteiligung, Hebebühne, Schweißgerät vorhanden“ (so in etwa) angezeigt bekam.
Nach kurzer Bewerbungs- und Vorstellungsphase, konnte ich recht schnell meine Plörren in zwei für mich leer geräumte Regale einräumen, und erstmal andere Kleinigkeiten an anderen Familienautos und diverse Sachen an der Halle (Elektrik gerade ziehen) erledigen, bis ich mich endlich Anfang 2024 nur auf den Alltagspolo konzentrieren konnte.
Das ganze in einer Halle, in der ich zwischen Schrottteilen, Leergutflaschen und anderem Müll stand und stolperte, und der Vermieter mir ständig zusicherte, aufzuräumen und dann Ordnung zu halten. Von den fußgroßen Ratten, die man öfters beim Querflitzen durch das Gebäude antraf, ganz zu schweigen.

Erstmal wollte ich das offensichtliche am Schweller der Fahrerseite beheben.
Außerdem wollte ich in diesem Zuge die linke hintere Tür gegen eine in besserem Zustand in Wagenfarbe aus dem Keller tauschen.
Keine Ahnung wie man das angeht, ich bin gelernter Elektromechaniker, Metallbearbeitung ist mir bekannt, aber das hier habe ich nicht gelernt.
Einfach machen, es solle ja nicht aussehen als käme der Polo aus der Lackiererei, Hauptsache der Rost ist gestoppt. Der Polo wird dieses Jahr 27 Jahre alt und es ist mein Daily, da dürfen Patina und sichtbare Ausbesserungen ruhig dran sein.

Also erstmal mit der Drahtbürste auf dem kleinen Winkelschleifer den Rost weitestgehend entfernt, dann Brunox epoxy drüber.

Vom Spachteln und Schleifen habe ich ebenfalls Null Ahnung (und noch weniger Bock), ich wollte das direkt in LN5Y und anschließend mit Klarlack duschen.
Ich hatte noch zwei Dosen originalen (lösemittelhaltigen) VW/Audi Lack davon, in der Halle stand ein Kompressor, und ich hatte noch das Lackierzubehör mit dem mein Vater Ende der 1980er Jahre auf dem Garagenhof seine T3 Caravelle teillackierte.

Das wurde natürlich nicht glatt, und der neue Lack wirkt anders als der originale verblasste Lack.
Für mich ausreichend.

Nun ging’s ans eingemachte. Kontaktkorrosion beim Aluminiumblech.

Ich bezweifle dass ich so die HU bestanden hätte.
Das zu sehen schmerzt.

Dass die Achse raus muss war mir von Anfang an klar. Abgelegt auf einem kleinen Hocker, dann die Bühne hochgefahren.

Je mehr man guckt, umso mehr findet man.

Ich entschied mich dazu, auch den Tank komplett zu entfernen, ich verabschiedete mich ab jetzt auch immer mehr davon, dass das eine schnelle Nummer wird. Die Halle hatte ich ja unbefristet untergemietet…

Die Kraftstoffpumpe der Standheizung am 2008 selbst gebauten Halter.


In meiner Naivität kratzte ich erst nur mit einem Stechbeitel auf kleinen Flächen den teilweise noch gut aussehenden Unterbodenschutz weg, um immer mehr feststellen zu müssen, dass Wasser und Rost sich auch unter dem gut aussehenden Unterbodenschutz ihre Wege bilden.
Schnell wechselte ich auch hier zur Drahtbürste auf dem kleinen Winkelschleifer.

Das Alublech klebte ich ca. 10 Jahre zuvor da drauf.

Diese aufgepunkteten Bolzen auf Stahlblech aus dem Internet konnte ich später super gebrauchen.

Der Halter für den Tankstutzen, eine Blechschraube wollte drin bleiben.

Kein Wunder dass da Rost ist, wenn der Unterbodenschutz im Radinnenhaus hart und brüchig ist und das Spritzwasser überall hin kommt.

Überall wo ein Bolzen wie hier aus dem Unterbodenschutz heraussteht, ist es für Feuchtigkeit ein einfaches einzudringen.

2mm Stahlblech von mir selber 3D gedengelt wie vom Metallbauer. 🙂

Und mit einem kleinen 125mm Winkelschleifer und 1mm Trennscheiben kann ich ganz gut und exakt schneiden.

Den Tankstutzenhalter auszubauen war alternativlos.

Wenn man mit einer schnell rotierenden Drahtbürste Unterbodenschutz entfernt, wird dieser auch warm und bildet solche Fäden.
So vergingen Nachmittage nach der Arbeit und ganze Wochenenden.

Für runde Löcher besorgte ich mir Ronden aus Stahlblech in den richtigen Blechstärken, besser als stundenlang selber Blechstücke rund zu machen.
Ich wollte im Zuge der Teilrestaurierung auch alle, nach der Produktion nicht mehr benötigten Löcher, schließen.


1mm Stahlblech.

Der Gewindebolzen für die Befestigung des hinteren Radhausinnenkotflügels.

Das grüne ist alles Brantho-Korrux Nitrofest.

Das lilafarbene ist alles Brunox epoxy. Da wo es dunkler wird, wandelt es den Rost um und versiegelt alles unter einer Schicht epoxy. Oder so.

Für jemanden der das nicht gelernt hat, finde ich, sind die eingesetzten Bleche recht gut gelungen.

Danach begann ich mit Sikaflex 221 alles abzudichten. Erst direkt aus der Kartusche, anschließend mit einem kleinen Pinsel verstrichen.

Die Hoffnungen auf Ordnung in der Halle schwanden Tag für Tag immer mehr.
Irgendwann machte ich mir Gedanken ob ich da wirklich dauerhaft bleiben will, oder ob ich nach dieser Sache meine Plörren nehme und abzische.

Ich kam recht günstig an Restbestände von noch haltbarem Brantho Korrux 3in1 in grau und in gelb.
Da entschied ich mich dazu, als erste Schicht alles gelb zu machen, als letzte Schicht dann grau bei Teilen wie die Bleche am Tank, sowie schwarz bei der Karosserie.
Vorteil, wenn ich Steinschläge habe, sehe ich das sofort am durch die Beschädigung leuchtenden Gelbton.

Beim Anblick des Vorderbaus, entschied ich mich nun auch dazu, diesen mit zu „restaurieren“.
Die Achse abzubekommen war schwerer als gedacht, denn eine Käfigmutter drehte durch bzw. sich mit beim Drehen der Befestigungsschraube. Diese hatte 27 Jahre Zeit festzugammeln.

Einen alten Bohrer durchs Ablaufloch gesteckt, konnte die Käfigmutter festhalten.

Diese Sachen hätten mich auch die HU gekostet, also goldrichtig vorne auch dran zu gehen.

Zwischendurch trotz Urlaubs kurz in die Firma gefahren zum Sandstrahlen kleinerer Teile.

Zwei der vier Schrauben, die die Achse am Vorderbau halten. Die linke war in der Käfigmutter festgegammelt.

Nun fasste ich den Entschluss auch vorne alles neu zu machen.

Die Trennstelle Lenkstange zur Lenkung.

Nach dem ersten Durchgang mit dem gelben Brantho Korrux konnte ich sehen wie es an einigen Stellen nicht 100%ig deckte. Daher hatte ich ab hier alles 2 x gelb gestrichen, danach war alles gedeckt. Hier Bilder nach dem ersten Durchgang.
Das ist alles reine Fleißarbeit.

Weil ich durch Zufall übers Internet an originale NOS Teile kommen konnte, nutzte ich dieses Angebot, und bestellte für beide Polos neue/NOS Anlasser, Lichtmaschinen (90A), Servopumpen und diverse andere Teile.
Der Anlasser war wirklich original neu, kein aufgearbeitetes Teil.
Manchmal muss man Glück haben.

Der Tank bekam auch eine ausführliche Reinigung.

Der Kraftstofffilter ab Werk wurde erneuert.

Die 2008 bei Einbau der Standheizung ausgebaute originale Kraftstoffpumpe kam, wegen geringerer Laufleistung, wieder in den Polo. Von der damals vom Schlachtfahrzeug mit übernommenen Kraftstoffpumpe demontierte ich das dünne Ansaugröhrchen, und montierte es in die originale Kraftstoffpumpe.


SIFF AHOI !!!

Die beiden neuen/NOS 90A Lima’s für beide Polos.

Direkt eine Sammelbestellung getätigt.

Ne das muss alles neu, sonst wäre das eine der nächsten Baustellen.

Eine versteckte und mir unbekannte Nummer auf dem Längsträger vorne links.
Inzwischen nutze ich auch neben der Drahtbürste auf Winkelschleifer einen Bandschleifer für Einhandbedienung.

Auch hier wieder alles abgedichtet.

Eine Dreckshalle, inzwischen hatte ich mich dazu entschlossen, nach dieser Sache mit dem Polo, die Halle aufzugeben.
Das ganze bis Ende August, bis dahin sollte er fertig und mit neuer HU versehen sein.

