2019: Odyssee beim TÜV

Oktober 2019.

Durch Zufall kam ich an einen Satz neuer „Solitude“ Felgen, die nach einer VW-Händlerinsolvenz versteigert wurden.
Allerdings in 6 x 14 Zoll ET 38, ab Werk auf dem Polo Classic 6KV montiert.
Dort hatten sie nie die Bezeichnung „Solitude“, nur das selbe Design wie die 6 x 15 ET 45 „Solitude“ vom Polo 6N1.
Da ich auf dem Alltagspolo schon länger Alufelgen für den Winter haben wollte, war also jetzt die richtige Gelegenheit gekommen.
Im Sommer 6 x 15er und im Winter 6 x 14er Solitude’s.

Ich war seit 1997 schon sehr oft beim TÜV und diversen anderen Prüforganisationen zum Eintragen diverser Tuning- und Zubehörteile. Dieses flaue Bauchgefühl war immer mit dabei.
Beim Kauf der Felgen machte ich mir nicht wirklich viele Gedanken um das Eintragen dieser Felgen bei meinem Alltagspolo, da er das Serienfahrwerk hat und meiner Meinung nach kein Grund dagegen sprach, maximal die andere Einpresstiefe, aber dafür gibt es ja schließlich Einzelabnahmen nach §21.
Dachte ich.

Also ab zur Dekra hier um die Ecke mit einem ETKA-Ausdruck über die Herkunft (Polo Classic 90er Jahre), und ELSA-Ausdruck über die Traglast (450 kg), um zu erfragen ob man mir diese Felgen eintragen würde, bevor ich die Winterreifen dafür kaufe.
Erster Fail, 21er Abnahmen dürfen die nicht machen, zumindest keiner in dieser Station.
Bei der Dekra Essen wohl nur zwei oder drei Leute von mehreren Hundert, aber keiner in dieser winzigen Prüfstation.

Also ab zu einer TÜV-Nord Prüfstation in Essen.
Zweiter Fail, die haben keinen in der Filiale der 21er Abnahmen machen darf. Ich solle es mal in der Station XY probieren, dort wäre immer ein Prüfer der das darf.

Also ab zu zur zweiten TÜV-Nord Prüfstation in Essen.
Der Herr war nett und hilfsbereit, aber er wollte mehr Unterlagen sehen, den sogenannten Impacttest der Felge bzw. alternativ, weil’s ja eine VW-Werksfelge ohne Papiere/Teilegutachten ist, erstmal weitere Unterlagen bezüglich der Reifengrößen die am Polo Classic auf dieser Felge montiert waren. Ich habe nicht weiter nachgefragt.
Die zweite Forderung nach den Reifengrößen konnte ich mit Hilfe eines weiteren
ELSA-Ausdrucks meines VW-Händlers erfüllen.
Zwei Tage später wieder hin, dann der dritte Fail.
Aus den Papieren ging hervor dass beim Polo Classic auf dieser Felge ein 185/60er Reifen montiert war (er ist diesbezüglich mehr verwandt mit dem Golf 3), und das war das Aus für die Eintragung bei diesem Prüfer.
Wäre die Flanke des Reifen der auf die Felge kommt gleich oder größer als die des Werksreifen der auf dieser Felge war, wäre die Eintragung kein Problem gewesen.
Da mein Reifen aber eine kleinere Flanke hat, wollte er nun den Impacttest sehen, der nachweist dass bei einem Seitenaufprall, z.B. gegen eine Bordsteinkante, die Felge steif genug ist und nicht bricht.
Diesen Impacttest konnte ich ihm nicht bieten.
Er sah weiter keinerlei Chance dass er mir die Felgen mit diesen Reifen einträgt.
Ich könne ja zehn weitere dieser Felgen kaufen und diese zum Impacttest geben.
Gut, dies meinte er nicht wirklich ernst.

Also ab zu zur dritten TÜV-Nord Prüfstation, in einer Nachbarstadt, in der auch nur an bestimmten Wochentagen ein Prüfer ist der nach §21 abnehmen darf.
Ich legte ihm gleich alle Papiere vor die ich hatte, mit Ausnahme der Reifengrößen vom Polo Classic.
Er war wirklich nett und hilfsbereit, er notierte sich erstmal alle Daten, was ich habe und was ich will, welche Räder eingetragen sind etc. und suchte sogar ein Vergleichsgutachten einer
x-beliebigen Zubehörfelge mit identischen Maßen und identischer ET, um die Auflagen zu sehen, worauf bei einer Eintragung zu achten wäre.
Anschließend meinte er dass er mir die die Felgen mit meiner Bereifung auf meinem Polo eintragen würde, ich also losgehen und neue Reifen aufziehen lassen könne.
Dies Tat ich dann auch, es wurden Continental Winter Contact TS 860 in 185/55 aufgezogen,

und drei Wochen später saß ich dann wieder in dieser Filiale mit einem Termin beim selben Prüfer.
Vierter Fail, dieser Prüfer war an diesem Tag leider krank.
Ein anderer Prüfer mit 21er Abnahmegenehmigung nahm sich meiner an.
Viel Gerede… es fehlte auch für ihn der Impacttest.
Meine Einwände dass der andere Prüfer mir diese Felgen/Räder abnehmen wollte, halfen nichts. Er könne sich nicht vorstellen wie der andere, an diesem Tag kranke Prüfer, die Eintragung ohne Impacttest vornehmen wolle. Die haben alle ihre Vorschriften und deren Eintragungen werden schonmal von der Hauptstelle einer Prüfung unterzogen, ob auch alles mit rechten Dingen zugeht. Also wieder Tschüssikowski unverrichteter Dinge nach Hause, aber mit einem Termin beim kranken Prüfer zwei Wochen Später.

Ich also zwei Wochen später wieder hin und der gewünschte Prüfer war auch anwesend und wie beim ersten Mal sehr hilfsbereit.
Auf seine Fragen wieso ich ausgerechnet zu ihm komme, und nicht in Essen zum TÜV fahre, meinte ich nur dass ich schlechte Erfahrungen mit anderen Prüfern gemacht, und schon eine kleine Odyssee hinter mir habe, mehr nicht.
Dass ich, während er in aller Ruhe alle mitgebrachten Papiere studierte, klatschnass durchgeschwitzt war, dürfte dem Leser wohl klar sein.
Endet hier und heute eine lange Reise, oder bekomm ich wieder eine Abfuhr?
Nach dem Begutachten, dem Verschränkungstest und dem sehr ausführlichen Fotoshooting auf der Hebebühne, frug er noch seinen Auszubildenden oder Studenten was man noch bei dieser Abnahme beachten müsse.
Als dann das Wort Impacttest den Mund des Auszubildenden verließ, dachte ich es ist alles aus. Aber er sagte lediglich dass der Impacttest erst ab einer bestimmten Traglast „zum tragen“ käme.
Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich.
Mein Puls sank wieder unter 180 bpm.
Schließlich die Erlösung, ich bekam alle Papiere ausgehändigt, Text in Zeile 22:
zu (15.1) u. (15.2) : auch genehm. vuh 185/55R14 a. original-LM-Felge 6Jx14 ET38 ,Herst.:BBS , Kennz.: 6K0 601 015M***
Für diese Eintragung zahlte ich 122 Euro.
Um die viele Nerven, den vielen Schweiß und noch mehr Ärger tat es mir mehr leid.

Ich war zwar erleichtert alles hinter mir zu haben, aber trotzdem war ich sehr verwirrt bezüglich des Impacttests.
Ich finde es nicht richtig dass man von verschiedenen Prüfern verschiedene Aussagen dazu erhält, wie sieht denn das aus? Das geht meiner Meinung nach gar nicht.
Um mir endgültige Gewissheit zu verschaffen und eine eindeutige offizielle Aussage zu bekommen, schrieb ich den TÜV-Nord an und erbat weitere Informationen zum Impacttest.
Ich frug wann dieser nötig sei, erst ab einer bestimmten Traglast oder ab einem bestimmten Baujahr des Teils und/oder des Fahrzeugs (wie ich es bereits von privat im Internet las), welche Angaben und Details dafür eine Rolle spielen, und ob der TÜV bundesweit, oder nur der TÜV-Nord diesen Test fordert.
Als Antwort wurde mir geschrieben:

Sehr geehrter Herr L…..,

die „Richtlinie zur Prüfung von Sonderrädern“ ist in der heutigen Fassung (mit Impacttest) am 01.04.2000 in Kraft getreten. Das heißt, dass Fahrzeuge und Räder, die vor diesem Datum erstmals in den Verkehr gekommen sind, den Impacttest nicht nachweisen müssen.

Für die Reifengröße 185/60R14 a. Felge 6Jx14 ET 38 sende ich Ihnen die Auflagen für ein Rad identischer Geometrie.

Mit freundlichen Grüßen

Auf der einen Seite freut mich diese eindeutige Antwort, auf der anderen Seite denke ich, hätten die ersten Prüfer das gewusst, wären mir viel Zeit, Ärger und Mühen erspart geblieben.

Seit dem fahre ich endlich auch im Winter Solitude Felgen.


Urlaub – Mit dem Polo und dem Wohnwagen durchs vereinigte Königreich und Irland (Teil 1)

Auf Grund mehrerer Nachfragen nach Veröffentlichung des Beitrages:
Kurze Voraberklärung der Begrifflichkeiten „Vereinigtes Königreich“, „Großbritannien“ und „England“, die ich in der letzt- und diesjährigen Überschrift verwendet habe.
England ist ein Land wie Wales, Schottland und Nordirland.
England zusammen mit Wales und Schottland sind Großbritannien (Great Britain = GB).
Großbritannien zusammen mit Nordirland sind das vereinigte Königreich (United Kingdom = UK).
So hatte ich mir das einst erklären lassen.
Irland = Republik Irland ist ein eigenständiges Land und hat mit GB/UK nichts zu tun.
UK = Zoll Einheitensystem und Britisches Pfund Sterling weil nicht im Euroraum und auch bald raus aus der EU,
Irland = metrisches Einheitensystem und Euro,
UK und Irland = Linksverkehr.