Jetzt ging es los mit Brantho Korrux 3in1 in schwarz, auch mindestens zwei Schichten übereinander, denn nach einer Schicht schien der Gelbton noch minimal durch.

Zwei von vier Stopfen, die ich nur erneuert hatte, statt deren Löcher zu zu schweißen.

Nicht überall war Rost, so wurde es 1997 in Pamplona Spanien ausgeliefert.

Die anderen beiden der oben erwähnten vier Stopfen.

Die brachen beim Ausbau weg wie Knäckebrot.

Die runden und wirklich sehr stabilen Verstärkungsbleche für korrodierte Löcher im Alublech gibt’s im Internet.

Was auch Aufmerksamkeit brauchte, waren die Bremsleitungen.

Der Halter für den Tankstutzen wurde wieder angeschweißt und versiegelt.

Die Antriebswellen waren nun auch dran.

Vieles was neu musste weil vergammelt.

Nach der Brunox epoxy Behandlung nutzte ich einen Acryllack für die Antriebswellen, dieser ist sehr widerstandsfähig.

Die Achsschenkel/Radlagergehäuse wurden auch komplett überarbeitet.

Die Achse wurde gesandstrahlt, wo der originale Lack beim Strahlen hielt, durfte er nun auch drauf bleiben. Auch hier kam anschließend der schwarze Acryllack drauf und hinein.

Neue Radlager dank hydraulischer Presse eines netten Hallennachbarn.

Manchmal sind ausrangierte Teile doch noch nützlich.

Ebenfalls widmete ich mich der Servolenkung.

Brunox epoxy und danach der schwarze Acryllack.

Servopumpe alt und neu/NOS. Die Riemenscheibe musste ich übernehmen.

Inzwischen waren alle Bremsleitungen entrostet und mehrfach neu lackiert, und wurden dann endlich fertig verbaut.

Ich habe die guten alten Rep.-Leitfäden auf Papier noch im Keller gefunden, zum Glück kann ich schlecht was wegschmeißen.


Jetzt gings ans Lackieren.
Vollschutz angezogen, also der Polo und ich, alles schön vorbereitet um den lösemittelbasierten LN5Y Originallack aufzutragen, was auch recht gut gelang.
Irgendwer sagte mir dass man auf Brantho Korrux 3in1 direkt lackieren kann, man es quasi als Grundierung und Füller nutzen kann.

Das Lackieren funktionierte super.
Das mit dem direkt auf Brantho Korrux 3in1 zu lackieren mag ja stimmen, aber ich hatte nicht bedacht, dass mein LN5Y Lack lösemittelbasiert ist, die Lösemittel also das Brantho Korrux angreifen, und diesen so reagieren lassen.

Also alles wieder komplett runter da wo es hinterher blau sein soll, ich besorg mir dafür was anderes als Grundierung.

Die Längsträger bekamen eine neue Schicht Wachs.
Die Kotflügel ebenfalls. Ich hatte mir eine Dose Brantho Korrux 3in1 in einer Farbe bestellt, die sehr ähnlich der Farbe des Polos ist, damit konnte ich einige sichtbare Stellen ausbessern, wo es sich nicht lohnt zu lackieren.

Dann wurden die Kotflügel montiert und innen vervollständigt.

Zweiter Versuch mit einer anderen Grundierung mit Füller.

Das lief schon besser.

Das Auspuffhitzeschutzblech am Tank wurde 2 x mit grauem Brantho Korrux 3in1 lackiert.

Die Schraube am Halter des Tankstutzens muss Fahrzeugmassepotential haben, damit es beim Tanken nicht zu einem Funken durch statische Aufladung kommen kann.

Weiter geht’s mit dem Zusammenbau.

Die alte Achse war knusprig wie ein Crossaint, bei ebay fand ich einen Anbieter aus Polen, der Achsen verschiedenster Fahrzeugtypen überholt, sandstrahlt und neu lackiert.

Da ist wirklich sehr dick Lack drauf, nur weil ich nicht weiß was für ein Lack, wollte ich auf Nummer sicher gehen, und schliff den Lack mit Schleifvlies an. Nachher tauchte ich die Achse ebenfalls in schwarzen Acryllack wie die Vorderachse und die Antriebswellen.

Die taugte nur noch für den Schrott.

Von der Hinterachsbremse wollte ich die Trommeln selber noch weiter verwenden.

Die Achszapfen, die Bremshauptbleche sowie die Trommeln wurden gesandstrahlt.

Der schwarze Acryllack kam auch auf den äußeren Rand der Trommeln.

Die beiden Bremsleitungen für die Hinterachse wurden komplett mit Schleifvlies blank gemacht, und hinterher auch mehrfach gestrichen. Ebenfalls kam der Acryllack in der Trommelbremse wieder zum Einsatz.

Tschö Hinterachse, danke für die letzten 26 Jahre.

Er wird immer kompletter.

Viel Wachs aus der Spraydose wurde in die noch so kleinsten Lücken und Ritzen gesprüht.

Da ich mit dem Bremsenentlüftungsgerät Pech hatte, musste ich noch mehr Bremsflüssigkeit kaufen.
Und da über viele Wochen das Bremssystem mit dem ABS Block leer gelaufen ist, musste ich mit Hilfe eines Schrauberkumpels das ABS mit Hilfe von VCDS sehr aufwendig entlüften.
Ich saß hinterm Lenkrad oben auf der Bühne mit dem Laptop auf dem Schoß, mein Kumpel sprang unterm Polo mit dem Schraubenschlüssel und Bremsflüssigkeitsauffangbehälter ständig hin und her, ich musste auf die Bremse treten wenn VCDS mir das sagte.
Am Ende hats das wirklich gebracht, und die Bremswirkung ist wieder voll da.

Die vier Stellen, auf denen der Polo auf den Hebebühnenarmen stand, wurden nun nachgeholt:
Abdichtung, Brantho Korrux 3in1 2 x gelb, dann 2 x schwarz.

Dann leerte ich weitere Dosen Wachs in den von unten zugänglichen Hohlräumen und diversen Ritzen und Lücken, ebenso bekamen die Bremsleitungen nach hinten eine Wachsbehandlung.

Da mir auffiel, dass die Manschette vom Schaltseilzug zum Getriebe hin gerissen war, und Ersatz nicht lieferbar ist, bestellte ich im Internet aus flexiblem Kunststoff 3D gedruckte Manschetten, eine für jetzt, die andere für den anderen Polo für den Fall der Fälle.
Der Gummiball war im normalen Ersatzteilhandel erhältlich.

Ja das funktioniert. Aber das Schaltgestänge war dadurch wirklich sehr schwergängig.
Kurze Zeit später kam ich über Kleinanzeigen an eine gebrauchte originale Manschette aus Gummi, die kam dann da drauf, und das Schalten ging wieder normal.
Ich kann da aus eigener Erfahrung leider nur von abraten.

Wenn man eine Anhängerkupplung hat, dann hängt der ESD hinten etwas tiefer.
Da muss man dann alle Aufhängungen ab MSD anpassen. Sobald die Auspuffanlage heiß war, klapperte sie. Etwas vom Halter weggenommen, das half.

Und zu guter Letzt bekam ich vom TT die Wagenheberaufnahmen.
Ich hoffe die Bilder mal nachreichen zu können, leider habe ich keine im montierten Zustand.
Aber unauffällig ist anders.

Mitte August war ich mit dem Polo fertig, mit bestandener HU.
Ein paar Tage später füllte ich mit meinen Plörren aus der Werkstatt einen kompletten Ford Transit, Schlüsselrückgabe, fertig aus.
Genug aufgeregt über ständig neuen rumfliegenden Müll und Schrott, umherlaufende Ratten und eine Toilette wie im Film „Desperado“.
Thema Poloteilrestaurierung und Schrauberhalle hinter mich gebracht, schade wenn man sich ne Halle teilt, und der andere zwar nen netter Typ ist, aber ne Pottsau. Dann lieber keine Halle und keine Aufregung.

Kosten der ganzen Schose vom Eisstrahlen bis HU… ne lieber nicht.

Vom Begriff Restaurierung möchte ich mich etwas distanzieren.
Anfangsidee war dass er nochmal TÜV bekommt und dann noch ein paar Jahre weiter gefahren werden kann.
Ich wollte ihm 10 bis 15 Jahre schenken, nicht in Neuzustand versetzen,
Ich bin Bj. 76, das heißt ich werde dieses Jahr 50 Jahre alt, der Polo soll nur noch ein paar Jahre seinen Dienst versehen.
Ich glaube nicht, dass ich in 15 Jahren noch Polo fahren werde.

Urlaub – Mit dem Polo und dem Wohnwagen durch England und Wales

Mai bis Juli 2023.