Juni 2019.

Auch dieses Jahr ging es wieder mit der Wohndose am Haken auf die britische Insel zum PoloSocial.
Endlich wieder am Billing Aquadrome in Northampton, wo das Treffen bisher auch am häufigsten statt fand.
Da mein Urlaub direkt im Anschluss an eine sechswöchige Reha begann, musste ich die ersten fünf Tage des Urlaubs, neben dem Wiederzuhauseankommens, auch für die Vorbereitungen für den Urlaub opfern. Wartung des Polos, Vorbereitungen und Packen des Gespanns, etc.
Diese 5 Tage hätte ich lieber aktiv mit Urlaub verbracht.

Wofür ich letztes Jahr zu geizig war, dem Kreditaufnehmen für eine Fährverbindung, kam ich dieses Jahr durch vorheriges Sparen zuvor.
Ich buchte die Fährtickets extrem früh, und bei einem Experten der seit über 30 Jahren darauf spezialisiert ist, und nicht selber im Internet. Somit hat man bei Problemen wie z.B. eigenen Verspätungen oder ähnlichem noch ein As im Ärmel.
Möchte man eine Nachtfähre nach oder von Irland buchen, und möchte die Nacht nicht irgendwo auf dem Deck in einem Ohrensessel vor sich her dösen sondern in einer Kabine schlafen, ist man bestens beraten schon im November/Dezember des Vorjahres zu buchen.

So fuhr ich nur anderthalb Wochen vor dem Polosocial rüber.
Zum ersten mal via DFDS von Dünkirchen nach Dover.


 

Direkt an der Südküste am Ärmelkanal in der Ortschaft „Normans Bay“ fand ich für fünf Nächte einen schönen Stellplatz, nur durch den Deich vom Kies-Strand getrennt.




Es fehlt einem auf der Insel nichts was man nicht auch zuhause hat.

Wie der Zufall so will, diese beiden Polos standen auf der Zufahrtsstraße zum Campingplatz.
Der 2F war in der Vergangenheit bereits mehrfach auf dem PoloSocial in Northampton vertreten,
Der wohnt da wo andere Urlaub machen.

Ein Grund für die Wahl des Campingplatztes war u.a. auch die Nähe zu Brighton, zu dessen Pier ich schon seit Jahren mal wollte, jetzt als Tagesausflug eingeplant.


Nach leider nur fünf Nächten ging es weiter zum Billing Aquadrome in Northampton zum PoloSocial…

… und am Morgen danach ging es rund 375 km durch England und Wales zum Fährhafen von Holyhead.
Von hier legte nachmittags die Fähre „Dublin Swift“ ab.



Wofür die Fähre den Zusatz „Swift“ im Namen trägt, müsste klar sein.
Vier Wasserstrahlantriebe schoben die Fähre mit rund 65 km/h über die Irische See.


Abends in Dublin angekommen, fand ich 30 km nördlich im kleinen Ort „Rush“ einen tollen Stellplatz für mehrere Nächte direkt an der irischen See.
Und ab jetzt zählten wieder Kilometer und Euro statt Meilen und Pfund.





Na ich hoffe das ist kein Blut.
Bei diesem Anblick hatte ich ein leicht schlechteres Gefühl als beim letztjährigen Anblicks des Willkommensschildes von Schottland.

Nun ja, zurück im vereinigten Königreich waren wieder Meilen und Pfund angesagt.
Aber deswegen habe ich ja zwei Geldbörsen.

Ich fand einen tollen Stellplatz in „Ballycastle“ direkt am Atlantik mit Sicht auf Rathlin Island, einer Insel nördlich von Nordirland.
Bei guten Wetter ist von hier aus Schottland zu sehen.


Von hier aus kann man prima Tagesausflüge machen, die Gegend einfach so erkunden, …

… berühmte Film- und Seriendrehorte wie z.B. „The Dark Hedges“ oder den „Damm der Riesen“ besuchen …





oder ganz einfach mit der Fähre nach Rathlin Island übersetzen, und dort die Insel erkunden. Es gibt dort drei Leuchttürme, von denen einer doch sehr speziell und voll begehbar ist, und eine Seevogelaussichtsplattform beinhaltet. Eine unglaublich schöne Insel.









Die ganzen weißen Punkte sind alles Seevögel…











Das südliche Ende von Rathlin Island.

Einfach nur schön, die Gegend lädt zu kilometerlangen… äh pardon, meilenlangen Spaziergängen ein.


Aufgenommen am Leuchtturm am südlichen Ende der Insel sieht man rechts im Bild den Westteil der Insel, in der Mitte Nordirland, und links im Bild ist die schottische Halbinsel Kintyre zu sehen.

Die „Spirit of Rathlin“ brache mich wieder zurück nach Ballycastle.
Dort gabs bei „Morton’s“ nicht nur einmal lecker Fish&Chips.

So durfte ich mehrere wunderschöne Sonnenuntergänge neben Rathlin Island aus meinem Wohnwagen genießen.




Nach ein paar Tagen verließ ich diesen tollen Ort wieder um mich endlich, wenn auch nur teilweise, auf den „Wild-Atlantic-Way“ zu begeben.
Also wieder zurück in den metrischen Euroraum.

Hinter diesem Berg war mein nächster Stop eingeplant.
„Strandhill“ bei „Sligo“ war mein zuhause für mehrere Tage.




Auch in Irland fehlt einem nichts was man nicht auch zuhause hat.

Wenn man wie ich aus einer Großstadt kommt, beeindrucken solch kleine Orte umso mehr.










Und weiter ging es entlang des „Wild-Atlantic-Way“ nach „Achill Island“.
Die Straßen dahin waren katastrophal und eine echte Herausforderung für die Koni’s und die neuen Al-Ko Stoßi’s am Touring.
Wir deutsche meckern definitiv zu viel über unsere Straßenzustände.


Bei „Dugort Beach“ war ich auf dem „Seal Caves Campsite“ willkommen.


Im Westen wartet der „Keem Bay“ als einer von mehreren „Wild-Atlantic-Way Signature Points“ auf.









Das kam mir auch aus Schottland bekannt vor.

Dooagh Bay mit mehreren Surfschulen.


Auf dem „Atlantic Drive“ an der Süd-West Küste von „Achill Island“.
Die Hartmann Anlage blubbelte im dritten Gang bei Schleichgeschwindigkeit meilenweit… äh pardon, kilometerweit schön vor sich her…
Fenster runter … den Sound und die Atlanticluft genießen …










Auch diese tolle Zeit ging leider vorbei.
Da ich am letzten Tag meine Nachtfähre am anderen Ende von Irland in Dublin auf keinen Fall durch einen Stau, eine Panne oder sonstigen Grund verpassen wollte, fuhr ich schon vier Tage vorher quer durch Irland zurück an die Ostküste nach Silverstrand.
Hier verbrachte ich wieder drei Nächte mit Blick auf die irische See und einen tollen Strand.









So hatte ich am letzten Tag nur ca. 50 km Anfahrt zum Fährhafen von Dublin zu bewältigen.
Hier musste ich Maut für einen Autobahnabschnitt, sowie einen Tunnel zahlen.
Die Wohnwagengespanne und Wohnmobile die mit mir auf die Überfahrt nach F/Cherbourgh warteten, stammten zu einem sehr großen Teil aus Deutschland.



Die keine zwei Jahre alte in Deutschland gebaute „W.B.Yeats“ nahm hunterte Fahrzeuge, Gespanne, Wohnmobile und LKW auf, um diese über Nacht (16 Uhr BST  – 11 Uhr MESZ) nach Frankreich zu bringen.
Da ich früh genug gebucht hatte, konnte ich eine Kabine ergattern.






Nach Ankunft in Cherbourgh hatte ich noch mehr als 800 km vor mir bis zuhause.
Das schlimmste waren die unzähligen Mautstationen in Frankreich, das tat mir am meisten weh, und zwar in der Geldbörse.


Auf den 3639 km verbrauchte mein Polo 350,73 Liter Premium Unleaded (Super ROZ 95) im Wert von 515,49 Euro. Der Durchschnittsverbrauch von 9,64 Litern ist zwar um 0,53 Liter höher als beim letztjährigen Schottlandurlaub mit dem Gespann, aber trotzdem ist der Wert auch nicht all zu hoch wenn man bedenkt dass das komplette Gespann mit mir, der vollen Dachbox, dem vollen Kofferraum und dem vollgepackten Wohnwagen wieder an die zwei Tonnen heran kommt.

Leider habe ich „nur“ die Nordhälfte der grünen Insel küstenmäßig abgegrast,
dem „Wild-Atlantic-Way“ konnte ich somit leider nicht komplett folgen.
Hmmmm, muss ich wohl nochmal hin …

Update März 2023:
Urlaub – Mit dem Polo und dem Wohnwagen durchs vereinigte Königreich und Irland (Teil 2)

Urlaub – Mit dem Polo und dem Wohnwagen durch Großbritannien

Juni 2018.

Da ich dieses Jahr wieder nach England zum PoloSocial wollte, zum ersten Mal mit meinem kleinen Wohnwagen, verband ich direkt einen vier Wochen langen Urlaub in Großbritannien mit dem PoloSocial. Zwei Wochen in Schottland und zwei Wochen in Südengland mit dem PoloSocial auf dem Weg in den Süden.
Ich hatte mich schon recht gut vorbereitet u.a. durch Reiseberichte von anderen Eriba-Besitzern, google-maps und sonstigem Internet. Aber was mich wirklich erwartete, davon hatte ich keine Ahnung.
Dass der Polo mit seinen weit über 200.000 km zuverlässig läuft und den Wohnwagen ganz gut zieht, wusste ich aus bisherigen Urlauben.

Da ich für eine Fährüberfahrt von Amsterdam nach Newcastle bzw. von Rotterdam nach Hull keinen Kleinkredit aufnehmen wollte, ging es wie immer via Fähre von Calais nach Dover auf die Insel.