Jetzt war ich schon so oft in England, da wollte ich auch mal eine Runde durch Wales drehen.
Bisher durchfuhr ich dieses Land nur einmal kurz in 2019 auf dem Weg zum Fährhafen Holyhead für die Überfahrt nach Irland.
Also entschloss ich mich dazu, von Ende Mai an für knapp 5 Wochen eine Rundreise durch England und Wales zu drehen.
Los ging es früh morgens in Essen…

… durch die Niederlande und Belgien…

… bis nach Frankreich zum Fährhafen von Calais,…

und von dort aus mit einer DFDS Fähre zum Fährhafen von Dover in England.

Von dort aus gings direkt nach Oxford zum Campingplatz, der nicht wirklich außerhalb lag, und wo man 24/7 den Krach und Lärm der Umgebung hörte, Sirenen von Polizei und Rettungsfahrzeugen, sowie die Beschleunigungsorgien von Autos und Motorrädern.

Na, wer kennt die 80er Jahre TV-Serie aus den USA noch?

Schönes kleines Städtchen dieses Oxford.

Nach drei Nächten gings weiter…

… zur Acorn Camping & Caravan Site an der Südküste Wales.

Sandstrände hab ich hier vergebens gesucht.

Tagesausflug ins nahe Cardiff, der Hauptstadt Wales.


Nash Point.

Nach vier Nächten mein erstes full british Breakfast überhaupt…

… vor der Weiterfahrt…

… zum Fishguard Bay Resort…

… mit Blick auf den Fishguard Fährhafen, von wo aus eine Fähre zum Rosslare-Europort in Irland pendelt.

Einige Kilometer entfernt, Rheidol.

Der Urlaubskreuzer lag mehrere Tage im Hafen von Fishguard vor Anker.

Ich meine Kupplung gerochen zu haben, als ich den Wohnwagen hier hoch zog und mehrfach neu anfahren musste.

Nach fünf Nächten ging’s bei typisch britischem Regenwetter weiter…

… zur Dafarn Rhos Campsite an der Nordküste Wales…

von wo aus man den lieben langen Tag am Horizont Schiffe beobachten kann, die nach Liverpool fahren, oder von dort kommen.

 

Ich soll doch schließlich mehr Salat essen.

Frühstück.

Nach sieben Nächten an diesem schönen Ort ging es weiter…

… raus aus Wales, rein nach England, an Liverpool und Manchester vorbei, in den Lake District National Park nach Park Cliffe.

Experimentelle Küche/Resteverwertung.

Ravenglass an der Westküste zur Irischen See.

Mit dem würde ich gerne mal tauschen.

Hier scheint die Zeit still zu stehen.

Zurück zum Lake District Nationalpark gings über bergige Landschaft.

Nach fünf Nächten ging’s weiter…

… rüber an die Westküste Englands zum kleinen Ort Filey.

Typischer Ort für inländische Touristen.

Immer wieder faszinierend diese alte Technik.

Nach fünf Nächten ging’s weiter…

… southbound, u.a. auf der Humber Bridge über den Humber,…

… nach Skegness zum Campingplatz „Lazy Buzzards“.

Hier war vom Club Polo aus inoffiziell geplant, ein kleines Polosocial-Zusammenkommen zu veranstalten. Allerdings ohne Orga, wer kommen wollte, musste sich nur beim Campingplatz anmelden. Nun ja, ich war da, der Andrew und später noch der Robert mit seiner Familie…

Andrew aus Schottland, zusammen haben wir Reste verwertet, es war mein letzter Tag auf der Insel, und viele Lebensmittel mussten einfach verwertet werden.

Nach vier Nächten war meine diesjährige Zeit auf der Insel auch schon wieder vorüber,…

… und ich machte mich wieder northbound auf, wieder über den Humber,…

… um auf die am Humber im Fährhafen Hull wartende „Pride of Hull“ zu fahren.

Für eine Nacht ok, im meinem Eriba ist es aber gemütlicher.

Abends gegen 20:30 Uhr legte die Fähre ab…

um 12 Stunden später in Rotterdam anzulegen.
Nach weiteren 250 km auf eigenen Rädern, war ich wieder zuhause im beschaulichen Essen-Überruhr.

Das zeigte der km Zähler an als ich den Polo zuhause in die Garage stellte nach knapp fünf Wochen England und Wales.

Auf den 3480 km verbrauchte mein Polo 290,17 Liter Premium Unleaded (Super ROZ 95, teilweise 97, 98 und 99 weil 95 nur als E10 verfügbar) im Wert von 545,28 Euro.
Den Durchschnittsverbrauch von 8,34 Litern finde ich klasse, wenn man bedenkt dass das komplette Gespann mit mir, der vollen Dachbox, dem vollen Kofferraum und dem vollgepackten Wohnwagen wieder an die zwei Tonnen heran kommt.

Revolution Modern Line Wanduhr – Langeweilelangzeitprojekt

2007 – 2025.

2007, also vor 18 Jahren, hatte ich mit dieser Sache begonnen. Ich hatte nach jedem Schritt die ganze Sache ruhen lassen und Jahre später immer Stück für Stück weiter gemacht. Ich weiß nur nicht wieso ich das nicht direkt fertig gestellt habe.

Damals, also 2007, bekam ich eine 7x15er Revolution Modern Line Felge… woher auch immer, ich weiß es nicht mehr.
Da ich diese Felge selber in 8×15 auf meinem 6N fahre, wollte ich aus dieser Felge bzw. dessen Stern eine Uhr basteln.
Als erstes drehte mir der Polokumpel und Zerspanungsmechaniker Sascha das Felgenbett soweit ab, dass es mit der Felgenauflagefläche fluchtet.
Dann geriet die Sache in Vergessenheit.

2014 versuchte ich mich darin den Lack abzuschleifen… woraufhin ich dann doch die Methode des Sandstrahlens bevorzugte.

Selbst dieser Methode widerstand der originale Lack auf der Felge, darauf hin brachte ich die Felge zu einem Felgenaufbereitungsbetrieb, der diese chemisch entlackte, und anschließend lackierte oder pulverbeschichtete, ich weiß es nicht mehr.
Dann geriet die Sache wieder in Vergessenheit.

Zehn Jahre später, 2024, fand ich die Sachen im Keller wieder, und weiter ging es. Domingaufkleber in der richtigen Größe bestellt, ein kleines Quarzuhrwerk, welches kleiner als die Mittelbohrung ist, und ein aus Aluminium gedrehter Adapter, der in die Mittelbohrung der Felge passt, und das kleine Uhrwerk aufnimmt.
Ebenso besorgte ich verchromte Radmuttern und ein glänzendes Metallventil.

Ein Jahr später, 2025, klebte ich kleine 6Kant-Schrauben in die Radmuttern, diese dann in die vier Löcher der Felge.

Der Domingaufkleber bekam das Mittelloch mit Hilfe einer Aderendhülse, die ich drehend hineindrückte.

Das Quarzuhrwerk passt saugend in den Alu Adapter.

Erst wird der Nabendeckel montiert, dann kommt von hinten der Alu Adapter, der den Nabendeckel am Herausfallen hindert.
Dieser wurde von hinten mit acht Klebepunkten gesichert.

Die Halterung für die Wandbefestigung.

Nach 18 Jahren ist die Uhr endlich fertig geworden.

Urlaub – Mit dem Polo und dem Wohnwagen durchs vereinigte Königreich und Irland (Teil 2)

Mai bis Juli 2022.

!!! 846 Bilder / 200 MB !!!

Nachdem ich 2019 in Nordirland und dem Norden Irlands war, und nur einen Teil des Wild Atlantic Way erfahren habe, wollte ich nun nach 2 Jahren des gezwungenen Zuhause Rumsitzens wieder auf die Grüne Insel, um den Wild Atlantic Way zu Ende zu „erfahren“.

Der Wild Atlantic Way ist eine Küstenstraße, die sich auf einer Länge von über 2500 km entlang der Westküste Irlands erstreckt. Sie beginnt im Norden Irlands im County Donegal und endet in Kinsale im County Cork in Südirland.

Ich nahm meinen ganzen Jahresurlaub und plünderte mein Gutstundenkonto.
Heraus kamen genau zehn Wochen weg von der Arbeit, neun davon weg von Zuhause auf Achse.
Den zeitlichen Anfang und das Ende gab der Dienstplan vor, als einzigen zeitlichen und örtlichen Fixpunkt gab es für mich die PoloShow in England, zu der ich seit 2004 jedes Jahr fahre.
Da ich 2019 die County Sligo und Majo größtenteils küstenmäßig abgefahren hatte, wollte ich im Norden Irlands am Nordende des Wild Atlantic Way, kurz WAW, beginnen, und mich bis an dessen Südende begeben, und die beiden o.g. County dabei teilweise überspringen.
Vorab geplant hatte ich daher nur die großen Fähren, das Ticket vom Billing Aquadrome galt noch seit 2020. Alles andere wurde entweder kurz vorher gebucht oder spontan gemacht.

Mitte Mai ging es dann morgens ganz früh los in Essen-Überruhr.