Mein erster Stop nach 13 Stunden Fahrt war das Billing Aquadrome in Northampton, dem Ort an dem das PoloSocial von 2003 bis 2016 mit einer Ausnahme veranstaltet wurde. Dort verbrachte ich auf dem Weg in den Norden eine Nacht zur reinen Wiedererlangung der Fahrtüchtigkeit.
Alles beim Alten dort, hoffentlich findet das PoloSocial nächstes Jahr wieder dort statt.

Auf der A74(M) wird man freundlich begrüßt.

Auf einem Campingplatz bei Edinburgh verbrachte ich mehrere Nächte und machte von dort aus Tagesausflüge, u.a. nach Edinburg.

Weiter gings in Richtung Norden in die Highlands…

nach Loch Ness. Der dortige Campingplatz bot mir Sicht auf den See.


Am seinem Süd-West-Ende befindet sich Fort Augustus mit seiner fünfstufigen Schleuse als zusätzlicher Touristenmagnet. Ich habe leider nur ein Metall-Nessie entdecken können.


Im Hafen für die Touristenfähren steht eine weitere Nessie Statue.


Nach mehreren Nächten ging es wieder weiter Richtung Norden…

nach John O’Groats.
Hier stand ich mit freier Sicht auf den Ozean und die Orkney-Inseln am Horizont (zu denen man prima einen Tagesausflug machen kann).
Der Ort ist das nord-östliche Ende der 874 Meilen langen Route zum süd-westlichen Landesende „Land’s End“.

Die Sonnenuntergänge über den Orkney Inseln waren einfach nur wunderschön.
Ich war so weit im Norden, dass die Sonne morgens um 4 Uhr schon hoch am Himmel stand.

Nach mehreren Nächten ging es nun durch die Highlands Richtung Westen.


Diese Single-Track Roads erfordern stetig hohe Aufmerksamkeit, vor allem mit einem Gespann. Man muss ständig gucken ob Gegenverkehr am Horizont erscheint um ggf. in ein „Passing Place“ zu fahren um den Gegenverkehr passieren zu lassen.

Angekommen an der Sango Sands Oasis konnte ich auch hier einen tollen Platz mit freiem Blick auf den Ozean ergattern.


Zurück Richtung Süden ging es größtenteils über Single-Track Roads…

nach Fort William.

Nach ein paar Tagen ging es weiter zur Kelham Hall in Nottingham zum PoloSocial…

und nach dem PoloSocial an die Südküste nach Durdle Door.



Auf den 5160 km verbrauchte mein Polo 470,32 Liter Premium Unleaded (Super ROZ 95) im Wert von 696,96 Euro. Der Durchschnittsverbrauch von 9,11 Liter ist nicht all zu hoch wenn man bedenkt dass das komplette Gespann mit mir, der vollen Dachbox, dem vollen Kofferraum und dem vollgepackten Wohnwagen an die zwei Tonnen heran kommt.

Az új Polo – Küçük düşünmeye devam edin. – Eine internationale Prospekteübersicht

Januar 2018.

Das war reine Fleißarbeit.
Seit vielen Jahren hatte ich eine Übersicht verschiedener Prospekte aus aller Herrenländer auf meiner Homepage. Allerdings unsortiert und nur mit den Frontbildern der Prospekte, ohne weitere Infos zum Beispiel zum Vergleichen/Unterscheiden der Prospekte.
Nun quoll meine analoge Prospektesammlung allmählich über, ständig kamen neue hinzu, und ich hatte selber jegliche Übersicht verloren. So macht Sammeln kein Spaß.
Da ich auf Mittag- und Nachtschicht viel Leerlauf habe, riss ich mich zusammen und verglich alle meine Prospekte und sortierte sie nach Ländern und anschließend nach Frontbildern, und notierte die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von den von vorne identisch aussehenden Prospekten.
Heraus kam die ultimative Prospekteübersicht für Polo 6N Prospekte.
Viele Cover eines Landes in der 6N1 Übersicht unterscheiden sich entweder im Titel, oder in solchen Kleinigkeiten, wie ich sie auch erst bei genauem Betrachten entdeckte.
Zwei auf den ersten Blick gleich aussehende Prospekte, einer Linkslenker bei dem man den Hügel im Armaturenbrett und die Wischer auf der linken Seite sehen kann, der andere Rechtslenker bei dem dieser Hügel fehlt, und die Scheibenwischer anders herum liegen.
Bei beiden sind jedoch die selben Linkslenkerscheinwerfer zu sehen.
Ich weiß wie ein Linkslenkerscheinwerfer aussieht, ich klebe seit 14 Jahren regelmäßig meine Scheinwerfer für das vereinte Königreich mit passenden Antiblendaufklebern ab.
Auf dem einen Prospekt ist ein Linkslenker, auf dem nächsten der gleiche Linkslenker, aber mit dritter Bremsleuchte. Wieder so ein Unterschied.
Dass in einigen Ländern (Schweiz, Belgien) mehrere Sprachen der angrenzenden Länder sowie englisch gesprochen wird, lässt die Vielfalt der von außen unterschiedlich aussehenden
Prospekte ebenfalls weiter wachsen.