Da es bis zum Fährhafen von Cherbourg über 800 km sind, gönnte ich mir eine Übernachtung auf einem Campingplatz auf etwa der Hälfte der Strecke im Wald nördlich von Paris,

… um am nächsten Morgen frisch ausgeschlafen auf die Fähre zu fahren.
Naja zumindest erst mal auf eine kostenlose Fähre über die Seine.

Mein rollendes Zuhause für die nächsten neun Wochen.

Im Fährhafen von Cherbourg warteten mit mir hunderte Fahrzeuge, Gespanne, Wohnmobile und LKW darauf, auf die „W.B.Yeats“ zu fahren.

Ich hatte wieder eine Kabine gebucht mit eigenem Bett, Klo und Dusche.
Viel besser als sich in der Zeit in einem der vielen versifften Ohrensesseln rum zu lümmeln, und sein Gepäck im Auge behalten zu müssen.

Die grüne Insel von der Ferne aus.

Um an die Nordspitze Irlands zu gelangen, musste ich wieder, wenn auch nur kurz, durch das vereinigte Königreich, in Form von Nordirland.
Dahinter fand ich im County Donegal …

… meine Basis im Knockalla Caravan & Camping Park.
1100 km hatte ich bis hierhin hinter mir.

Endlich wieder Sand unter den Füßen.




Auch hier in der Abgeschiedenheit fehlt einem nichts was man nicht auch zuhause hat.

Nach 2 Jahren die ersten Fish & Chips.

Direkt an der Grenze von Irland zum vereinigten Königreich beim Örtchen „Muff“, beginnt/endet der Wild Atlantic Way im Norden.
Beim Schießen dieses Fotos des in Irland stehenden Schildes, stand ich selber im vereinigten Königreich und nicht in Irland.

Mein Gefährt für diesen Road-Trip:
Mein 96er Polo 6N, den ich damals neu bestellt hatte, mit inzwischen über 225 tkm auf der Uhr.
Navi (erst TomTom, nach einer Woche Google Maps) und Multimedia kamen vom iPad auf dem Armaturenbrett übers Radio gestreamt.
Frisch gewartet und voll funktionstüchtig erwartete ich keinerlei Störung während dieser Tort(o)ur.

Auf dem Weg zum nördlichsten Punkt des irischen Festlandes war der erste Halt Inishowen Head mit seinen 2. Weltkriegs Ausschau-Stationen.

Malin Head, der nördlichste Punkt auf dem Festland Irlands.



Dass Nutzvieh mitten auf der Straße rumläuft, ist hier üblich.


Jemand der dem WAW nordwärts folgt, kann sich glücklich schätzen es fast geschafft zu haben, ich hatte noch einiges vor mir.

Ein schnuckliger gemütlicher kleiner Ort auf dem Weg nach Horn Head.


Nix los, keiner der überholen will, kein Gegenverkehr.
Die Straße für mich alleine.
„Fahrgnügen“ pur.

Nach ein paar Tagen kuppelte ich den Touring wieder an, und weiter ging’s …

… zum nächsten Ort den ich als meine neue Basis ausgewählt hatte.
Über Straßen die erst 3 Meter breit waren und mit jedem Kilometer schmaler wurden, bis sie in zwei schmalen Asphaltspuren mit dazwischen wachsenden Blümchen endeten.

Man fährt durch diese Gegend, und hat permanent ein Grinsen im Gesicht.

Nein, dass ist nicht der Startbildschirm von Windows XP durch den ich hier fahre.

Die Konkurrenz schläft nicht.

Mein nächster Stützpunkt war der Tramore Beach Caravan & Camping Park.
Nur 88 km entfernt vom vorherigen Platz, benötigte ich für diese Strecke tatsächlich fast drei ganze Stunden. Straßen und Wege … da ist meine Garagenhofeinfahrt breiter.
Das trug u.a. mit dazu bei, von TomTom zu Google Maps zu wechseln.

Wie die Straßen, so der Weg zum Strand.

Magheroarty Beach.



Der Strand am Campingplatz.


WAW Southbound.


Donegal, namensgebend für das County in dem es liegt.

Streedagh Beach.
Im Hintergrund der Berg auf dessen anderen Seite ich 2019 in Strandhill bei Sligo mein Zuhause für mehrere Tage hatte.

Nicht der schönste Ausblick wegen der ganzen Mobilheime, die hier Caravans genannt werden. Da keine Saison war, waren nur eine Hand voll anderer Leute auf dem Platz und man hatte seine Ruhe.

Und weiter ging’s …

… 270 km weiter den WAW entlang Richtung Süden.
Im County Galway wartete einer der schöneren Plätze auf mein Gespann.
Der Renvyle Beach Caravan und Camping Park.
Wie bereits erwähnt war es von Vorteil schon vor der eigentlichen Saison zu fahren, wie man sieht.

100 Meter weiter, fußläufig zu erreichen.

Unten, da ganz unten im Bild, das war mein Zuhause.
Im Hintergrund das County Majo, den ich 2019 bis Achill Island teilweise abgegrast hatte, und nun den Rest dieses County küstenmäßig „erfuhr“.

Doolough Valley.

Die meiste Zeit war ich Selbstversorger, ist eben am günstigsten.

Wie bereits erwähnt, Nutzvieh auf allen Wegen erfordert ständig erhöhte Aufmerksamkeit.

Salthill, direkt neben Galway, dem Ort der dem County den Namen gibt.



Erstmal frühstücken.

Und dann in der Sonne liegen und nix tun.

Um später Omey Island zu Fuß zu erkunden.


Bei Niedrigwasser kann man über einen breiten Sandstrand auf die Insel gelangen.


Die sind überall, umso günstiger ist die Selbstversorgung.

Mehrere solcher Sonnenuntergänge durfte ich erleben.

Trá Mhór, was ein Ritt hier hin zu kommen.
Nicht zu verwechseln mit An Trá Mhór.

Und weiter ging’s …

… 160 km Richtung Süden aus dem County Galway raus …

… nach Doolin im County Clare.
Der Nagles Camping & Caravan Park war mein nächster Stützpunkt.

Da hinten am Horizont im Nebel, da sind die Cliffs Of Moher.

The Burren.


Meine kleiner Eriba Touring zwischen all den großen Wohnwagen und Mobilheimen.

Die Entscheidung dem Wild Atlantic Way zu folgen war goldrichtig.

Als Desktophintergrund, zuhause und auf der Arbeit, sehe ich dieses Bild täglich.


Loop Head, alleine dafür ging ein Nachmittag drauf.

Das müsste bekannt sein.


Wieso der Wild Atlantic Way so heißt, müsste klar sein.

Und weiter ging’s …

… 180 km Richtung Süden, u.a. mit der ebenfalls vorher gebuchten weil stark frequentierten Fähre über den Shannon, aus dem County Galway raus …

… nach Cahersiveen im County Kerry, direkt am Ring of Kerry.
Die Fährverbindung über den Shannon ist offiziell Teil des Wild Atlantic Way, man muss also nicht den Weg über Limerick nehmen, und kann somit viele km sparen.
Der Mannix Point Camping & Caravan Park war mein nächster Stützpunkt.
Im Hintergrund die Halbinsel Valentia Island.

Die Platzkatze lief ständig mit Mäusen im Maul über den Platz. Das ist hier halt so.

Japp, auch Teil des WAW.

Kaum hat man es den Berg hinauf geschafft …

… geht’s auf der anderen Seite mindestens genau so schön wieder herunter.

Der kleine Ort Cahersiveen, fußläufig vom Campingplatz aus zu erreichen.

Sehr windig das ganze, da muss man sich selbst für einen Grill mit indirekter Hitze Windschatten schaffen.

Mit der Fähre gings auf die Halbinsel Valentia Island.
Die große Brücke zum Festland befindet sich am anderen Ende der Halbinsel.

Rauf auf den 35 km langen Skellig Ring.

Da hinten, der Valentia Island Leuchtturm.





Vom Geokaun Mountain Peak aus hat man den Rundumblick über die Insel, und auch auf den Campingplatz, der laut Google Maps-Entfernungsmesser Luftlinie 7,3 km entfernt ist.

Da wollte ich gerade mit Schwung den Skellig Ring hoch fahren, als rechts unerwartet ein Schild auftauchte:
„A 10 Minute Walk To The Most Beautiful Cliffs In Kerry
Plus Magnificent View To The Famous Skellig Rock, NEXT RIGHT“
Und was soll ich sagen, …

… das Schild hat nicht übertrieben.

Eben ein Teil des WAW.

Jetzt aber endlich den Berg rauf.

Der Weg hat sich gelohnt.

Die Cliffs of Kerry von hinten und die Brücke zur Halbinsel Valentia Island aus der Ferne.

Ein neuer Tag, eine neue Halbinsel, die Beara-Halbinsel.
Ich war nordseitig (zum County Kerry gehörend) mit Sicht auf Kenmare Bay, später Kenmare River, später Atlantic, Richtung Halbinselspitze unterwegs.

Im Hintergrund, nördlich, die Iveragh-Halbinsel, also wo ich bisher im County Kerry unterwegs war.

Und schwupps bin ich im County Cork, zu dem die Halbinselspitze und die Südhälfte der Halbinsel gehört.

„Fahrgnügen“ pur.


Ganz normal dass hier Pfaue rumlaufen.

Die Spitze der Beara-Halbinsel, von hier aus kann man via Cable Car zu Dursey Island übersetzen.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz nahm ich die Südküste durch den County Cork.


In diesem kleinen Örtchen aß ich zu Abend, den Campingplatz würde ich nicht mehr im hellen erreichen. Ich hatte schließlich noch 140 km vor mir.

Vom Campingplatz aus über den Fluß, da steht diese Ruine.

Und weiter ging’s …

… 160 km Richtung Süden aus dem County Kerry raus nach Clonakilty im County Cork, direkt am WAW.
Der Sextons Caravan & Camping Park war mein nächster Stützpunkt.
Der Platz wurde 50 Jahre zuvor gegründet.
Als ich eine nette ältere Dame draußen am Empfang sitzen sah, frug ich sie ob Sie den Platz damals gegründet hat. Das bejahte Sie.
Auf meine Frage, was damals die ersten Campingfahrzeuge waren, also T1 Camper oder was auch immer, antwortete sie: Pferdekutschen. 🙂
Irland eben.


Der Doppeldecker hatte mehrere Millionen Meilen auf dem Zähler, und war schon fast überall auf diesem Planeten.

Auf dem Weg zur Spitze der Sheep’s Head Halbinsel, zum Sheep’s Head Lighthouse, ging es wieder an der Nordseite entlang.

Einer der höchsten Punkte auf dem Weg der Seefin Viewpoint, von hier aus kann man im Norden die Bantry Bay,

… und im Süden die Dunmanus Bay sehen.

Oughtminnee mit seiner Coosacuslaun Bay, am nördlichen Ende der Mizen Head Halbinsel.
Mizen Head mit seiner Signal Station war von Touristen überlaufen, plötzlich hatte der Massentourismus mich eingeholt.

Fertig mit den Peninsulas (Halbinseln), jetzt geht’s an die Südküste von Cork.

Direkt hinter dem kleinen Ort Kinsale auf der westlichen Ausfahrstraße R600 beginnt/endet der Wild Atlantic Way im Süden.
Nach fast fünf Wochen hatte ich die offiziell über 2500 km lange Küstenstraße in Etappen abgefahren.

Was für ein Roadtrip.

Kinsale.

Der letzte Tag auf dem Campingplatz.
Der Mann der da nur mit seinem Fahrrad, Zelt und dem aller nötigsten unterwegs war, kam aus F/Straßburg. Er kam an dem Tag mit der Fähre in Cork an und wollte auch den WAW in nördliche Richtung fahren. Respekt.

Und weiter ging’s …

… 250 km Richtung Osten.
Der St Margaret’s Beach Caravan and Camping Park war mein nächster Stützpunkt.
Nur zwei Tage später sollte meine Fähre früh morgens, vom nur 15 Minuten entfernten Rosslare Fährhafen aus nach Wales, ablegen.

Wenn man doch frisches Brot im „Haus“ hat …

Sechs Uhr Morgens.

Die Überfahrt dauerte länger als drei Stunden, mir war dermaßen schlecht weil der Wellengang auf dem St. Georgs Kanal ziemlich heftig war.

Fishguard in Wales, also wieder vereinigtes Königreich.
Wieder Meilen und Pfund.

Der Riverside Caravan Park in Malvern, England, war mein nächstes Ziel.

In Malvern erwartete mich eine gebuchte Führung durch die Werke der Morgan Motor Company.
Hier werden die Autos noch von Menschenhänden zusammengesetzt und gebaut, nur ein paar Autos verlassen täglich die Produktionshallen. Zum Zeitpunkt der Buchung war normaler Betrieb. Ein paar Tage vor dem Termin bekam ich eine Mail, dass die Führung zwar statt finden wird, der Betrieb aber nicht läuft weil das Werk für einige Tage geschlossen wird.
Wie auch immer, die Führung fand statt, und somit war es wohl etwas ruhiger und die Arbeiter rannten einem nicht im Weg rum. 😉

Mit Funkohrhörern ging es durch alle Hallen und jeder konnte den netten Menschen, der die Führung machte, hören.

Und weiter ging’s …

… 150 km Richtung Osten.
Das Billing Aquadrome bei Northampton war mein nächster Stützpunkt für ein langes Wochenende.
Was früher mal die Polo Show und später das Polo Social war, nun ja…
Der harte Kern, liebe nette Leute aus England, Schottland und Wales, die ich seit vielen Jahren kenne, waren immerhin da.

Und weiter ging’s …

… 120 km Richtung Süden.
Der Lee Valley Camping and Caravan Park in Edmonton, nördlich von London, war mein nächster Stützpunkt.
Ich fahre seit 2004 jedes Jahr nach England, hatte mir aber nie Zeit genommen auch mal London zu besuchen.

Das tat ich nun.
Vormittags mit dem Doppeldeckerbus direkt vom Lee Valley Park zur Edmonton Green Station, dort in den Overground Zug gestiegen, und schon kam ich mitten in London am Bahnhof Liverpool Street an.
Für zwei Tage TOOT hop-on hop-off Bus zahlte ich knapp 30 Pfund, wurde aber auch überall herumgefahren und ich konnte, wie es der Name vermuten lässt, überall und jederzeit raus aus dem Bus oder wieder rein.
Ich lief noch genug rum.


Der sogenannte Klettverschluss-Verkehr.
Rote Ampeln gelten in London übrigens nicht für Fahrrad- und Motorradfahrer.

Eigentlich wollte ich drei Tage nach London in die City.
Ich komme ja selber aus einer nicht gerade kleinen Stadt, aber die Stadt hat mir mit Ihrem hohen Puls und den Menschenmassen wirklich einen kleinen Kulturschock verabreicht.
Nach zwei Tagen hatte ich keine Lust mehr auf diese Drecksstadt, und kümmerte mich lieber mal wieder um den Haushalt, Wäsche, Aufräumen, Putzen etc… muss auch mal sein.

Der stand in der Nachbarschaft.

Und weiter ging’s …

… 240 km Richtung Südosten in die Grafschaft Dorset.
Dort fand bei aller schönstem Wetter das Dorset Volksfest, kurz DVF, von Freitag bis Sonntag statt.
Der Polo lief die ganzen Wochen eigentlich einwandfrei.
Naja manchmal schwankte die Drehzahl im Leerlauf etwas seltsam.
Auf der M3 ging dann beim Ausrollen auf ein Stauende zu, beim Treten der Kupplung, der Motor einfach aus.
Das war die M3, also eine Autobahn, bei der ich noch auf den Standstreifen rollen konnte.
Dort wollte der Motor auch erst nach ein paar Minuten wieder starten, und lief wie ein Sack Nüsse. Die Leerlaufdrehzahl ging runter auf 500 U/min und dann ging er aus.
Ich musste also irgendwie weiterfahren und beim Ausrollen die letzten Meter ohne Gang mit der Handbremse bremsen um mit dem rechten Fuß mit etwas Gas den Motor am Laufen zu halten.
Mit dieser Fahrweise bewältigte ich noch mehr als 100 km.
In Wareham auf dem „Showground“, wie er in Google Maps bezeichnet ist, konnte ich dann durchatmen und mir in Ruhe Gedanken machen was kaputt ist, und wie es weitergehen soll, anstatt mir eine schöne Zeit auf dem sehr großen und sehr gut organisierten Treffen zu machen.

VW Bus lastig, aber auch andere Modelle waren willkommen, und auch vertreten.

Nachdem ich eine sorgenvolle Nacht hinter mir hatte, kam ich auf die Idee meinen Automobilclub anzurufen, die sollen gefälligst jemanden schicken der mir hilft.
Dann kam der nette und fähige Chris vom AA, dem englischen Automobilclub.
Auch er fand dass die Drehzahl mit 500 U/min etwas niedrig sei, und zerlegte erstmal die Drosselklappe, die noch nie zuvor geöffnet wurde.
Wie ich hinterher zuhause feststellte, war u.a. der Leerlaufsteller defekt.
Ein Kunststoffanschlagpuffer war weggeschmolzen, und somit konnte die Drosselklappe dem Motorsteuergerät nicht mehr mitteilen, wenn sich die Drosselklappe Leerlaufstellung befindet.
Und die temporär auftretenden Leerlaufschwankungen waren das Ergebnis eines einfach nur verschlissenen 12V Gleichstrom-Motors, der ständig vom Motorsteuergerät in beide Richtungen, unabhängig von der vom Gaspedal betätigten Mechanik, die Drosselklappe weiter auf oder zu regelt. Zum Beispiel zur Drehzahlanhebung beim Kaltstart oder vor dem Einschalten des Klimakompressors.
Immerhin hatte die Drosselklappe 26 Jahre und 233 tkm immer fleißig funktioniert.
Temporär spannte Chris den Gaszug an der Drosselklappe etwas mehr, somit war der Leerlauf im kalten Zustand etwas höher und der Motor blieb an.
Ausreichend bis ich wieder zuhause war.