Der Inhalt von gleichaussehenden Prospekten beim 6N1 variiert auch, z.B. auf Grund des Wechsels von alter ZE auf neue ZE. In einem Prospekt ist der alte Tacho (alte ZE) zu sehen, in neueren von außen gleich aussehenden Prospekten natürlich der neue Tacho (neue ZE).
(ZE = Zentralelektrik)
In älteren Sondermodellprospekten z.B. werden Polos mit den „Indianapolis“-Felgen gezeigt, in neueren Prospekten mit identischem Frontbild werden die gleichen Polos mit den „Solitude“-Felgen gezeigt.

Die komplett überarbeitete Übersicht alleine mit den mir zur Verfügung stehenden 6N1 Prospekten findet Ihr ab sofort an gewohnter Stelle:
http://vwpolo6n.de/polo6n/prospekte/6n1.htm
Zusätzlich zum Sortieren kam das Scannen aller Prospekte, sowie das Entfernen von Fehlern/Kratzern/Macken, Verkleinern, Signieren, Onlinesetzen etc..
Eine Sortierung mit genauer Beschreibung der anderen vier Rubriken, also 6N2, 6KV etc., folgt demnächst.

Wie bereits erwähnt, das alles war wie das jahrzehntelange Sammeln der Prospekte selber, reine Fleißarbeit.

Reparatur Webasto Standheizung

Dezember 2017.

Nachdem die vor neun Jahren von mir selbst verbaute Webasto Thermo Top E Standheizung immer zuverlässig ihren Dienst verrichtet hatte, ging sie nun kaputt.
Natürlich zum Winteranfang hin, nicht im Sommer oder so, dabei hatte ich sie extra jeden Monat einmal durchlaufen lassen.
Da ich außer vom Einbau nicht wirklich Ahnung von der genauen Funktionsweise einer Standheizung hatte, musste ich mich erstmal schlau machen und mich belesen.
Dabei kam u.a. heraus dass sie diagnosefähig ist, und das mit einem einfachen KKL-Diagnoseadapter wie ich es früher für VAGCom nutzte.
Das Ende der Diagnoseleitung hatte ich beim Einbau nur in den Kabelbaum zurück geschoben.
Rausgezogen, Kabelschuh dran und mit einer Diagnosebuchse aus einem alten Polo und zwei Krokodilklemmen einen Adapter zum Auslesen der Webasto Standheizung mit meinem Lappi gebaut. Bei ebay geht’s bei ca. 30 Euro los für solche Diagnoseadapter an einem Ende mit drei Strippen mit Krokodilklemmen für Plus, Minus und Diagnose, am anderen Ende ein USB Stecker, plus Diagnosesoftware von Webasto.

Beim Auslesen kam unter anderem heraus dass die Betriebsdauer 789 Stunden, und die Einschaltdauer 986 Stunden beträgt. Es wurden 2638 Starts gezählt.

Noch viel wichtiger sind die Fehler von meinen drei dokumentierten Startversuchen: „Flammabbruch“, „kein Start“ und „Flammabbruch“.

Das nutzte mir nicht wirklich viel, obwohl ich mit dem Diagnoseprogramm alle Bauteile wie Dosierpumpe, Brennluftgebläse und Kühlmittelpumpe einzeln laufen lassen, und somit einzeln testen konnte.
Da das Diagnoseprogramm mir zwar das Pumpen der Kraftstoff Dosierpumpe angezeigt hatte, ich aber wirklich sicher gehen wollte dass auch wirklich Kraftstoff am Ende der Kraftstoffleitung heraus kommt, gab ich manuell mehrfach kurze 12V Impulse auf die Dosierpumpe.
Nach vier bis fünf kurzen Impulsen konnte ich kein normales Klicken (das Betriebsgeräusch) mehr von ihr vernehmen…. was mir erstmal zu denken gab.
Also raus mit der Standheizung aus dem Polo.
Ich baute die Webasto samt der Wasserleitungen zum Wärmetauscher und zum Kühlwasserverteilergehäuse aus, dort kam wieder der originale Wasserschlauch rein statt des Webasto Kühlmittelkreislaufs.

Der Brennereinsatz und der Glühstift, der nach dem Start auch der Flammwächter ist.
Den Glühstift/Flammwächter konnte ich elektrisch prüfen, er war in Ordnung.

Der Brennereinsatz, man kann sehen wo vor dem Ausbau der Glühstift/Flammwächter saß, und die Brennkammer, in der der Brenneinsatz das gute ROZ95 Superbenzin mit Luft verbrennt.
Außen um die Brennkammer herum fließt, von der Webasto Kühlmittelpumpe gefördert, das Motorkühlwasser.

Beim Ausbau brach eine Befestigungsschraube ab.
Da es in das Metall selbst einschneidende Schrauben sind, bohrte ich alle vier Befestigungslöcher auf, und machte M8er Gewindesacklöcher aus ihnen.