Einen Tag konnte ich das Dorset Volksfest bei bestem Wetter dann doch noch genießen.

Bis es Sonntag Mittag weiter ging, …

… 8 km Richtung Südosten.
Der Ort heißt Corfe Castle, der Platz Corfe Castle Dorset Camping.
Ich frug nach einem Platz schön mit Schatten, und bekam wohl den schönsten Platz überhaupt.

Die letzten Wochen war ich fast jeden Tag nur unterwegs und auf Tour, hier wollte ich mal nur nichts tun und relaxen.
Mein Liegestuhl ging kaputt, drum kaufte ich mir im Heimwerkerstore einen neuen. Hier ließ ich es mir richtig gut gehen.

Aber ich fahre ja nicht weit weg in ein anderes Land um dort tagelang hinterm Wohnwagen zu liegen.
Wenn man dann noch an der Rezeption Flyer und erzählt bekommt, was es in der Umgebung alles gibt, werden die Pläne des Nichtstuns und des Relaxens schnell verworfen, bzw. täglich zeitlich begrenzt.
Lisa, die Chefin vom Platz, erzählte mir vom Steam Train und vom Corfe Castle, nach dem der Ort bekannt ist.
Dorset ist unglaublich schön. Alles so sauber, kein Müll der rum fliegt, kein Graffiti oder irgendwelcher sonstiger Vandalismus. Hier fühl man sich wohl.

Ich begab mich an ein Ende der fünf Stationen zählenden Bahnstrecke der Swanage Railway, und kaufte mir bei einer geschätzt 90 jährigen an der Kasse arbeitenden Oma ein Ticket bis ans andere Ende und zurück, mit der Dampflok.
Man reist nicht nur mit einer Dampflok, man reist in eine andere Zeit.
Unbeschreiblich was für ein System hier von Menschen am Leben erhalten wird.
Ich habe keinen Mitarbeiter gesehen der jünger war als ich.
Die leben das wirklich, und das mit einem solchen Stolz.

Hier in D würde man in dem Alter …. naja zumindest nicht mehr solche Arbeiten ausführen.
Am anderen Ende der Strecke, in Norden, angekommen, wurde die Dampflok abgekoppelt und auf vor das andere Ende des Zuges gesetzt.

Alles so malerisch, wie im Bilderbuch.

Den Ort Swanage musste ich mir auch anschauen, und auch hier feststellen, dass ich mit meiner Urlaubsortauswahl alles richtig gemacht hatte.

Es sind die Details die es noch schöner machen als es ohnehin schon ist.

Mit friendly Permission durfte ich ein Bild machen von dem netten Schaffner.
Der lebt das wirklich voller Stolz.

Das Corfe Castle ist vom Campingplatz fußläufig zu erreichen.

Und ab Nachmittags genoss ich die Tage an meinem rollenden Zuhause.

Und weiter ging’s …

… 300 km Richtung Osten in die Schweiz.
Zumindest heißt der Campingplatz Little Switzerland, und liegt direkt neben Folkestone, nur 15 km entfernt vom Dover Fährhafen.
Es sollte auch nur eine Nacht werden, denn ich hatte am Folgetag auf dem Festland von Calais nach Hause noch über 400 km zu fahren.

Auf dem Weg zum Fährhafen konnte ich die Auswirkungen des Brexit schon merken.
Die Autobahnspur mit den LKWs wurde vor dem Ort Calais gestoppt und die LKW nur vereinzelt durchgelassen.
Touristen mussten außergewöhnlich lange auf Abfertigung vom Zoll und den Fährunternehmen warten. Ich verpasste deswegen meine Fähre nach Dünkirchen, konnte aber die nächste Fähre nehmen nach Calais. Tage später konnte ich den Medien entnehmen dass ich es noch gut hatte, denn da wurden diese Zustände noch viel schlimmer für Touristen.

Das zeigte der km Zähler an als ich den Polo zuhause in die Garage stellte nach neun Wochen Irland und England.
Neun Wochen die wunderschön waren, und bis auf die Sache mit der Drosselklappe auch sorgenfrei verliefen.

Auf den 8881 km verbrauchte mein Polo 727,64 Liter Premium Unleaded (Super ROZ 95, teilweise 98 weil 95 nur als E10 verfügbar) im Wert von 1541,07 Euro.
Der Durchschnittsverbrauch von 8,19 Litern ist um anderthalb Liter niedriger als beim letzten Irlandurlaub mit dem Gespann, das liegt daran dass ich von den 8881 km nur 3777 km den Wohnwagen hinten dran hatte.
Trotzdem finde ich den Wert klasse, wenn man bedenkt dass das komplette Gespann mit mir, der vollen Dachbox, dem vollen Kofferraum und dem vollgepackten Wohnwagen wieder an die zwei Tonnen heran kommt, und ich mein Zuhause über neun Wochen durch Irland und das vereinigte Königreich gezogen hatte.

Nur ein ganz gewöhnlicher Dieb

Oktober 2022.

Ich wurde bereits im Sommer in England von einem netten Polokollegen darauf aufmerksam gemacht, dass Inhalt meiner privaten Homepage vwpolo6n.de und meines dazugehörigen Blogs vwpolo6n.de/christian.htm auf einer Social-Media Seite zu finden ist, ohne, er sagte „without giving Credit to you“, mal darauf zu verweisen, wo dieser Inhalt her ist.
Da ich mit den ganzen neuen sozialen Medien nichts am Hut und dort auch keinen Account habe, war ich jetzt aber mal neugierig wie schlimm es ist, und registrierte mich mal auf einer Plattform.

Es ist EINE Sache ein Bild von einer Seite zu stibitzen und es auf seine eigene Seite zu kopieren, sei es mit oder ohne Nennung der Quelle. Beides ist nicht schön.
Aber es ist was ganz anderes viele Bilder von einer privaten Homepage zu nehmen, die vom Ersteller eingebettete Signatur abzuschneiden, und es als das eigene auszugeben.
Das zeugt von krimineller Energie.
Und das ganze dann auch noch von einem griechischen 6N Fahrer der seit 1997 Erstbesitzer seines Polos ist.
Da sollte man meinen, dass er rechnerisch erwachsen genug ist, so einen Scheiß sein zu lassen.

Ich habe das mal recherchiert.
Immer erst das Corpus Delicti mit der abgeschnittenen Signatur, dann mein Original mit Signatur. Man kann sehr schön erkennen wie einfach er es sich gemacht hat.
Zumal bei einigen Bildern meine Signatur sich noch mitten auf dem Bild befindet.



Herkunft des Originals: https://www.vwpolo6n.de/polo6n/prospekte/tuning/hartmann96.htm



Herkunft des Originals: https://www.vwpolo6n.de/polo6n/prospekte/tuning/kpu.htm



Man kann noch die Spitze vom d erkennen von meiner Signatur unten.


Herkunft des Originals: https://www.vwpolo6n.de/polo6n/prospekte/tuning/rueddel96.htm



Herkunft des Originals: https://www.vwpolo6n.de/polo6n/prospekte/tuning/nothelle98.htm


Aus (m)einem Original machte er zwei Seiten.




Herkunft des Originals: https://www.vwpolo6n.de/polo6n/prospekte/tuning/postert.htm


Auch hier machte er aus (m)einem Original zwei Seiten.



Herkunft des Originals: https://www.vwpolo6n.de/polo6n/prospekte/tuning/kerscher98.htm


Ich übersetze mal seinen perfiden Text:
„25 Jahre im Polobesitz und ich bin immernoch erstaunt wie viele geheime Seiten vom 6N ich Tag für Tag entdecke“
Unglaublich, klaut bei mir, schneidet meine Signaturen vom Rand ab und schreibt dann dass er überrascht ist solche Sachen noch zu entdecken, und das Tag für Tag.
Auf die Frage wie eine holländischen Polofahrers wie er solche Sachen denn immer entdeckt, antwortet er: „Ich suche jeden Tag 24 Stunden 😂😂“
Krass. Frech.Dreist.


Herkunft des Originals: https://www.vwpolo6n.de/polo6n/prospekte/6n1/6N1NL06.htm


Hier behauptet er das Bild von ebay zu haben.


Herkunft des Originals: https://www.vwpolo6n.de/polo6n/prospekte/6n1/6N1DE35.htm



Hier hat er wohl die Signatur übersehen.


Herkunft des Originals: https://www.vwpolo6n.de/christian/2013/06/23/polobilder-von-klaus-klopf-1998/


Diesem im Text erwähnten Polo-Derby-Team-Essen gehörte ich um die Jahrtausendwende an. Das sind von einem anderen Mitglied selbst analog geschossene und später von mir persönlich gescannte Bilder, die kann er nicht aus dem restlichen internet haben.