Wieder gab ich bei ausgebauter Standheizung manuell mehrfach kurze 12V Impulse auf die Kraftstoff Dosierpumpe. Mit offenem Leitungsende hörte ich jedes Mal ein Klicken und vorne kam einige Tropfen Kraftstoff heraus, egal wie oft ich einen Impuls drauf gab.
Als ein Kollege das Leitungsende verschlossen hielt, hörte ich das Klicken wieder nur vier bis fünf Mal.
Also demontierte ich den Teil für die Kraftstoffzufuhr vom Brennereinsatz. Da dieses so nicht vorgesehen ist, weil der Brennereinsatz ein einziges Ersatzteil ist, musste eine Säge ran.

Das gelb versotette ist ein ca. 4 cm großes, ca. 3 mm dickes Pad aus feiner Edelstahlwolle, und das darunter befindliche Vließ unbekannten Materials ist wohl für die gleichmäßige Verteilung des Kraftstoffs zum Edelstahlpad zuständig. Durch das Vlies und das Edelstahlpad wird der Kraftstoff dann von der Dosierpumpe in kleinen Impulsen (laut Diagnoseporgramm bis zu fünf mal pro Sekunde) in die Brennkammer gedrückt, wo es mit angesaugter Luft im vorderen Teil des Brenneinsatzes verbrannt wird und durch die Brennkammer in den Auspuff gelangt.
Ich konnte auch selber keine Luft mit dem Mund in das Kraftstoffröhrchen pusten, es schien verstopft zu sein.

Und genau so war es, das Vlies direkt hinter dem Kraftstoffzugang war komplett ausgehärtet und angebacken. Ich musste es regelrecht wegkratzen. Die Kraftstoffzufuhr war also definitiv verstopft gewesen, so sehr dass ich mit dem Bohrer ran musste. Jetzt ergaben die manuellen Tests mit der Dosierpumpe auch einen Sinn, irgendwie erschien mir plötzlich alles nur logisch.
Dieses Pad und das Vlies gibt es leider so nicht als Einzelteil bei Webasto, es gibt zwar sowas bei ebay England von einer Firma für 40 Euro, aber mit dem Hinweis „Diesel only“ und dem Hinweis dass es kein Original Webasto Ersatzteil ist. Da ich keine Lust auf Experimente hatte, bestellte ich beim Boschdienst einen neuen Brennereinsatz für 174 Euro (mit Rabatt).

Da ich beim Einbau der Standheizung 2008 dieses zum ersten mal tat, war der Einbau auch nur 99,9 prozentig. Es gab mit der Zeit doch einige, zum Glück nur geringfügige, Scheuerspuren an den Kühlwasserschläuchen. Diese „Fehler“ wollte ich nun auch berichtigen. Dazu hatte ich nun Zeit während ich auf den neuen Brennereinsatz warten musste.
Schrumpfschlauch an allen Stellen ausser da wo die Schläuche auch nur leicht gebogen werden, erschien mir als günstigste und einfachste Lösung. Was fest an den Kühlwasserschläuchen ist, kann nicht an ihnen scheuern.
Die Schlauchschellen zum Verbinden eines Winkelschlauchs mit einem (ehemaligen) 180 Grad Bogen waren mir auch damals schon ein Dorn im Auge. Die Nasen sind einfach nur störend im Weg weil sie an anderen Teilen scheuerten, außerdem sehen sie Sch**ße aus.

Kurzerhand flexte ich sie ab, was ihre Funktion nicht beeinträchtigt. Ich habe eh nicht vor diese jemals wieder zu lösen.

Vor dem Gasheizstrahler schrumpfte ich die 50 mm (2:1) Schrumpfschläuche auf die Kühlwasserschläuche mit 27 mm Außendurchmesser.

Der neue Brennereinsatz mit neuem Glühstift/Flammwächter. Zusätzlich waren alle nötigen Dichtungen und Schrauben neu mit dabei.

So sieht ein neues Edelstahlpad zum Zuführen des Kraftstoffs in den Brennereinsatz aus.

Nach dem Zusammenbau und der Montage im Polo, schnell noch mehr als zwei Liter Kühlflüssigkeit aufgefüllt sowie die Kraftstoffleitung und die Stecker angeschlossen, und der erste Probelauf war direkt erfolgreich.

 

Das ganze geschah bei drei Grad Außentemperatur in meiner nicht beheizten Garage.
Am Folgetag kam der erste Schnee, und ich war mehr als froh wieder in einen vorgeheizten Polo einsteigen zu können.
Es war also nur ein kleines Teil defekt, das Vlies welches ausgehärtet war und die Kraftstoffzufuhr verstopfe.
Materialkosten gesamt: 174,67 Euro für den Brennereinsatz und 12,02 Euro für zwei Meter Schrumpfschlauch. Gewindeschrauben, G12Plus und destilliertes Wasser hatte ich noch in der Garage.

Der Polo 6N1 als Zugfahrzeug

Juli 2017.