Herkunft des Originals: https://www.vwpolo6n.de/christian/2013/06/23/6n-vorstellung-oktober-1994/


Für diesem Blogbeitrag frug ich den Urheber der Bilder Herrn Schlund persönlich, ob ich seine Bilder verwenden darf, worauf ich ein klares JA als Antwort bekam, mit der Bitte seine Homepage zu nennen, was ich aber von mir aus sowieso gemacht hätte. Daher auch keinerlei Signatur, es sind schließlich nicht meine Bilder. Daher kann ich mich hier nur über den Diebstahl des von mir verfassten Textes ärgern.


Herkunft des Originals: https://www.vwpolo6n.de/christian/2020/06/25/polosofas-und-wanddeko/

Eben nur ein ganz gewöhnlicher Dieb.

Scheinwerferreinigungsanlage Polo 6N1 neue ZE

April 2021.

Was ich vor 12 Jahren im Jahr 2009 an meinem schwarzen Polo mit alter ZE tat, wollte ich seit längerer Zeit auch an meinem blauen Alltagspolo mit neuer ZE tun.
Eine komplette originale Scheinwerferreinigungsanlage, kurz SRA, so original wie möglich einbauen und dabei speziell die Elektrik so original wie möglich verdrahten.
Ich frug mal wieder meinen schwedischen VW Schrauberkumpel Magnus, ob er mir da helfen könnte.
Und was soll ich sagen, die Schweden sind echt hart im Nehmen, denn eines frühen Februartages kamen plötzlich über den iMessenger Bilder von einem Schrottplatz in Helsingborg. Da baute der Magnus tatsächlich gerade bei minus 11 Grad Celsius aus einen 99er 6N1 für mich die SRA aus, mit Ausnahme des Motorraumkabelbaums.



 

Als die Teile dann hier waren, machte ich mich gleich an den Einbau.

In der Nachbargarage stand ja der schwarze Polo, bei dem ich die Maße für die exakten Anbaupunkte der Spritzdüsen messen konnte, er hatte ja 2009 einen originalen schwedischen Stoßfänger verbaut bekommen mit den Löchern ab Werk.

Was ich ganz vergaß, der Alltagspolo hatte ja seit 13 Jahren eine Standheizung, die war ja nun für die korrekte Verlegung des Wasserschlachauchs im Weg.

Der Stutzen des neuen inneren Wassertanks des 6,5 Liter Systems (alte ZE = 7 Liter).




Der Stecker „T2p“ von der Übergabe Motorraumkabelbaum zur SRA-Pumpe, hat einen eigenen Halter unter/neben dem Batteriesockel.

Wie bereits erwähnt hatte ich keinen originalen Motorraumkabelbaum mit SRA Verdrahtung vorliegen, somit musste ich die Längen aller Leitungen selber herausfinden durch Probeverlegen von Leitungen.
Für die Farben und Querschnitte diente der VW Stromlaufplan Nr. 17 für den Polo ab 5/97.
Heraus kam dieser kleine Y-Kabelbaum für den Motorraum.
Er führt vom Massepunkt „12“ am Frontend 2,5 qmm Masse zur SRA-Pumpe (T2p/1) und 1,0 qmm Masse zum Relaissockel Pin 6 auf der ZE.
Zudem eine weiß/schwarze 2,5 qmm Leitung von der SRA-Pumpe (T2p/2) zum Relaissockel Pin 2 auf der ZE.
Ab Werk sind diese beiden Masseleitungen über die Masseverbindungen „131“ und „85“ innerhalb des Motorraumkabelbaums mit dem Massepunkt „12“ verbunden. Diesen Aufwand, den originalen Motorraumkabelbaum auszubauen und diese beiden Leitungen zu integrieren, wollte ich dieses Mal nicht betreiben.



Der Wasserschlauch nahm nun nicht den originalen Verlegungsweg, sondern musste über die Webasto her verlegt werden.



Für die weitere Verdrahtung waren der weiße Stecker „T10“ und der schwarze Stecker „T10b“, motorraumkabelbaumseitig, interessant.

Die braune und die weiss/schwarze Leitung vom Motorraum kommend hinter der ZE.


Vom schwarzen Stecker „T10b“ die grüne 1 qmm Leitung (Spannung zur Scheibenwischwasserpumpe) aus Kammer 10 ausgepinnt …

… den Kabelschuh abgeschnitten …

… und zusammen mit einer weiteren grünen 1 qmm Leitung in einen Kabelschuh 6,3 mm mit Bügel gecrimpt, passend für den Relaissockel Pin 4.
So ist es laut Stromlaufplan Nr. 17 verdrahtet, und auch nur so ist es machbar, weil nur dieser große Kabelschuh für den Relaissockel es zulässt dass dort gleichzeitig zwei 1 qmm Leitungen gecrimpt werden.

Die neue grüne 1 qmm Leitung kam mit dem passenden Kabelschuh wieder zurück in
Kammer 10 vom „T10b“.
Somit war das Signal, welches zur Scheibenwischwaschpumpe geht, abgegriffen.

Die braune 1 qmm Leitung erhielt ebenfalls einen Kabelschuh 6,3 mm mit Bügel, die weiss/schwarze Leitung einen normalen Kabelschuh.

Die beiden selbst angefertigten Brücken.
Die rote 2,5 qmm Brücke für Klemme 30 Dauerplus vom weißen Stecker „T10“ Kammer 4 zum Relaissockel Pin 8, und die blaue 1,0 qmm Leitung für das Potential „SRA“ vom SRA-Ausgang des Lichtschalters über den weißen Stecker „T10“ Kammer 10 zum Relaissockel Pin 5.
Diese beiden Potentiale waren bereits ab Werk amaturenbrettkabelbaumseitig bis zu diesem Stecker „T10“ verdrahtet.

Eingepinnt in den „T10“ …

… und zusammen mit den anderen Leitungen in den neuen Relaissockel eingeführt, …

… der dann trotz Platzmangels an der ZE seinen Platz oberhalb der eFH-Sicherungen fand.

Dieses Relais mit der Steuerungsnummer 33 (welches seit den 1980ern für die SRA in VAG Modellen Verwendung findet) macht nun nichts anderes als zu gucken, ob bei eingeschaltetem Abblendlicht die Scheibe gewaschen wird.
Standlicht alleine reicht nicht, denn der SRA-Ausgang des Lichtschalters führt erst ab Abblendlicht Spannung.
Sollten beide Vorbedingungen gegeben sein, schaltet er für einen kurzen Moment die
SRA-Pumpe ein.
Während des Scheibenwaschens das Abblendlicht einzuschalten, lässt die SRA-Pumpe nicht pumpen. Nur wenn das Abblendlicht bereits an ist, und dann der Wischerhebel gezogen wird, wird auch die zweite SRA-Pumpe in Gang gesetzt. Das Reials will die ansteigende Flanke der ersten Pumpe sehen.

Die Scheinwerferreinigungsanlage am Polo 6N1 in Aktion:

 

Ein dickes Dankeschön geht an den Magnus aus Schweden.

Nachtrag: Einige der hier genannten Steckergehäuse- und -kammerbezeichnungen sowie Masseleitungsquerschnitte sowie Massepunkte können abhängig von Motorkennbuchstaben und Getriebeart variieren. Siehe dazu Stromlaufplan Nr. 17 für den Polo ab 5/97.

Hupentastenentlastungsrelais Polo 6N1 alte und neue ZE

April 2021.

Den Polo 6N1 gab es meines Wissens in Deutschland nie mit einer anderen Hupe ab Werk zu bestellen, als mit der üblichen eintönigen Hupe.

Ausnahmen bestätigen die Regel, an Donato’s Polo, jetzt Marc’s Polo, war ab Werk eine Doppeltonhupe von VW verbaut, mit Hilfe eines Y-Kabels.
Wie auch immer, die Hupe im Polo 6N1, sei es bei alter oder neuer ZE, wird immer direkt von den Hupentasten geschaltet.
Das heißt dass die Hupe Plus (alte und neue ZE = Klemme 15 Zündungsplus) direkt erhält, und Klemme 31 Masse über die Hupentasten geschaltet bekommt.
Bei Umrüstung auf Doppeltonhupe oder eine andere höherwertigere Hupe, ist der Strom den die Hupentasten schalten, schon größer als bei der Standardhupe.

Baut man sich, eventuell auch zusätzlich, ein anderes Lenkrad ein, dessen Hupentasten eventuell nicht so dimensioniert sind wie die VW Hupentasten, könnte man sich Gedanken machen ob man diese nicht entlasten möchte bevor diese mal kleben bleiben.

Polo 6N1 mit alter ZE (bis April 1997):
Golf 3, Passat 35i und T4 machen es vor.
Diese drei VW Modelle haben die gleiche Zentralelektrik und die gleiche Bordnetzgrundausstattungsverdrahtung wie der Polo 6N1 mit alter ZE, und sie gab es mit Doppeltonhupe ab Werk.
Daher kann man sich das wunderbar einfach bei diesen Fahrzeugen abgucken.
Einfach beim Polo mit alter ZE die 90 Grad gewinkelte Steckbrücke auf Relaissteckplatz Nr. 11 ziehen, und ein einfaches Schaltrelais, zum Beispiel das mit der Steuerungsnummer 53, in diesen Steckplatz stecken. Fertig.