Nachdem ich beim PoloSocial in England während Nieselregen und Wind mein Zelt auf- und abbauen musste, machte ich mir Gedanken ob mit dem Zelt zu Treffen und in den Urlaub zu fahren, noch Sinn ergibt für mich.
Die Antwort war nein.
Ich machte mich schlau was es sonst noch für Alternativen gab, die mich zwar vom Zelten, aber nicht vom Campen abbringen könnten.
Anhänger mit Klappzelt? Wohnwagen? Wohnmobil? Oder was ganz anderes?
Naja zwei Wochen später fuhr ich morgens mit meinem Vater in seinem T4 „mal eben“ von Essen nach Berlin Spandau.
Dort stand das Objekt der Begirde.
Ein Eriba Touring PanT von 10/1996, also gerade mal einen Monat jünger als der schwarze Polo.
Der Wohnwagen wurde bereits ab Werk aufgelastet, und darf statt der werksmäßigen 750 kg nun maximal 850 kg wiegen.
Meine beiden Polo 6N dürfen jeweils gebremste 800 kg ziehen.
Passt exakt, denn wenn ich den Wohnwagen bis 850 kg belade  müssen 50 kg davon auf die Anhängerkupplung drücken, diese Last wird dann nicht gezogen, sie wirkt auf die Hinterachse und zählt dann zum Fahrzeuggewicht, die verbleibenen 800 kg ziehe ich dann. Die Rechnung geht also voll auf.

Schnell noch zwei abnehmbare Anhängerkupplungen besorgt und die erste beim schwarzen Polo montiert. Natürlich unter der Stylingheckschürze her und nicht mitten durch. Nun kommen die ganzen zusätzlichen Steckerverbindungen in den Lampenträgern der Rückleuchten endlich mal zum Einsatz. Dort findet der Leitungssatz für die 13polige Steckverbindung nämlich via Plug&Play Verwendung.
Zusätzliche Spiegel lagen dem Wohnwagen bei.

 

Die erste Testfahrt war erfolgreich, der Polo schafft es wirklich problemlos den leeren Wohnwagen (Leerzustand 640 kg laut Prospekt und selber gewogen) zu ziehen, und das sogar recht flott.

 

Nachdem der TÜV noch seinen Segen zur 100er Zulassung des Wohnwagen gab (wegen vorhandener Stoßdämpfer, Antischlingerkupplung und Reifenalters unter 6 Jahren), und das Straßenverkehrsamt diese 100er Zulassung in die Papiere eintrug, darf ich nun mit beiden Polos diesen Wohnwagen mit 100 km/h auf BAB’en und Landstraßen ziehen. Denn das ziehende Fahrzeug muss als Auflage nur mit ABS ausgerüstet sein, und das haben meine beiden Polos ja.

Im August ging es dann auf die erste Reise mit dem Gespann.
Der Polo hatte auf dem Dach die volle Dachbox sowie das Fahrrad.
Das Wohnwagengewicht stieg mit dem Zubehör wie Vorzelt und anderer Zusatzausstattung auf 655 kg auf der Achse an die der Polo zieht, und 50 kg auf der Deichsel die zum Fahrzeuggewicht zählen. Gesamtgewicht also 705 kg, 145 kg dürfte ich noch zuladen.
Ich bin die fast 400 km von Essen zum Stover Strand (Polotreffen Hamburg) wo es ging mit 100 km/h (mit Tempomat) auf der Mittelspur an den LKWs vorbei gezogen, und das mit eingeschalteter Klimaanlage.
Der AEE hat das alles locker weggesteckt.
Der Polo 6N1 ist nun sehr weit entfernt das perfekte Zugfahrzeug zu sein, aber diesen kleinen und leichten Wohnwagen zieht er mit Bravur.
Genehmigte sich der Polo bisher voll beladen auf langen Reisen immer knapp unter 8 Liter auf 100 km, so schluckt er mit dem Wohnwagen gerade mal weiniger als zwei Liter mehr. Nach dem ersten Tanken errechnete ich 9,31 Liter/100 km.

Ich denke der Wohnwagen ist ein adäquater Ersatz für das Zelt, ich freue mich schon auf das Polosocial in England nächstes Jahr, wenns dort wieder regnet wie aus Eimern und ich es richtig schön gemütlich habe im Wohnwagen.  🙂


August 2017.

Auch in den Urlaub an die Ostsee zog der Polo den Wohnwagen zuverlässig.


September 2018.

Dieses Jahr zog der schwarze Polo von Juni bis August den Wohnwagen zuverlässig über 7600 km durch mehrere Länder.
5160 km davon nach Schottland und Südengland







 

… über 1400 km zum Polotreffen Bogense in Dänemark

… sowie über 1000 km zum Polotreffen Hamburg .

Zum letzten Urlaub über 1400 km an die Ostsee wollte ich mal den blauen Alltagspolo mit dem 60PS AEX Motor nehmen, um zu sehen wie er sich mit dem Wohnwagen auf längeren Strecken so schlägt.
Auehaueha, das war schon Materialquälerei. Der AEX ist serienbelassen, er hatte sehr stark mit dem zwei Tonnen schweren Gespann zu kämpfen. Das Fahrrad war ja jetzt zusätzlich noch auf dem Dach. Aber es ging, die 100 km/h erreichte auch er, nicht so leicht wie der AEE im schwarzen Polo, aber es ist fahrbar und ich halte mit dem Gespann niemanden auf.