Die Hupentasten schalten jetzt nur noch den geringen Strom des Relais, und das Relais mit seinem groß dimensionierten Kontakt den Strom der Hupe.


Polo 6N1 mit neuer ZE (ab Mai 1997):
Hier gibt es auf der Zentralelektrik leider keinen solchen Relaissteckplatz, denn diese ZE kam nur im Polo 6N1 zum Einsatz, meines Wissens in keinem anderen VAG Fahrzeug.
Hier muss man sich etwas basteln um ein solches Entlastungsrelais zu verbauen.

Der völlig spurlos rückrüstbare Anschluss in meinem Alltagspolo:
Da ich gerne Sachen spurlos rückrüstbar verbaue, machte ich mir auch hierbei Gedanken wie ich ein solches Entlastungsrelais am besten verkabele.
Weil auf der Zentralelektrik noch Plätze für externe Relaissockel frei waren, und ein solcher bei mir im Keller noch rumflog, baute ich mir einen kleines Adapterkabelbäumchen um genau wie bei alter ZE mit den Hupentasten ein Relais zu schalten, welches dann die Hupe schaltet.


Der Sockel fand Platz zwischen den Relaissockeln für den Heckwischer und das Regensensorrelais.

Der Stecker „T10“ innenraumseitig …

… mit der schwarz/gelben 1,5 qmm Leitung in Kammer 5 für Klemme 15 Zündungsplus raus zur Hupe und der braun/schwarzen 1,5 qmm Leitung in Kammer 1 für Klemme 31 Masse von der Hupentaste raus zur Hupe.
Hier bereits ausgepinnt …

… und in das neue zweipolige Leergehäuse eingepinnt, sowie die beiden neuen Leitungsenden vom Relaissockel in den Stecker „T10“ eingepinnt.
Schon ist das Adapterkabelbäumchen fertig im Hupenstromkreis integriert …

… und das neue Relais hat seinen eigenen Steckplatz.

Die einzelne braune 1,5 qmm Leitung vom Relaissockel führte ich zum Massepunkt unterm Amaturenbrett links von der Zentralelektrik unterhalb der A-Säule.
Dort fand diese Leitung Anschluss mit einem 6 mm Ringkabelschuh.

Auch hier schalten die Hupentasten jetzt nur noch den geringen Strom des Relais, und das Relais mit seinem groß dimensionierten Kontakt die Masse vom oben genannten Massepunkt zur Hupe durch.


Ein paar Bilder aus 2006, als Timbub bei Umrüstung auf VW Doppeltonhupe ein solches von mir gebautes Adapterkabelbäumchen verbaute. Die Bilder sind leider etwas unscharf.




Polo 6N1 GTI Tacho Prototyp

Mai 2020.

Wieder bekam ich einen Prototypen eines Polo 6N1 Tachos in die Finger.
(Link zu erstem Polo 6N1 Tacho Prototyp)
Dieses Mal vom Polo 6N1 GTI limited.
Rein äußerlich sieht er auf den ersten Blick aus wie der ab Oktober 1998 serienmäßig im Polo 6N1 GTI verbaute Tacho mit der Beleuchtung und im Style der nächsten VW Generation.

Auf den zweiten Blick erkennt man dass der Drehzahlmesserendwert und der rote Bereich des Drehzahlmessers mit der späteren Serie nicht überein stimmt.
Da der km-Zähler bereits einige km anzeigte, war ich mir nicht sicher ob schon jemand anderes an diesem Tacho Hand angelegt hatte und ob es sich um die originale Skala handelt.
Mit Hilfe der Stellglieddiagnose plaziert sich die Drehzahlmessernadel ja immer auf der 3000er Marke.
So auch hier, also passt die Skala zur Programmierung.

Frontblinker mit Standlicht Polo 6N1 und 6N2 von MHW/FIFFT

März 2021.

Mit der Jahrtausendwende brachte der Tuningzubehörhersteller MHW Frontblinker für den Polo 6N1 in weißer und abgedunkelter Version, und für den Polo 6N2 in klarglas schwarz und klarglas chrome mit zusätzlicher Standlichtfunktion auf den Markt.
Der Hersteller war FIFFT (fabbrica italiana fari e fanali torino), in der Tuningscene schon seit den 1980er Jahren markenübergreifend für allerlei bunte Beleuchtungseinrichtungen an Front-, Seiten- und Heckpartien bekannt.
Heute sind viele der damaligen Beleuchtungseinrichtungen von Fifft Raritäten, und die Gebrauchtteilepreise schießen durch die Decke.
Im Jahr 2000 kosteten die Frontblinker mit Standlichtfunktion für den Polo 6N1 in beiden Ausführungen je 118,90 DM, nach der Währungsreform 2002 dann 59,90 Euro.



Die 6N2 Frontblinker mit Standlicht gab es laut meinen Informationen erst in der Euro-Zeit.
Sie kosteten damals 54,90 Euro.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich diese Frontblinker mit Standlichtfunktion äußerlich nicht von anderen weißen und abgedunkelten Frontblinkern anderer Hersteller.
Lediglich die Kennzeichnungen sind anders.
Zusätzlich zu den (bei nicht mit gelborangen Streuscheiben oder Farbfiltern versehenen Frontblinkern vorgeschriebenen) gelben „PY21W“ (Y = Yellow) 21 Watt Leuchtmitteln sind hier auch mit „W5W“ die 5 Watt Leuchtmittel für das Standlicht mit angegeben.



In der Rückseite befindet sich jeweils ein Loch für eine einfache Fassung für ein übliches „W5W“ 5 Watt Leuchtmittel, wie es z.B. im Scheinwerfer sitzt. Für die damals übliche Standlichtbirne halt.

Mit dabei ist bei jedem Set eine Bestätigung der von Muschwitz GmbH und Co.KG von Juli 1999.
Es wird bestätigt das die Beleuchtungseinrichtungen des Herstellers „Leart SRL“ mit den aufgebrachten Fifft-Kennzeichnungen die gültigen ECE-Genehmigungszeichen besitzen, und dass die Version 1 aus einem Gehäuse mit dunkel eingefärbter Abdeckscheibe und die Version 2 aus einem Gehäuse mit transparenter Abdeckscheibe besteht.
Es ist keinerlei Abnahme nach §19 Abs. 3 der StVZO erforderlich.
Also einbauen und diese Bestätigung mitführen und gut ist.

In meinem Alltagspolo verbaute ich einen Satz der weißen Version.
Links mit dem bisher verbauten Osram Diadem „PY21W“ Leuchtmittel mit dem bläulichen Schimmer, rechts mit der voll verspiegelten Philips Silver Vision.
Die beiden unteren Bilder zeigen das eingeschaltete Standlicht, nicht das Blinklicht.


Ich denke ich bleibe bei den Philips Leuchtmitteln.

Am hellen Tag links im Bild das Standlicht im Frontblinker, rechts im Bild das herkömmliche Standlicht im Scheinwerfer.

Nachts nur das Standlicht:

Nachts das Standlicht mit Abblendlicht:

Der völlig spurlos rückrüstbare elektrische Anschluss:
Da ich gerne Sachen rückrüstbar verbaue, machte ich mir auch hierbei Gedanken wie ich die Standlichter in den Frontblinkern am besten verkabele.
Von Stromdieb-, Abzweig- und Lüsterklemmen sowie Löten halte ich nicht viel. Daher ließ ich mir ein Adapterkabelbäumchen einfallen mit dem ich Masse und die jeweiligen Blinkerleitungen von den Scheinwerfern abgreifen, und zu den Frontblinkern führen kann.

Die Steckkontakte für Blinker und Masse aus dem 7poligen Scheinwerfersteckergehäuse ausgepinnt, und in ein neues 2poliges Steckergehäuse eingepinnt, mitsamt der Einzelleitungsabdichtungen.
Trockenübungen im Keller am Schlachterkabelbaum.

Eine Y-Leitung für Masse mit passendem männlichen asymetrischen Flachstecker mit Einzelleitungsabdichtung für das passende 2polige Steckergehäusegegenstück.

Dazu gesellt sich, je nach Fahrzeugseite, die entsprechend farbige Blinkerleitung (links = grau/schwarz, rechts = grau/rot), und an dem parallelen Ende der weibliche Steckkontakt mit Einzelleitungsabdichtung für das 7polige Scheinwerfersteckergehäuse.

Fertig ist das Adapterkabelbäumchen.
Die nun leeren Steckkontaktkammern in den Scheinwerfersteckergehäusen bekommen beide noch je eine Abdichtung.

Ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Mit Wellschlauch und den weißen Steckergehäusen versehen, wesentlich eleganter als die mitgelieferten Einzelleitungen unten im Bild.

Plug&Play.